1 Die Young Boys bangen um ihren Stürmerstar

Was ist mit Guillaume Hoarau?

Diese Frage bewegt die Young Boys und ihren Anhang, nachdem der verletzungsanfällige Stürmerstar eine knappe Viertelstunde vor dem Ende der Partie gegen Sion signalisiert hatte,er müsse ausgewechselt werden.

Hatte er sich bei der spektakulären Aktion, die ihm beinahe den zweiten Treffer an diesem Abend eingebracht hatte, den Muskel gezerrt? Ist sein Einsatz morgen im Cuphalbfinal gegen Basel gefährdet? Bis zum Sonntagabend war aus Bern keine Antwort auf diese Frage zu bekommen.

Dafür erhielt man von den Bernern die Bestätigung, dass sie sich in dieser Spielzeit eine neue Qualität angeeignet haben: den «dreckigen» Sieg. Das 1:0 gegen Sion am Samstag war ein solcher. Selbst Trainer Adi Hütter gebrauchte diesen Ausdruck. Nicht, dass viele ihrer 16 Siege dreckig gewesen wären, aber wer Meister werden will, muss eben auch mal gewinnen, wenn der Motor nicht reibungslos läuft.

In den vergangenen Jahren hätte YB eine solche Partie mit Sicherheit nicht zu seinen Gunsten entschieden. Schlusslicht Sion präsentierte sich in der Berner Kälte fast gleichwertig. Für den Unterschied sorgte einzig Hoarau mit seinem Kopftor.

Doch fällt er nun aus?

2 Xherdan Shaqiri trifft und trifft und hält Stoke am Leben

Xherdan Shaqiri ist weiterhin in bestechender Form und derzeit die Lebensversicherung von Stoke City. Mit seinem Tor in Leicester bescherte der 26-Jährige seinem Klub im Abstiegskampf einen wichtigen Auswärtspunkt. Auf der anderen Seite braucht das auf dem vorletzten Rang klassierte Stoke aber dringend Siege, will es vom Tabellenende wegkommen.

Schon im Heimspiel vor zwei Wochen gegen Brighton hatte ein Tor Shaqiris nur zu einem 1:1 gereicht. Und in Bournemouth Anfang Februar nicht mal zu einem Zähler. Am Schweizer Nationalspieler liegt es jedenfalls nicht, dass die Potters akut abstiegsgefährdet sind.

In dieser Saison schoss der Flügel in der Premier League bereits sieben Tore und gab sechs Mal den Pass zu einem Treffer. Shaqiri wirkt fit wie lange nicht und Nationalcoach Vladimir Petkovic muss nun hoffen, dass der Offensivspieler seine hervorragende Verfassung bis zur WM in Russland halten kann.

3 Torhüter Flekken jubelt und trinkt – und wird düpiert

Seit Samstag ist Goalie Mark Flekken weltberühmt. «Ich habe den Torjingle gehört und dachte, wir führen 2:0. Daraufhin habe ich mich umgedreht, um etwas zu trinken, als plötzlich der Ball bei mir ins Tor geht», sagte der 24-Jährige. Das zweite Duisburger Tor, über das er sich gefreut hatte, war annulliert worden und Ingolstadt hatte schnell weitergespielt.

Mitspieler Gerrit Nauber fing zwar den Angriff der Gäste ab und köpfelte in höchster Not und in guter Absicht den Ball zu seinem wassertrinkenden Schlussmann zurück. Doch der konnte nicht mehr rechtzeitig eingreifen. Der Niederländer konnte sich damit trösten, dass sein MSV 2:1 siegte – auch, weil er einen Penalty abgewehrt hatte. Er sagte: «Die Trinkflasche nehme ich nach Hause und verbrenne sie im Garten.»

4 Ridge Munsy entzückt im Erzgebirge

In der vorletzten Saison hatte sich Ridge Munsy mit elf Toren für den FC Thun für ein Engagement bei den Grasshoppers empfohlen. Dort allerdings konnte er sich nicht durchsetzen, und auch Murat Yakin konnte nicht wirklich viel mit dem schnellen Stürmer mit Wurzeln im Kongo anfangen.

Erzgebirge Aue dagegen schon. Im Januar wechselte Munsy in die zweite deutsche Bundesliga und hat jetzt in sechs Spielen schon zwei Tore geschossen. Am Samstag beim 2:1 gegen Kaiserslautern war er der Mann des Spiels, sein Tor eine Augenweide.

5 Fink bei Austria Wien entlassen

Es hat schon lange rumort bei den Veilchen. Der Trainer Thorsten Fink war nach einem überaus enttäuschenden Saisonverlauf immer stärker in die Kritik geraten. Die 1:2-Niederlage gegen Admira Wacker, die bereits elfte in dieser Spielzeit und die dritte in Folge, war eine zu viel.

Der 50-jährige Deutsche wurde nach zweieinhalb Jahren entlassen. Nach einem zweiten und dritten Rang in den Vorsaisons liegt die Austria nur auf Platz 7. Fink hatte in seiner Zeit in der Schweiz den FC Basel zweimal zum Meistertitel und einmal zum Cupsieg geführt.