Schweizer Nationalmannschaft
Die Nati ist weiter auf der Suche nach der Wahrheit

Die Schweiz gewinnt das letzte Testspiel vor der Europameisterschaft gegen Moldawien 2:1. Der Sieg gegen Moldawien war insgesamt solid. Aber nicht mehr.

Etienne Wuillemin
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Wir haben unseren Natispielern brisante Fragen gestellt
Taulant Xhaka (links) gegen Granit Xhaka Holt einer der Brüder eine rote Karte? Die Quoten dazu stehen nicht schlecht
Auf diese fünf (unbekannten) Spieler dürfen wir uns freuen.
Yann Sommer wird von deutschen Journalisten belagert
Raymond Domenech im Video gegen häusliche Gewalt
Kräftigungsübungen für Valon Behrami in Montpellier
Die Schweiz beim ersten Training in Montpellier.
Die Natistars werden in Montpellier von den Hotelangestellten herzlich und euphorisch empfangen.
Anknft beim Hotel in Montpellier.
Heimelig: Die Schweiz darf sich unter Topbedingungen auf die EM vorbereiten.
Ein letztes Interview in der Schweiz vor dem Abflug nach Frankreich.
Yann Sommer ist vor dem Abflug ein gefragter Mann.
Ricardo Rodriguez gut gelaunt.
Ein Selfie mit Admir Mehmedi.
Haris Seferovic ist bereit für den Abflug nach Frankreich.
Abschied für einige Wochen: Granit Xhaka sagt am Flughafen Tschüss.
Michael Lang mit seinem Gepäck.
Xherdan Shaqiri und Eren Derdiyok am Zürcher Flughafen.
Stephan Lichtsteiner steigt vor dem Terminal aus.
Nico Elvedi muss vor dem Abflug noch eine KV-Prüfung schreiben.
Mehmedi schiesst den 2:1-Siegtreffer.
Blerim Dzemaili trifft per Kopf zum 1:0.
Von Bergen ersetzt den angeschlagenen Djourou.
Eren Derdiyok muss nach der Pause in der Kabine bleiben.
Shaqiri gratuliert dem Torschützen.
Rodriguez macht auch gegen Moldawien die linke Seite dicht.
Embolos Trikot leidet unter der harten Gangart der Moldawier.
Behrami im Luftkampf.
Augen zu und durch: Fabien Schär
Valon Behrami versucht den Ball zu erobern.
Roman Bürki startet gegen Moldawien im Tor der Schweiz.
Wen würden Sie an Stelle von Petkovic aufstellen?
Valon Behrami stellt sich an der Abschluss-PK vor dem Spiel den Fragen der Journalisten.
Das Abschlusstraining vor dem Testspiel gegen Moldawien (morgen 18:00) läuft. Und wieder sind die Tribünen im Cornaredo voll.
Steven von Bergen präsentiert sich auf der Bootstour gut gelaunt neben Djourou, Zakaria und Moubandje.
Die WM 2014 war für von Bergen nach dem Foul von Olivier Giroud gelaufen.
Bruch im Gesicht: So lautete die Diagnose nach dem Foul des Franzosen Giroud an von Bergen.
Chaos in den Reihen der Schweizer vor dem offiziellen Fototermin.
Hier erschreckt ein Monster Taulant Xhaka im EM-Camp von Albanien. Keine Angst: Der Spassvogel ist Shkelzen Gashi.
Es geht schon wieder zur Sache in Lugano: Die Schweizer Nati im ersten Training der zweiten EM-Vorbereitungswoche
Glück gehabt. Haris Seferovic darf trotz Rot gegen Belgien an der EM spielen
Xherdan Shaqiri stand gegen Belgien wieder auf dem Platz.
Endlich wieder ein Tor: Dzemaili traf zum zwischenzeitlichen 1:0.
Die Schweiz (Behrami, links) kämpfte gegen Belgien beherzt.
Spaziergang als Vorbereitung auf das Spiel gegen Belgien: Die Fussball-Nati in Genf.
Die Schweizer Nationalmannschaft ist unterwegs nach Genf.
Eren Derdyok zusammen mit Xherdan Shaqiri auf der Rodelbahn.
Diesen Tag wird der Junge auf dem Vordersitz wohl nicht so schnell vergessen.
Spass und Teambuilding mit der Schweizer Nati.
Spass und Teambuilding mit der Schweizer Nati.
Spass und Teambuilding mit der Schweizer Nati.
Spass und Teambuilding mit der Schweizer Nati.
Spass und Teambuilding mit der Schweizer Nati.
Johan Djourou
Als Lohn für seine starken Leistungen bei Mainz erhielt er von Petkovic ein Nati-Aufgebot.
Fabian Frei gehört mit dem FSV Mainz zu den positiven Überraschung der vergangenen Bundesliga-Saison.
Granit Xhaka wechselt zu Arsenal
Breel Embolo nach seiner Verleztung: «Ich bin zuversichtlich für die EM»
Verpasst Fabian Schär die EM?
Ein Selfie oder ein Autogramm mit Shaqiri - der grösste Traum für viele Kinder
Haris Seferovic jubelt über seinen Treffer für Eintracht Frankfurt in der Relegation gegen Nürnberg
Last-Minute-Tor an der WM 2014 gegen Ecuador
Kopftor zum 1:0 gegen Nigeria im U17-WM-Final. .
Die Regenwolken verziehen sich langsam: Zeit für das erste Training der Nati.
Basels Renato Steffen muss verletzungsbedingt auf die EM in Frankreich verzichten
Jetzt geht es los: In Lugano findet das Nati-Camp statt. Nati-Trainer Vladimir Petković bei der Ankunft.
Xherdan Shaqiri trifft in Lugano ein.
Auch Fabian Schär ist in Lugano mit von der Partie.
Silvan Widmer gehört auch zur Schweizer Selektion.
Johan Djourou und Gelson Fernandes am ersten Medientermin.

