Wasserspringen

Die Fislisbacherin Michelle Heimberg schreibt Geschichte

Die 15-jährige gewinnt eine Medaille für die Schweiz mit hervorragenden 323,80 Punkten vom 1-m-Brett an den Junioren-Europameisterschaften in Russland.

Bereits im Vorkampf sprang Heimberg auf Platz 3 mit einer guten Serie. Im Final gelangen ihr drei phänomenale Kürsprünge und so konnte sie diesen 3. Rang hinter der Russin Karina Shklyar (337,30 Punkte) und der Deutschen Anna Shyrkhay (335,10), die ebenfalls im Final nochmals zulegten, erfolgreich verteidigen.

In diesem Wettkampf war auch die gleichaltrige Morgane Herculano aus Genf im Einsatz. Sie erreichte mit 295.55 Punkten und den 7. Schlussrang im Final und sorgte für ein weiteres, hervorragendes Resultat für die Schweiz.

Bereits einen Tag zuvor vermochte sich Michelle stark in Szene zu setzen. Bei den B-Mädchen vom 3m-Brett ersprang sie mit 357 Punkten den 4. Schlussrang im Final und übertraf auch da die Vorgabe von Swiss Diving, nämlich das Erreichen eines Finalplatzes der besten Zwölf, wofür 303,20 Punkte gereicht hätten, um Längen.

Gleich im Anschluss an den 1m-Wettkampf sorgten die beiden Schweizer Mädchen für eine weitere Überraschung. Das eigentlich ungleiche Paar Michelle Heimberg und Morgane Herculano holten mit einer relativ einfachen, dafür ums so schöner ausgetragenen Sprungserie einen weiteren 4. Rang für die Schweiz im Synchronspringen vom 3m-Brett.

Auch Einsätze in Baku

Mit diesen Resultaten sorgte insbesondere Michelle für die besten Ergebnisse der Schweiz an den diesjährigen Junioren-Europameisterschaften im Wasserspringen. Diese wurden wegen den European Games zuvor in Baku für die älteren Jugendspringer (A-Kategorien) und eine Woche danach in Moskau (B-Kategorien) ausgetragen.

An den European Games stand nebst sechs anderen Schweizer Wasserspringer auch die Aarefisch Springerin Vivian Barth aus Küttigen im Einsatz. Vom 1m-Brett erreichte sie im Vorkampf den 6. und im Final den 9. Schlussrang.

Ein weiteres gutes Resultat, nämliche den 7. Rang lieferte sie danach zusammen mit Madeline Coquoz aus Fribourg im Synchronspringen vom 3m-Brett. Vom 3m-Brett zeigte Vivian eine sehr starke Pflichtserie im Vorkampf, verpasste jedoch in der Kürserie jeden einzelnen Sprung und damit auch klar den Finaleinzug.

Nicht zuletzt bedingt durch gesundheitliche Probleme während der ganzen Saison lag bei Vivian in Baku nicht mehr drin. Sie beendet damit ihr Karriere als internationale Juniorenspringerin leider ohne an ihre grossen Erfolge im letzten Jahr an den JEM in Bergamo anknüpfen zu können.

Trotzdem gehört sie neben der Lausannerin Jessica Favre, welche bereits seit 2 Jahren aus der Jugend ist, mit den maximal möglichen fünf Teilnahmen an JEM (2011 Belgrad, 2012 Graz, 2013 Penza, 2014 Bergamo, 2015 Baku) zwei Teilnahmen an Junioren-Weltmeisterschaften (2012 Adelaide, 2014 Penza) und der Teilnahme an den 2nd Youth Olympic Games in Nanjing 2014 zu der erfolgreichsten Juniorinnen in der Geschichte des Schweizer Wasserspringens.

SM in Aarau

Die letzten Einsätze als Juniorenspringerin wird Vivian in ihrer Heimat haben. Denn am 11. und 12. Juli 2015 werden die Junioren-Schweizermeisterschaften in Aarau ausgetragen.

Am Start wird natürlich auch Michelle sein. Danach geht es für die Aarefisch-Wasserspringer in eine kurze Sommerpause und dann in die Vorbereitung der Saison 2016. Nicht nur für Vivian beginnt dann ein neuer Abschnitt in ihrer Wasserspring-Karriere, sondern auch für Michelle.

Denn sie hat eben ihre obligatorische Schulzeit erfolgreich abgeschlossen und wechselt wie schon ihre Clubkollegin Vivian zuvor in das Sportgymnasium der alten Kantonsschule in Aarau.

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