Martina Voss-Tecklenburg hat ihren Vertrag als Trainerin des Schweizer Frauennationalteams vorzeitig um zwei Jahre bis zum Sommer 2018 verlängert. Dies verkündeten der Verband und die 48-jährige Deutsche am Freitag in Bern.

Nur wenige Tage vor dem Start des Olympiaqualifikationsturniers in Holland von Anfang März setzten die beiden Parteien damit ein Zeichen. «Unser gemeinsamer Weg ist noch nicht zu Ende», sagt Voss-Tecklenburg. «Wir können uns noch weiter entwickeln und wir sind uns auch einig, wie wir das vorhandene Potenzial noch besser ausschöpfen wollen. Die Zusammenarbeit mit Verband und Team ist hervorragend. Deshalb war der Entscheid zur Verlängerung für mich nicht schwierig.» Nachdem weder ihr Mann noch ihre Tochter aus erster Ehe – beide leben in Deutschland – ihr Veto eingelegt hätten, sei für sie in Sachen Vertragsverlängerung gar nicht mehr die Frage «ob», sondern nur noch diejenige nach dem «wie lange» im Raum gestanden.

Die Lokomotive Voss-Tecklenburg

Auch beim Verband zeigt man sich hoch erfreut über den Entscheid der Wahl-Aargauerin: «Die Lokomotive in unserem Frauenfussball bleibt bei uns. Dass wir diese geniale Zusammenarbeit weiterführen können ist eine super Botschaft», sagt SFV-Sportdirektor Laurent Prince. Voss-Tecklenburg gilt als Baumeisterin des zuletzt erfolgreichen Schweizer Frauennationalteams. Sie hatte den Posten im Februar 2012 angetreten und das Team seither sukzessive in die europäische Spitze geführt. Im vergangenen Sommer nahm die Schweiz unter Voss-Tecklenburg erstmals an einer Weltmeisterschaft teil – wo sie im Achtelfinal knapp an Gastgeber Kanada (0:1) scheiterte und sich damit neben Holland, Norwegen und Schweden für das Olympia-Qualifikationsturnier qualifizierte. In der laufenden Qualifikationskampagne für die Europameisterschaft 2017 in Holland führen die Schweizerinnen ihre Gruppe nach der Hälfte der Spiele ohne einen einzigen Verlustpunkt souverän an.