Fussball
Die Chance von Petkovic auf einen perfekten Start in die WM-Qualifikation

Folgt nach dem Sieg gegen den Europameister für die Schweiz der makellose Start in die EM-Qualifikation? Eine Bestandsaufnahme vor dem Qualispiel gegen Ungarn kommenden Freitag.

Etienne Wuillemin
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Hoffentlich hat Vladimir Petkovic nächsten Freitag Grund zum lachen.

Hoffentlich hat Vladimir Petkovic nächsten Freitag Grund zum lachen.

Keystone

Das Drama ist bald zwei Jahre her. Vladimir Petkovic sitzt an einem Holztisch, mitten in der Pampa von Maribor. Es ist der Tag nach dem 0:1 gegen Slowenien. Nach der Niederlage gegen England zum Start ein weiterer Rückschlag in der EM-Qualifikation. Und ein Horrorstart für ihn selbst als Nationaltrainer. Petkovic ist um Gelassenheit bemüht. Trotz der Pleite in Slowenien spürt er damals schon: «Ja, diese Spieler verstehen mich. Sie haben ein offenes Ohr für meine Ideen.»

Der Weg bleibt harzig. Aber die Schweiz kämpft sich zurück. Schafft als Gruppenzweiter hinter England die EM-Qualifikation. Und zeigt dort erfrischende Auftritte. Das Turnier endet zwar im Achtelfinal gegen Polen. Aber erst im Penaltyschiessen. Zudem nährt die Art und Weise die Hoffnungen.

Drei Monate ist der französische Fussball-Sommer nun her. Und nun hat Petkovic – anders als vor zwei Jahren – die Chance auf einen perfekten Start in die WM-Qualifikation. Das ist ungleich wichtiger, weil sich nur der Erste direkt für die WM in Russland qualifiziert.

Der Sieg gegen Europameister Portugal (2:0) war Petkovics grösster Sieg als Schweizer Nationaltrainer. Am nächsten Freitag bietet sich die Gelegenheit, mit Ungarn einen weiteren Konkurrenten entscheidend zurückzubinden. Zumal die Magyaren auf den Färöer Inseln nicht über ein 0:0 hinauskamen.

Wenn Petkovic über den Sieg gegen Portugal nachdenkt, verfällt er nicht gleich in grenzenlose Euphorie. Er lächelt. Sagt dann: «Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling.» Diese Herangehensweise schadet bestimmt nicht.

Portugal war bereits der Gegner der Schweiz in der Qualifikation für die WM-Endrunde 2018.
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Damals gelang den Schweizer im Heimspiel ein 2:0-Sieg.
Trainer Petkovic stimmt seine Spieler auf das erste WM-Qualifikationsspiel an.
Petkovic ist sehr zufrieden mit dem Qualistart.
Schweizer Fans
Xhaka explodiert
Der portugiesische Trainer Santos ist konsterniert.
Mehmedi (18) nach seinem Tor
Zweikampfstart
Embolo jubelt nach dem Führungstreffer
Den Schweizer gelingt gegen Portugal die Überraschung.
Freudentaumel im St. Jakob-Park: Embolo und Mehmedi bringen die Schweiz in Führung.
Xhaka sieht die rote Karte und muss vom Platz.
Breel Embolo bringt die Schweiz in Führung.
Captain Lichtsteiner im Duell mit Nani.
Schweiz - Portugal
Auch SFV-Chef Peter Gillieron und Fifa-Präsident sind im St. Jakob-Park Gianni Infantino.

Portugal war bereits der Gegner der Schweiz in der Qualifikation für die WM-Endrunde 2018.

Keystone

Die Aufgabe in Ungarn wird herausfordernd genug. Zumal mit Granit Xhaka der Schweizer Chef gesperrt ist. Nach seiner ziemlich unnötigen Ampelkarte. Dass Petkovic gleichwohl auf den ehemaligen Captain Gökhan Inler verzichtet, ist trotz dessen Einsätzen bei Besiktas Istanbul völlig richtig. Das Team hat ohne Inler erfolgreich einen neuen Weg eingeschlagen.

Die Vergangenheit ist nicht mehr als eine Erinnerung. Sei es Inler. Oder Slowenien.