Super League

Die ungewohnte Luxussituation des FC Basel vor dem Spiel gegen Thun

«Das ist schön und nicht schön», sagt FCB-Trainer Urs Fischer über die Tatsache, dass nur ein einziger Spieler verletzt ist.

«Das ist schön und nicht schön», sagt FCB-Trainer Urs Fischer über die Tatsache, dass nur ein einziger Spieler verletzt ist.

Am Sonntag um 16 Uhr (im Liveticker) tritt der FC Basel in Thun zu seinem letzten Super-League-Spiel vor der Nati-Pause an. Urs Fischer kann dabei auf fast alle Spieler zurückgreifen. Eine Situation, die schön und unschön zu gleich sei.

Arsenal und Paris Saint-Germain. Es sind zwei der klingendsten Namen im europäischen Clubfussball. Und der FC Basel wird im Herbst auf beide treffen. Es sind Traumlose, die der FCB gestern für die Gruppenphase der Champions League zugelost bekommen hat. 

Aber London und Paris sind momentan noch weit entfernt - zuerst geht es für den FCB am Sonntag nach Thun. Dort spielen die Basler das letzte Super-League-Spiel vor der Nationalmannschaftspause. Und im Spiel gegen Urs Fischers Ex-Verein kann der FCB-Cheftrainer fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Manuel Akanji befindet sich noch in der Reha, «alle anderen trainieren mit der Mannschaft», so Fischer. Eine Luxussituaion, wie sie beim FCB lange nicht mehr da gewesen ist. 

«Das ist schön, aber auch nicht so schön. Schön, weil alle zur Verfügung stehen, und nicht so schön, weil ich dann doch dem Einen oder Anderen sagen muss, dass er nicht dabei sein wird», sagt Fischer. Aber auch wenn alle ausser Akanji mittrainieren, wird sich bei gewissen Spielern fast von alleine ergeben, dass ein Ernstkampf für sie doch noch etwas zu früh kommt. Einer dieser Spieler ist Andraz Sporar.

Doppelt erschwerte Bedingungen 

«Bei Andraz machen wir uns schon Gedanken, ob es nicht schlau wäre, noch ein, zwei Trainings zu warten, bis er eingesetzt wird.» Und schaut man sich die Aufstellungen von Fischer in den bisherigen Spielen an, dann wird deutlich, dass auf Experimente mit vielleicht doch noch nicht ganz zu 100 Prozent fitten Spielern verzichtet werden wird.

Fischer wird seine beste Elf auf den Platz schicken. Und angesichts der erschwerten Bedingungen wären Experimente auch fehl am Platz – auch wenn Thun nicht unbedingt in bester Form ist, im Cup bereits raus ist und bislang nur einen Sieg holen konnte.

Erschwert werden die Bedingungen, weil der FCB im Berner Oberland auf dem ungewohnten und vor allem ungeliebten Kunstrasen spielen muss. Es habe zwar keinen Spieler, der mit Kunstrasen gar nicht klar komme, aber vor allem die etwas älteren Spieler hätten etwas Mühe damit. Dem pflichtete auch Matías Delgado mit einem kurzen und knappen «Ich bevorzuge normalen Rasen» bei. 

Test gegen Wohlen 

Hinzu kommt, dass es am Sonntag etwa 33 Grad heiss werden wird. «Wenn man noch 20 Grad dazurechnet, weiss man, wie heiss es auf dem Feld sein wird», sagte Fischer. 

Ist das Spiel gegen Thun überstanden und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch der sechste Sieg im sechsten Spiel eingefahren, dann verlässt die Mehrheit der ersten Mannschaft Basel in Richtung ihrer Nationalmannschaften. Für die Zurückgebliebenen wurde am Mittwoch, 31. August, um 16.30 Uhr, ein Testspiel gegen den FC Wohlen angesetzt. «Wir hatten das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt für ein Testspiel ist. So können die Spieler, die sonst noch nicht oder fast nicht zum Einsatz gekommen sind, Spielpraxis sammeln.» Damit sind vor allem Kevin Bua, Serey Die, Sporar oder Dereck Kutesa gemeint. 

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