FC Zürich

Der FCZ ist wieder im Geschäft

FCZ-Jubel nach dem Coup.

FCZ-Jubel nach dem Coup.

Nach dem 3:2 über Villarreal sind die Chancen der Zürcher auf die Qualifikation für die Sechzehntelfinals der Europa League wieder mehr als intakt.

Als Berat Djimsiti in der 94. Minute eine Abwehraktion missglückte, gab es den letzten Aufreger im kühlen Letzigrund. Doch die Gäste aus Spanien nahmen das Geschenk nicht an, und dann pfiff der russische Schiedsrichter Vladislav Bezborodov die Partie ab. Die Zürcher rissen jubelnd die Arme hoch, sie wussten: Diesen Sieg kann uns niemand mehr nehmen.

Mit 3:2 hatte der Tabellenzweite der Super League den Achten der Primera Division geschlagen. Die Gastgeber hatten damit nicht nur den ersten Sieg in der Gruppe A in der Europa League eingefahren, sondern den Ersten überhaupt gegen eine spanische Mannschaft. Zuvor hatte der FCZ vier Mal, 1964 und 2009, gegen Real Madrid verloren und vor drei Wochen das Hinspiel in Villarreal mit 1:4.

Erster Erfolg im sechsten Anlauf

Im sechsten Anlauf hatte es also erstmals geklappt mit einem Erfolg gegen die Spanier. Doch dies allein war nicht die beste Erkenntnis des Abends. Mit den drei Punkten schob sich der FC Zürich an Apollon Limassol vorbei auf den dritten Platz und liegt nach vier von sechs Runden in der Gruppenphase noch drei Zähler hinter Villarreal und deren vier hinter Mönchengladbach zurück.

Die Deutschen hatten auf Zypern 2:0 gewonnen und damit die Führung in der Gruppe A übernommen. Vorausgesetzt, der FC Zürich gewinnt am 27. November sein Heimspiel gegen Limassol, kann er sich am 11. Dezember auf einen spannenden Trip nach Mönchengladbach freuen. Wo er, je nach Ausgang der Partie Villarreal gegen Mönchengladbach, den Einzug in die Sechzehntelfinals sogar noch aus eigener Kraft schaffen könnte.

Villarreals Trainer Marcelino Garcia hatte wieder sein «Europa-League-Team» auf den Rasen geschickt. Im Vergleich zum ersten Spiel gegen den FCZ waren erneut sieben Spieler dabei, doch nur deren drei hatten am letzten Sonntag in der Meisterschaft beim 1:3 gegen Valencia gespielt. Aber die «Gelben» zeigten sich durchaus ambitioniert, dem FCZ auch auf dessen Terrain den Meister zu zeigen.

Fünf Tore innert zehn Minuten

Sie führten nach 19 Minuten durch ein Tor von Tomas Pina 1:0 und nach 24 Minuten durch einen Treffer von Gerard Moreno 2:1. Der Stürmer hatte eine Minute zuvor noch die Latte getroffen. Es war die aufregendste Phase des gesamten Spiels. Denn auch die Zürcher liessen sich nicht lumpen. Sie trafen durch einen Kopfball von Franck Etoundi nach einer perfekten Flanke Marco Schönbächlers zum 1:1 (21.); sie glichen durch eine Freistossflanke von Oliver Buff zum 2:2 (26.) aus und sie schossen nach einer prächtigen Kombination über Buff und den 18-jährigen Rechtsverteidiger Nico Elvedi durch Captain Yassine Chikhaoui das 3:2 (29.).

Nach einer halben Stunde hatten die lediglich 8300 Zuschauer damit innert zehn Minuten bereits fünf Tore gesehen. Doch wer diesen Zwischenstand auf 90 Minuten hochgerechnet hatte und von einem 9:6-Endergebnis ausging, sah sich getäuscht. Obwohl beide Teams, vor allem aber die in der zweiten Halbzeit drängenden Gäste, noch die eine oder andere Torchance besassen, blieb es beim 3:2-Sieg der Zürcher. «Mein Team hat nach der Pause sehr gut und solidarisch verteidigt», sagte ein glücklicher Urs Meier. «Dieser Sieg zählt ganz sicher zu den schönsten als Trainer des FCZ. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft.»

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