Ein Scherbenhaufen liegt auf der Pontaise. Es sind die Meisterträume des FC Basel, die mit dem Schlusspfiff des Nachholspiels der 23. Runde endgültig zerschellten. Auch im fünften Meisterschaftsspiel im neuen Jahr vermag der FCB nicht zu überzeugen. Nachdem er sich gegen Lausanne lange schwer tut, resultiert am Ende das vierte sieglose Spiel aus fünf Begegnungen in der Rückrunde.

Der Spielverlauf: Lange nichts, dann zu wenig 

Das Spiel begann relativ schleppend, beide Teams vermochten im ersten Durchgang keine wirklichen Ausrufezeichen zu setzen. Einzig Benjamin Kolloli mit einem sehenswerten Lattentreffer per Freistoss verzückte die 3159 Zuschauer, die den Weg auf die Pontaise gefunden hatten.

Nach einer Stunde gelang dem FCB endlich, was ihm zuvor 239 Minuten lang nicht gelingen wollte: Ein Tor zu schiessen. Und dies sagt eigentlich alles über die aktuelle FCB-Krise aus, das man wissen muss. Michael Lang war es, der den Torfluch brach, nachdem Albian Ajeti den Ball zuvor exzellent für seinen aufgerückten Teamkollegen abgeschirmt hatte.

Wie beim einzigen Sieg der Basler in der Rückrunde gegen Thun, bauten sie auch in Lausanne nach dem Führungstor stark ab. Nicolas Gétaz vergab den Ausgleich gleich zweimal, bei zweiten Versuch scheiterte er gar erst an der Querlatte. Nachdem Lausanne nach diesem Zwischenhoch wieder abbaute, mochte man fast schon meinen, der FCB belohne sich für einen gemeinhin nicht schlechten und entschlossenen Auftritt mit dem lang ersehnten zweiten Rückrunden-Sieg. Doch das Fussball-Universum hatte andere Pläne. Einen Konter der Platzherren verteidigte der FCB in den Personen von Lacroix und Frei etwas gar fahrlässig, Simone Rapp nahm die Einladung an und traf in der 89. Minute zum Endstand.

Der Beste: Albian Ajeti

Der FCB zeigte in Lausanne einen kollektiv durchschnittlichen, aber nicht überragenden Auftritt. Soll ein Spieler speziell hervorgehoben werden, so ist dies am ehesten Albian Ajeti. Der junge Stürmer erhielt für einmal den Vorzug vor Ricky van Wolfswinkel und zeigte auch, warum. Mit einer enormen Laufleistung stellte sich Ajeti in den Dienst der Mannschaft und tat beim Treffer genau das, wofür er auf dem Platz steht: Er schirmte den Ball mit ganzem Körpereinsatz perfekt ab und verhalf so Lang zum Tor.

Was gab sonst noch zu reden? Konsternation bei Wicky, Streller & Co.

Wer kann es ihnen verdenken? Die FCB-Regie rund um Trainer Raphael Wicky und Sportchef Marco Streller stapfte nach der Partie erzürnt in Richtung Kabinengang. Im Interview mit dem Teleclub sagte Wicky, er habe sich zuerst einmal abregen müssen und habe sich darum zuerst einmal zurück gezogen. Logisch, wenn der FCB auch das stark kriselnde Lausanne nicht schlagen kann, brennt der Baum.


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