Tennis in Basel
Die wahren Swiss Indoors: Tipp-Wettfieber unter Medienschaffenden

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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Swiss Indoors Basel 2016
36 Bilder
Marin Cilic steht als zweiter Finalist fest.
Jubel und Erleichterung bei Nishikori.
Kei Nishikori kommt im Halbfinal gegen Giles Muller arg in Bedrängnis, gewinnt schlussendlich jedoch in drei Sätzen und steht im Final.
Wird Marin Cilic im Final auflaufen? Die Entscheidung muss im dritten Satz herbeigeführt werden.
Mischa Zverev zeigt eine starke Partie.
Gilles Muller zeigte eine bärenstarke Leistung und schied trotzdem aus.
Der Schweizer verliert gegen Zverev und ist out.
Mit Marin Cilic steht der letzte Halbfinalist fest. Der Kroate trifft auf Wawrinka-Bezwinger Mischa Zverev.
Der Romand kämpft gegen Zverev um den Einzug ins Halbfinale.
Der Japaner Nishikori liefert im Viertelfinal gegen Del Potro eine überzeugende Leistung ab.
Der Luxemburger Gilles Mueller spielt sich ins Halbfinal.
Wawrinka gewinnt gegen Young und steht somit im Viertelfinal.
Madlaina Barth sorgt sich um die Spieler in Basel.
Juan Martin Del Potro setzt sich gegen Haase durch und trifft im Viertelfinal auf den Japaner Kei Nishikori.
Robin Haase gibt gegen Del Potro vollen Einsatz.
Del Potro trifft auf Robin Haase.
Kei Nishikori gewinnt souverän gegen Paolo Lorenzi.
Richard Gasquet muss gegen Guido Pella mit Rückenproblemen aufgeben.
Entschlossen: Taylor Fritz will ganz nach oben.
Wawrinkas Jubel
Marco Chiudinelli
Wütend entsorgt Wawrinka sein Racket.
Kein Grund zum Lächeln: Wawrinka verliert den ersten Satz mit 6:7.
Alle Schweizer Augen sind heute auf das Duell Wawrinka - Chiudinelli gerichtet
Raonic findet gegen den Litauer Ricardas Berankis kein Rezept und muss bereits nach einem Spiel die Koffer packen.
Und auch für Top-Ten-Spieler Milos Raonic ist bereits in der ersten Runde Endstation.
Der Luxemburger Qualifikant schlägt die Weltnummer 18, Grigopr Dimitrov, und sorgt so für die erste kleine Überraschung.
Mit Henri Laaksonen stand der erste Schweizer im Einsatz. Er traf auf den Spanier Marcel Granollers, verlor den Match jedoch in drei Sätzen.
Marin Cilic bekundete deutlich weniger Mühe zu seinem Auftaktsieg, als auf diesem Bild ersichtlich ist.
Japans Star gewann sein Auftaktspiel letztlich problemlos.
Kei Nishikori in Aktion auf dem Center Court von Basel.
Katherine Jenkins sorgte im Vorfeld von Nishikoris Match gegen Lajovic für Unterhaltung.
Im zweiten Satz gegen Nishikori chancenlos: Dusan Lajovic.
Der Argentinier Federico Delbonis bestreitet die erste Partie - und gewinnt diese gegen den Russen Kuznetsov.

Swiss Indoors Basel 2016

Keystone

Während auf den beiden Courts in der St. Jakobshalle die Tennisprofis seit gestern und bis zum kommenden Sonntag um Ruhm, Ehre, Siege, Preisgeld und Weltranglistenpunkte kämpfen, toben im Hintergrund, quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die wahren Swiss Indoors.

Dort, wo sich die richtigen Dramen abspielen. Nicht am kalten Buffet in der VIP-Lounge. Nicht in den Wandelhallen vor den Imbissständen. Und auch nicht in den Warteschlangen vor den Frauen-Toiletten. Sondern: im Mediencenter. Dort, wo sich Journalisten aus der Schweiz und aus der ganzen Welt duellieren. Nicht um die besten Geschichten, sondern darum, wer am besten tippen kann.

Das «Swiss Indoors Basel Medien-Toto» ist ein Klassiker, der die Gemüter der Medienschaffenden seit Jahren erhitzt. Spiele, die man ansonsten mit einer Mischung aus Langeweile und Gleichgültigkeit wahrnimmt, werden plötzlich zu unglaublichen Krimis. Das Tipp-Konzept ist dabei denkbar einfach: Man muss den Sieger einer Partie tippen. In zweiter Linie, wie viele Games gespielt werden. Und in dritter Priorität geht es darum, die Dauer der gesamten Partie richtig zu schätzen.

Wer das am besten tut, der erhält als Tagessieger eine Flasche Schampus. Und wer am Ende der Woche konstant gut getippt hat, der darf sich wahlweise über eine Kaffeemaschine, einen Fernseher oder eine nigelnagelneue Uhr freuen.

Der Auftakt war für den Autor dieser Zeilen schon mal vielversprechend. Sieger Nishikori korrekt. Anzahl Games korrekt (19). Nur bei der Spieldauer lag der Tipp um zehn Minuten daneben (67 statt 77 Minuten). Das reichte nur noch für Platz 4 (!) im Tagesklassement (der Sieger tippte 78 Minuten). Was zeigt: Das Niveau ist unheimlich hoch!

Heute Dienstagabend wird die Aufgabe noch kniffliger. Die Partie zwischen Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli wird auf dem Tippzettel stehen. Soll man wirklich auf Wawrinka setzen, der zuletzt viermal in Folge in der Startrunde rausgeflogen ist? Eigentlich keine Frage. Oder wie würden Sie tippen?