Schach

Die Schach-Ereignisse der 7. Runde

Dieses Wochenende wurde Schach gespielt.

Dieses Wochenende wurde Schach gespielt.

Meister Genf knöpft NLA-Leader Luzern den ersten Punkt ab, Zürich ist neuer Spitzenreiter und Herrliberg verliert NLB-Spitzenkampf gegen Mendrisio

In der 7. Nationalliga-A-Runde der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) im Schach gab Leader Luzern beim 4:4 gegen Titelverteidiger Genf seinen ersten Punkt ab. Weil ihr Match tags zuvor gegen Winterthur (drei Spieler an der Jugend-EM in Prag) auf den 18. September verschoben worden war, wurden die Innerschweizer (temporär) von der SG Zürich überholt. Die Zürcher gewannen nämlich als Einzige ihre beiden Matches der zweiten NLA-Doppelrunde. Erst schlugen sie Bodan Kreuzlingen 5½:2½, 24 Stunden später bezwangen sie Riehen mit 5:3. Sie liegen nun – bei einer Mehrpartie – einen Punkt vor Luzern. Die beiden Topteams treffen in ersten Durchgang der Doppel-Schlussrunde in Carouge am 8. Oktober aufeinander. In der letzten Runde spielt Zürich dann noch gegen Genf und Luzern gegen Riehen. In den beiden letzten Runden kommt es – glückliche Führung des Spielplans – wie schon in der 7. Runde ausschliesslich zu Duellen zwischen den vier Spitzenmannschaften.

Allerdings gibt es mit Winterthur einen Spielverderber, der den Favoriten das Leben noch schwer machen will. Denn nach ihrem 4½:3½-Sieg gegen Réti Zürich in der 7. Runde stehen die Winterthurer gar mit einem Verlustpunkt besser da als Riehen und Genf. Und sie haben in der Schlussrunde mit Wollishofen und Bodan zwei nach Papierform einfachere Gegner.

Réti gewann dafür in der 6. Runde gegen Wollishofen 5½:2½, das wiederum tags darauf Bodan mit 4½:3½ bezwang. Damit entledigten sich die beiden Zürcher Vereine ihrer Abstiegssorgen – ganz im Gegensatz zu Bodan. Die Ostschweizer müssen noch um den Klassenerhalt zittern, liegen sie doch nur noch einen Punkt vor Echallens. Die Waadtländer kamen gegen Solothurn im Duell der beiden Letztplatzierten zu einem kuriosen 4½:3½-Erfolg: sieben Remis und ein Sieg von Ersatzmann Daniel Stroppa am letzten Brett.

In der Nationalliga-B-Ostgruppe musste der erklärte Aufstiegsfavorit Herrliberg seine zweite Niederlage in Serie hinnehmen. Dem 3½:4½ gegen Schwarz-Weiss Bern vor der Sommerpause folgte nun ein 3:5 im Spitzenkampf gegen Mendrisio. Pikantes Detail: Herrliberg verlor den Match an den vorderen Brettern, holten doch seine vier Grossmeister Robert Fontaine (Niederlage gegen IM Fabio Bellini), Francisco Vallejo Pons (Remis gegen IM Emiliano Aranovitch), Sebastian Bogner (Remis gegen WGM/IM Yelena Sedina) und Joe Gallagher (Niederlage gegen FM Fabrizio Patuzzo) zusammen nur gerade einen einzigen Einzelpunkt.

Den Tessinern dürfte damit der Wiederaufstieg nach zwei Jahren nicht mehr zu nehmen sein, während Herrliberg gar hinter Zürich II und Schwarz-Weiss auf Rang 4 abrutschte. Im Abstiegssektor fiel eine Vorentscheidung, ist das punktelose Nimzowitsch nach der 3½:4½-Niederlage gegen Olten doch kaum mehr zu retten. Wer die Zürcher begleiten wird, ist jedoch noch völlig offen.

In der NLB-Westgruppe gab es erneut einen Leaderwechsel. Riehen II verlor gegen das mit Frauen-Power auftrumpfende Trubschachen (zwei Siege für Mutter und Tochter Gundula und Maria Heinatz) gleich 2½:5½. Das erlaubte es Absteiger Neuenburg, dank eines 7:1-Kantersiegs gegen Vevey wieder an die Tabellenspitze zu klettern.

Der Kampf um die Aufstiegsplätze bleibt jedoch spannend, da Bern (4½:3½-Sieg im Spitzenkampf gegen Nyon) punktgleich ist mit den Neuenburgern und Schwarz-Weiss II (7:1 gegen Bois-Gentil Genf) und Trubschachen nur einen Punkt zurückliegen. Im hinteren Teil der Rangliste gewann Therwil das Duell der Habenichtse gegen Grand Echiquier Lausanne, ist aber weiterhin in akuter Abstiegsgefahr.

In der 1. Liga fielen die ersten Entscheidungen. Die beiden NLB-Absteiger Wettswil (Ostgruppe) und St. Gallen (Zentralgruppe) sowie Aufsteiger Sorab Basel (Nordwestgruppe) haben das Aufstiegsspiel auf sicher. Mit Winterthur III (Ostgruppe), Neuenburg II und Schwarz-Weiss Bern III (beide Westgruppe) stehen auch drei Absteiger in die 2. Liga fest. Um die restlichen Aufstiegspiel- und Abstiegsplätze wird es in der letzten Runde am 10. September in allen Gruppen noch spannend.

-> In der Ostgruppe gibt es mit St. Gallen II (9 Punkte) und Pfäffikon/ZH (7) noch zwei Aufstiegskandidaten, während Chur (5) und Aufsteiger Glarus (3) – die Bündner gewannen in der 6. Runde das direkte Duell – den zweiten Absteiger unter sich ausmachen.

-> In der Zentralgruppe kommen mit Wollishofen II (10/verlor in der 6. Runde den Spitzenkampf gegen St. Gallen knapp 3½:4½) und Réti Zürich II (8) ebenfalls noch zwei Teams für den Aufstieg in Frage, derweil Zug (3), Gligoric Zürich (2) und Neuling Lenzburg (1/holte beim 4:4 gegen Zug seinen ersten Punkt) abstiegsgefährdet sind.

-> In der Nordwestgruppe duellieren sich Echiquier Bruntrutain Porrentruy (9) und Aufsteiger Biel (7) – die Jurassier gewannen die Direktpartie in der 6. Runde 5½:2½ – um den zweiten Aufstiegsplatz, während mit Court (5), Absteiger Birsfelden/Beider Basel/Rössli (4), Basel (3) und Birseck (2) die Hälfte aller Mannschaften gegen den Abstieg kämpft.

-> In der Westgruppe ist Absteiger Amateurs Genf mit 10 Punkten in der Pole-Position – gefolgt von gleich vier Teams, die sich noch Hoffnungen nach oben machen können: Aufsteiger Köniz-Bubenberg (8), Thun (8), Neuling Payerne (8) und Echallens II (7).

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