Frauen-EM

Die Schweiz scheidet schon in der Gruppenphase aus: ein Scheitern ohne Ansage

Die Schweizerinnen müssen nach der Gruppenphase bereits ihre Koffer packen.

Die Schweizerinnen müssen nach der Gruppenphase bereits ihre Koffer packen.

Die Schweizerinnen scheiden nach einem Unentschieden gegen Frankreich bereits in der Gruppenphase aus. Besonders bitter: Die Schweiz führte bis 15 Minuten vor Schluss.

Die Hoffnung hat lange gelebt. Immerhin. Fünfzehn Minuten trennten die Schweiz vor dem Einzug in den Viertelfinal. Ein Sieg gegen Frankreich – das wäre ein schöner Erfolg gewesen. Doch es wurde nichts daraus. Für die Schweizer Fussballerinnen ist die EM vorzeitig zu Ende. Das Scheitern ist Tatsache. Das ist enttäuschend. Und auch ein wenig überraschend. 

Das eine Gegentor zuviel – ein klarer Goalie-Fehler.

Denn der Weg, den das Team von Martina Voss-Tecklenburg über die letzten Monate und Jahre eingeschlagen hat, zeigte steil nach oben. Vor zwei Jahren erstmals an einer WM dabei. Dann erstmals eine Qualifikation verlustpunktfrei abgeschlossen und damit auch erstmals für eine EM qualifiziert. Der Schweizer Frauenfussball wartete fast ausschliesslich mit positiven Schlagzeilen auf. 

Darum ist diese EM nun ein Rückschlag. Entscheidend war nicht das Spiel gegen Frankreich gestern, gewiss nicht. Diese letzte Schweizer Leistung war über weite Strecken solidarisch und gut. Entscheidend war die Pleite im Auftaktspiel gegen Österreich. Nicht nur das Resultat war schlecht, sondern der Auftritt als ganzer.

Die Bilder zum Spiel gegen Frankreich:

Die Schweizerinnen zerschellten am Druck, den sie sich auch selbst auferlegt hatten. Sie wussten nicht mit der Favoritenrolle umzugehen. Und zeigten dann, als es am wichtigsten war, wohl eine der schlechtesten Leistungen der letzten Jahre überhaupt. «Wir schämen uns», sagten einige Spielerinnen gar. 

Trotz des Ausscheidens ist die Schweizer Reaktion in den Spielen gegen Island und Frankreich aller Ehren wert. Die Leidenschaft war beeindruckend. Nun gilt es, den schwachen Start zu analysieren. Um dann am nächsten grossen Turnier, hoffentlich der WM 2019, von Anfang an bereit zu sein.

Meistgesehen

Artboard 1