Das Abstiegsgespenst wurde also vorerst vertrieben. Der EHC Kloten kam in der Ligaqualifikation gegen die Rapperswil-Jona Lakers zur Geisterstunde mit 3:2 in der dritten Verlängerung im dritten Spiel zum ersten Sieg.

Ausgerechnet Denis Hollenstein entschied mit dem 66. Klotener Torschuss die Partie. Hollenstein, Klotens Captain, hatte zuvor in den Abstiegs-Playoffs noch nie getroffen.

Hier entscheidet Hollenstein das Spiel.

Die Klotener hoffen nach dem ersten Sieg, das gleiche Kunststück vollbringen zu können wie der EHC Biel vor neun Jahren. Die Bieler verloren damals gegen den NLB-Meister Lausanne ebenfalls die ersten zwei Spiele der Ligaqualifikation, schafften danach aber mit 4:3 Siegen noch den Klassenerhalt.

Die Entscheidung hätte früher fallen müssen

Die Hoffnung ist durchaus berechtigt. Denn Kloten ist besser bestückt als die Lakers. Die Klotener dominierten auch Spiel 3 wieder (66:42 Torschüsse). Sie hätten die Partie früher entscheiden müssen.

In der ersten Verlängerung spielten sie vier Minuten lang Powerplay, einmal sogar zu viert gegen einen Rapperswiler, weil zwei auf der Strafbank sassen, einer keinen Stock mehr in den Händen hielt und einer kaum mehr stehen konnte, nachdem er von einem Puck getroffen worden war. Aber den Klotenern fehlte nach der Misère der letzten Tage  bis zur 103. Minute die nötige Ruhe.

Die Highlights der Partie

Schon in der regulären Spielzeit hatte Kloten das Glück gefehlt. Die Zürcher Unterländer starteten engagierter und im Vergleich zu den ersten zwei Spielen mit viel mehr Emotionen ins Spiel. Kloten erspielte sich Vorteile. Die Fehlerquote, die in den ersten beiden Partien viel zu hoch gewesen war und jeweils den Weg in die Niederlage gewiesen hatte (1:4 und 0:4), blieb tief.

Dennoch musste Kloten zweimal einem Rückstand nachlaufen. 35 Minuten lang lagen die Flieger 0:1 und 1:2 zurück. Das Abstiegsgespenst befand sich längst unter den 6863 Zuschauern in der Arena. Verteidiger René Back (1:1) und der Viertlinienstürmer Patrick Obrist (2:2) brachten Kloten aber zumindest kurzfristig wieder zurück ins Geschäft.

Wer erholt sich bis Donnerstag besser?

Die Rapperswil-Jona Lakers erzielten beide Tore mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Beide Male sass ein Spieler für ein Stockfoul in der offensiven Zone auf der Strafbank. Der Amerikaner Jeremy Morin und Leandro Profico erzielten die Powerplay-Tore. Den Lakers boten sich gute Möglichkeiten durch Florian Schmuckli (26.) und Sven Lindemann (30.) zum 2:0. Andererseits standen die Klotener vor der Overtime dem Sieg klar näher. Matthias Bieber, Vincent Praplan und Denis Hollenstein verpassten aber im Finish das mögliche 3:2.

Spiel 4 findet am Donnerstagabend in Rapperswil statt. Die Schlüsselfrage: Welches der beiden Teams erholt sich bis dann besser?