Eishockey WM
Die Galerie der Abwesenden: An der WM fehlen nicht nur Mark Streit und Eric Blum

Nationaltrainer Patrick Fischer muss an der WM auf viele Spieler verzichten. Verletzungen und erfolgreiche Playoffs verhindern vor allem NHL-Verstärkungen.

Marcel Kuchta
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Die Torhüter
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Darf nicht: Reto Berra (Florida Panthers/NHL) Nach einer schwierigen Saison in Nordamerika, welche er mehrheitlich im Farmteam der Florida Panthers, den Springfield Thunderbirds verbrachte, wurde der WM-Stammgoalie der letzten Jahre nicht mehr aufgeboten. War auch angeschlagen.
Darf nicht: Tobias Stephan (EV Zug) Der 33-Jährige hexte den EV Zug in die Playoff-Finalserie. Das war aber nicht genug, um für die WM in die Kränze zu kommen. Mit Jonas Hiller und Meistergoalie Leonardo Genoni haben die Schweizer bessere Alternativen zur Verfügung.
Die Verteidiger
Eishockey WM 2017: Die Galerie der Abwesenden
Verletzt: Eric Blum (SC Bern) An den letzten vier Weltmeisterschaften war der 30-Jährige immer ein sicherer Wert. Trotz durchwachsener Leistungen in den Playoffs wäre er wohl auch in diesem Jahr zum Zug gekommen, musste aber wegen einer Handblessur absagen.
Darf nicht: Patrick Geering (ZSC Lions) Der 27-Jährige gehörte überraschend früh zu den Spielern, die aus dem Kreis der WM-Kandidaten ausschied. Der Verteidiger der ZSC Lions war schon in den Playoffs nicht auf sein gewohntes Rendement gekommen.
Playoffs: Mirco Müller (San Jose Barracuda/AHL) Der 22-Jährige Winterthurer wäre ein Kandidat für das Nationalteam gewesen. Doch sein AHL-Team schaffte in der Nacht auf gestern in der Verlängerung des entscheidenden Spiels den Einzug in die nächste Playoff-Runde.
Playoffs: Roman Josi (Nashville Predators/NHL) Die Nashville Predators stehen kurz davor, erstmals in den Halbfinal im Kampf um den NHL-Titel einzuziehen. Roman Josi spielt dabei eine wichtige Rolle. Seine Absenz ist für die Schweizer Nati nicht zu kompensieren. Er ist ein NHL-Star.
Will nicht: Luca Sbisa (Vancouver Canucks/NHL) Die Canucks haben sich zwar nicht für die NHL-Playoffs qualifiziert. Trotzdem verzichtete der 27-Jährige freiwillig auf die WM. Seine Frau erwartet im Sommer ein Kind. Sbisa ist deshalb nach Saisonende gar nicht nach Europa zurückgekehrt.
Playoffs: Mark Streit (Pittsburgh Penguins/NHL) Mark Streit hat bisher zwar noch kein einziges Playoff-Spiel der Pittsburgh Penguins bestreiten dürfen. Trotzdem ist der 39-Jährige als prominenter Ersatzspieler fester Bestandteil des NHL-Titelverteidigers.
Playoffs: Yannick Weber (Nashville Predators/NHL) Der 28-Jährige ist zusammen mit Roman Josi und den Nashville Predators in den laufenden NHL-Playoffs auf Erfolgskurs. Weber hat seine Nische im dritten Verteidigungspaar der «Preds» gefunden und ist Stammspieler.
Die Stürmer
Verletzt: Sven Andrighetto (Colorado Avalanche/NHL) Der 24-Jährige gehörte an letzten WM zu den auffälligsten Figuren im ansonsten enttäuschenden Schweizer Team. Blühte nach seinem Transfer von Montreal zu Colorado auch in der NHL auf. Musste wegen einer Leistenverletzung absagen.
Verletzt: Sven Bärtschi (Vancouver Canucks/NHL) Der Oberaargauer gehörte bei den Canucks zu den besseren Spielern. Der 24-Jährige wäre auch für das Schweizer WM-Team eine wichtige Verstärkung gewesen. Eine Nackenverletzung macht ihm einen Strich durch die Rechnung.
Verletzt: Christoph Bertschy (Iowa Wild/AHL) Der flinke Stürmer schnupperte bei Minnesota wieder ein wenig NHL-Luft und wäre mit seinem Speed und seiner hartnäckigen Spielweise ein wertvoller Bestandteil der Schweizer gewesen. Ist aber aktuell am Knie verletzt.
Verletzt: Kevin Fiala (Nashville Predators/NHL) Der 20-Jährige wäre mit Nashville immer noch in den NHL-Playoffs engagiert, wenn er sich im ersten Viertelfinal-Spiel gegen St. Louis nicht den Oberschenkel gebrochen hätte. Für ihn ist die Saison so oder so zu Ende.
Darf nicht: Nico Hischier (Halifax Mooseheads/CHL) Der 18-Jährige könnte im Juni als erster Schweizer im NHL-Draft an erster Stelle ausgewählt werden. Das Super-Talent hat in dieser Saison aber bereits über 90 Pflichtspiele bestritten, weshalb eine WM-Teilnahme keinen Sinn mehr machte.
Playoffs: Timo Meier (San Jose Barracuda/AHL) Der 20-Jährige Appenzeller hat in der NHL eine schöne Karriere vor sich. Nach dem Playoff-Out der San Jose Sharks hilft er nun in deren Farmteam, den Barracuda, aus und fehlt damit der Schweizer Auswahl an der WM.
Verletzt: Simon Moser (SC Bern) Keine Frage: der 28-jährige Powerstürmer hätte dem Schweizer WM-Team mit seiner Physis und seinem Durchsetzungsvermögen sehr gut getan. Ein gebrochener Fuss verhindert nun aber die WM-Teilnahme des Emmentalers.
Will nicht: Nino Niederreiter (Minnesota Wild/NHL) Das Pech der Schweizer Nati ist, dass der Vertrag des aktuell besten Schweizer Stürmers ausgelaufen ist. Bevor er mit seinem NHL-Team einen neuen Kontrakt verhandelt, will er jedes Risiko vermeiden und verzichtet deshalb auf die WM.
Will nicht: Martin Plüss (SC Bern) Das Comeback des 40-jährigen ins Nationalteam war ein realistisches Szenario. Der Umstand, dass er sich einen neuen Arbeitgeber suchen muss, verhinderte aber eine Rückkehr. Plüss wäre mit seiner Routine an der WM sehr wertvoll gewesen.
Rücktritt: Julien Sprunger (Fribourg-Gottéron) Der 31-Jährige sorgte quasi im Alleingang dafür, dass sein Klub nicht in Abstiegsnöte geriet. Hat aufgrund seiner privaten Situation schon vor drei Jahren seinen Nati-Rücktritt erklärt. Einen Goalgetter wie ihn könnte die Schweiz gut brauchen.
Playoffs: Joel Vermin (Syracuse Crunch/AHL) Der 25-Jährige kämpft verbissen um einen Platz in der NHL-Organisation der Tampa Bay Lightning. Ist aktuell mit deren Farmteam, den Syracuse Crunch, in AHL-Playoffs engagiert und steht deshalb für die WM nicht zur Verfügung.
Rücktritt: Roman Wick (ZSC Lions) 2014 hat sich der 31-Jährige freiwillig aus dem Kreis der Nationalspieler verabschiedet. Wick möchte seinen geplagten Körper nach der Meisterschaft jeweils schonen. Stürmer seines Kalibers sind in der NLA eine Rarität – auch in der Nati.