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Keystone

Die EM rückt näher. Heute in einer Woche bestreitet die Schweiz ihre erste Partie des Turniers. Sieben Tage noch bis zum Tag der Wahrheit. Aber wie wird diese Wahrheit aussehen?

Zunächst einmal ist dieses 2:1 gegen Moldawien der Beweis dafür, dass die Schweiz im Jahr 2016 doch noch siegen kann. Dreimal verlor sie zuletzt. Gegen Irland (0:1) und Bosnien (0:2) auf indiskutable Weise. Gegen Belgien vor einer Woche nach einer ansprechendenLeistung. Der Auftritt gestern in Luganowar in gewissen Teilen eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Allerdings fehlte zwischendurch die letzte Konsequenz, um den Gegner deutlicher zu besiegen.

Der Gewinner des Abends heisst Blerim Dzemaili. Wie schon gegen Belgien erzielte der Mittelfeldspieler ein Tor. Es hätten auch mehrere sein können. Er hat gute Chancen, endlich als Stammspieler in ein grosses Turnier zu starten. Diese letztenbeiden Länderspiele waren seine besten seit langem.

Stand heute scheinen zehn der elf Startplätze gegen Albanien vergeben. Sommer wird das Tor hüten. Davor Lichtsteiner, Schär, Djourou und Rodriguez verteidigen. Xhaka, Behrami und Dzemaili bilden das Mittelfeld. Shaqiri ist sowieso gesetzt. Bleiben die Stürmer Seferovic, Embolo und Mehmedi – einer dieser drei wird aller Voraussicht nach gegen Albanien draussen bleiben.

Wer bleibt draussen?

Haris Seferovic fehlte gestern nach seiner roten Karte gegen Belgien wegen Schiedsrichterbeleidigung. Für die EM wird er nicht gesperrt sein. Doch bleibt er wirklich in der Startelf? Für den Moment ist schon noch davon auszugehen. Schliesslich ist Seferovic der Mann der wichtigen Tore. Er war es, der die Schweiz zum U17-Weltmeistertitel und zum Last-Minute-Sieg gegen Ecuador an der WM 2014 schoss.

Argumente für andere Überlegungen gäbe es durchaus. Breel Embolo überzeugt mit seinen Tempoläufen und ist variabler als Seferovic. Der Noch-FCB- und Bald-Bundesliga-Stürmer ist aber auch auf der linken Seite eine Option. Dann müsste Admir Mehmedi weichen. Der Siegtreffer gestern hat Mehmedi sicher gutgetan. Allerdings überzeugte er zuletzt nur selten – bei Leverkusen, wie auch im Nationalteam.

Eine der offenen Fragen betraf zuletzt auch die Innenverteidigung. Johan Djourou fehlte gestern angeschlagen. Er dürfte aber bis zur EM wieder fit – und damit gesetzt – sein. An der Seite des Romands hat Fabian Schär die besten Karten. Nachdem er sich im Training vergangene Woche den Fuss übertreten hatte, kehrte er gestern zurück. Und überzeugte mit wenigen Ausnahmen.

Ein Sieg fürs Selbstvertrauen

Das Spiel gegen Moldawien war insgesamt solid. Aber nicht mehr. Nationaltrainer Vladimir Petkovic möchte schon nach den Spielen gegen Albanien und Rumänien für den Achtelfinal qualifiziert sein. Dass dies gelingt, dafür bedarf es sicher einer Steigerung. Doch dazu ist dieses Schweizer Team fähig.

Dzemaili traf schon früh per Kopf zur Schweizer Führung. Er hätte noch vor Pause nachlegen können. Ihre beste Phase hatten die Schweizerdann rund um die 60. Minute. Innert kürzester Zeit kamen Embolo, von Bergen, Mehmedi, Shaqiri und Dzemaili einem Tor sehr nahe. Es fiel nicht. Im Gegenteil. Kurz darauf glich Ginsari mit einem schönen Distanzschuss für Moldawien sogar aus.

Den Test, auf einen Rückschlag reagieren zu können, bestanden die Schweizer souverän. Sie verschärften abermals das Tempo. Und durften schliesslich dank Mehmedis 2:1 doch noch jubeln. Wie sie mit einem, resultatmässig, erneuten Rückschlag umgegangen wären? Es ist zum Wohle aller, dies nicht debattieren zu müssen. Petkovic resümierte: «Wir haben Charakter gezeigt.» Derweil sagte Dzemaili: «Es war ein Sieg fürs Selbstvertrauen.»

Das Tessiner Publikum verabschiedete die Schweizer Nationalmannschaft mit einem warmen Applaus ins freie Wochenende. Am Montag fliegt das Team dann nach Montpellier, um sich den letzten Schliff zu holen. Das lang ersehnte Erfolgserlebnis ist mit im Gepäck. Diese positiven Emotionen gilt es, nun zu konservieren. Das Bild von jubelnden Schweizern darf in den nächsten Wochen gerne Gewohnheit werden.

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