Beachsoccer
Die Schweizer vor dem Viertelfinal: «Wir spielen gegen ganz Portugal»

Heute tritt die Schweiz im Viertelfinal in der Beachsoccer-WM gegen Portugal an (16.30 Uhr Schweizer Zeit). Der Schweizer Spielertrainer Angelo Schirinzi ist vor dem Duell gegen den Gastgeber zuversichtlich.

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Philipp Borer, hier im Duell mit dem omanischen Nationalspieler Jalal Al Sinani während der Gruppenspiele.

Philipp Borer, hier im Duell mit dem omanischen Nationalspieler Jalal Al Sinani während der Gruppenspiele.

Keystone

Jetzt geht es richtig los an der Beachsoccer-WM in Espinho. Heute stehen die Viertelfinals auf dem Programm, dabei kommt es zum Gigantenduell zwischen Rekordweltmeister Brasilien und Russland, zuletzt 2011 und 2013 Weltmeister. Die Schweiz bekommt es nach Rang 2 in der Gruppe B mit Portugal zu tun. Der Gastgeber holte in der Gruppe A knapp den ersten Platz und gewann wie die Schweiz zwei von drei Vorrundenspielen.

Im Schweizer Lager ist die Zuversicht trotz der 4:6-Niederlage gegen das starke Italien zum Ende der Vorrunde gross. «Unsere Form stimmt, auch gegen Italien war unsere Leistung gut. Wir sind zufrieden und müssen nun die Fehlerquote in der Defensive weiter minimieren und im Abschluss effizient sein», sagt Angelo Schirinzi.

Der erfahrene Spielertrainer freut sich sehr auf das heutige Duell mit dem Gastgeber. «Ich bin optimistisch, auch wenn Portugal eine sehr gute Mannschaft hat und am meisten Tore nach Standardsituationen erzielt hat.» Das Publikum werde wie eine Wand hinter Portugal stehen, betont Schirinzi. «Das wird ein heisser Tanz und eine richtig grosse Herausforderung.»

Hoffnungsträger Ott

Die Schweizer setzen in der Offensive auf Tore ihres Jungstars Noel Ott, der mit sechs Treffern an der WM nach der Vorrunde zweitbester Torschütze hinter dem bereits ausgeschiedenen Paraguayer Pedro Moran (8) ist. «Das Niveau an dieser WM ist nochmal besser als vor zwei Jahren», sagt Schirinzi, «es gibt keine schlechten Teams mehr.» Das sei nicht überraschend, schliesslich hätten 131 Länder die WM-Qualifikation bestritten.

Die Schweizer schwärmen von der Ambiance an der Weltmeisterschaft am wunderschönen Strand von Espinho in der Nähe Portos. «Die Besucher stehen bereits am Morgen um 9 Uhr Schlange, um die Spiele am Nachmittag zu sehen», erzählt Schirinzi. «Die Portugiesen sind ein emotionales und fachkundiges Publikum. Es macht unheimlich viel Spass, in dieser tollen Atmosphäre spielen zu dürfen.» Die Portugiesen schätzen das Schweizer Team, insbesondere Ott und Techniker Philipp Borer seien beliebt. «Im Viertelfinal wird das anders sein», sagt Schirinzi, «aber das ist ja klar. Wir spielen gegen ganz Portugal.»

Live im Internet

Die WM wird in 125 Ländern und in 15 von 16 WM-Teilnehmerländern live am TV übertragen, bisher aber nicht in der Schweiz. Das SRF hat aber für heute einen Livestream auf seine Onlineseite aufgeschaltet. Alle Viertelfinals sind auch live auf Eurosport 2 zu sehen. Ob ein allfälliger Halbfinal oder Final am Samstag und Sonntag auf SRF übertragen wird, ist noch offen.

Setzt sich die Schweiz gegen Portugal durch, trifft sie im Halbfinal auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Russland. Die andere Tableauhälfte ist auf dem Papier ein wenig schwächer besetzt, Italien ist dort im Viertelfinal gegen Japan klar favorisiert – und wäre auch im Halbfinal gegen den Iran oder das offensivstarke Tahiti als besseres Team einzustufen.

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