Die Torhüter

Keystone

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie oben, um zu erfahren, wer an der WM in Köln und Paris fehlt und weshalb. Die WM dauert vom 5. bis am 21. Mai.

Das vorläufige Schweizer WM-Kader:

Torhüter (3): Leonardo Genoni (Bern), Jonas Hiller (Biel), Niklas Schlegel (ZSC Lions). -

Verteidiger (8): Raphael Diaz (Zug), Philippe Furrer (Lugano), Joël Genazzi (Lausanne), Dean Kukan (Cleveland Monsters/AHL), Romain Loeffel (Genève-Servette), Christian Marti (ZSC Lions), Dominik Schlumpf (Zug), Ramon Untersander (Bern).

Stürmer (14): Cody Almond (Genève-Servette), Andres Ambühl (Davos), Simon Bodenmann (Bern), Damien Brunner (Lugano), Gaëtan Haas (Biel), Fabrice Herzog (ZSC Lions), Denis Hollenstein (Kloten), Denis Malgin (Florida Panthers/NHL), Vincent Praplan (Kloten), Tanner Richard (Syracuse Crunch/AHL), Thomas Rüfenacht (Bern), Reto Schäppi (ZSC Lions), Reto Suri (Zug), Pius Suter (ZSC Lions).

Trainer: Patrick Fischer.

Assistenten: Tommy Albelin, Christian Wohlwend, Thierry Paterlini.

Lesen Sie hier, wie es der Schweiz in der WM-Hauptprobe gegen Kanada erging.