Grossanlass
Die Tipps und die Fakten zur Leichtathletik-EM

Bis Sonntag wird an der Leichtathletik-EM in Zürich um Medaillen gekämpft: Wann, wo und wie sich die Rennen mitverfolgen lassen.

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Banner weist auf Leichtathletik-EM hin

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Keystone

Die Tickets: Für alle Wettkampftage sind noch Eintrittskarten erhältlich. Es gibt sowohl Ganztagesbillette (85 bis 240 Franken) als auch Vormittags- oder Abendkarten. Allerdings sind im Letzigrund bei einigen Läufen die besten Plätze bereits weg – so etwa rund um den Bereich der Zielgeraden beim 100-Meter-Finale der Männer morgen Mittwochabend. Erhältlich sind Tickets an der Tageskasse beim Stadion Letzigrund oder auf dem Sechseläutenplatz.

Die Zeiten: Die Wettkämpfe im Letzigrund beginnen in der Regel um zehn Uhr. Die Geher (Mittwoch bis Freitag) und die Marathonläufer (Samstag und Sonntag) starten gegen 9 Uhr zu ihren Runden mitten durch die Stadt. Abends sind die Wettkämpfe um zehn Uhr beendet, es folgen jeweils rund zehnminütige, multimediale Abschluss-Shows. Damit ist der Anschluss auf die letzten, meist auch locker auf die vorletzten Fernverkehrszüge in der Regel garantiert (die Letzigrund-Eintrittskarten berechtigen zur Fahrt auf dem gesamten SBB-Netz).

Das Public Viewing: Anders als bei Fussballgrossereignissen sind bislang in der Stadt Zürich keine Public-Viewing-Anlässe angekündigt worden. In den bekannten Sportbars dürfte der Anlass aber natürlich dennoch übertragen werden, berichtet doch SRF live über sämtliche Wettkämpfe. Auf dem neu gestalteten Sechseläutenplatz hat das OK der EM zumindest für die beiden Marathon-Rennen vom Wochenende ein Public Viewing geplant.

Das City Festival: Der Sechseläutenplatz soll ohnehin «zum Schmelzpunkt» werden, hoffen die Organisatoren: Hier soll «die EM eine EM für ganz Zürich werden». Im Mittelpunkt des «City Festivals» steht das von Olympischen Spielen bekannte «House of Switzerland». Das zerlegbare und damit mobile Holzgebäude ist an diesem Sommerfest erstmals im eigenen Land für Besucher zugänglich. Auf dem Sechseläutenplatz ist unter anderem auch eine 20-Meter-Sprint-Strecke aufgestellt, auf welcher der neue, ultraschnelle Letzigrund-Belag getestet werden kann.

Die Schweizer: 53 Athletinnen und Athleten umfasst die Schweizer EM-Delegation – das sind so viele wie noch nie. Bereits am Eröffnungstag bestreiten mehrere von ihnen ihre ersten Vorläufe. Mindestens eine Medaille, so die Vorgabe des Verbandes, sollen sie erkämpfen. Die grössten Chancen bestehen dazu am letzten Tag: Im Marathon tritt nicht nur Titelverteidiger Viktor Röthlin an, auch Mitfavorit Tadesse Abraham läuft erstmals für die Schweiz um Medaillen. Und am Abend steht als Abschluss die Frauenstaffel über viermal 100 Meter auf dem Programm, bei der sich die Schweizerinnen trotz aufgekommener Unruhe im Vorfeld gewisse Medaillenhoffnungen machen können.

Der Verkehr und die Velos: Bei den Leichtathletik-EM handelt es sich um einen Grossanlass. Rund um das Stadion Letzigrund und in der Zürcher Innenstadt ist deshalb bis Sonntag mit Verkehrsbehinderungen zu rechen. Die Stadtpolizei Zürich empfiehlt deshalb, in den kommenden Tagen mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. Möglich ist auch ein Ausweichen aufs Fahrrad: Der bestehende Gratis-Veloverleih in der Stadt ist im Hinblick auf die Leichtathletik-Europameisterschaften ausgebaut worden: Es stehen nun mehr Velos zur Verfügung und es sind zusätzliche Abstellmöglichkeiten geschaffen worden. (og)

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