Fussball Cup
Der FCB gewinnt im Cup-Achtelfinal gegen Tuggen souverän mit 4:1

Der Favorit aus Basel lässt in Tuggen nichts anbrennen und gewinnt mit einem komfortablen 4:1 Schlussresultat. Mit diesem Sieg holen sich die Basler das Ticket für den Cup-Viertelfinal.

Sebastian Lavoyer
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 Der Basler Jean-Paul Boetius, rechts, gegen den Tuggener Erzan Murtisi.
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 Der Basler Mohamed Elyounoussi, links, gegen den Tuggener Nico Weibel.
 Der besorgte Ausdruck vom Tuggener Trainer Adrian Allenspach ist verständlich.
 Der Basler Trainer Urs Fischer hat keinen Grund zur Sorge.
 Der Basler Birkir Bjarnason, links, gegen den Tuggener Valdet Istref.
 Der Tuggener Trainer Adrian Allenspach, links, begruesst den Basler Trainer Urs Fischer.
Cup-Achtelfinal: FC Tuggen - FC Basel

Der Basler Jean-Paul Boetius, rechts, gegen den Tuggener Erzan Murtisi.

Keystone

Es ist eine Premiere für den FCB im Cup: Erstmals müht sich der Serienmeister nicht ab, sondern zieht souverän in die nächste Runde ein. Nach zwei 1:0-Siegen in den ersten beiden Runden lässt der FCB Promotion-League-Schlusslicht Tuggen keine Chance, besiegt die Schwyzer diskussionslos mit 4:1. Und einmal mehr ist es der Holländer Jean-Paul Boëtius (22), der für Basel im Cup entscheidend ist. Mit seinen zwei Toren in der ersten Viertelstunde nimmt er dem unterklassigen Gegner gleich zu Beginn den Wind aus den Segeln. Michael Lang und Eder Balanta machen den Sack noch vor der Pause zu. Tuggen gelingt kurz vor Schluss bloss noch der Ehrentreffer.

Eigentlich rechnete man mit dem Abgang von Boëtius auf diese Saison hin. Das war mit ein Grund für die Verpflichtung von Kevin Bua (23) vom FC Zürich. Da auch Birkir Bjarnason nach einer starken EM den FCB nicht verliess, ist der FCB auf den Flügeln überbesetzt. Erstes Opfer: Jean-Paul Boëtius. Mit Ausnahme eines Kurzeinsatzes gegen Lugano im Heimspiel in der 5. Runde kam er bisher nur im Cup zum Einsatz. Der ehemalige Feyenoord-Spieler sagt nach dem Spiel zur «Nordwestschweiz»: «Ich warte auf meine Chance und wenn ich sie kriege, versuche ich sie mit beiden Händen zu packen. In all diesen Spielen war ich wichtig.»

Allerdings! Boëtius hat gegen Rapperswil das einzige Tor erzielt und gegen Zug die Ecke geschossen, die zum 1:0 führte. Jetzt gegen Tuggen stellt er die Weichen auf Sieg. Trainer Urs Fischer: «Er hat es nicht einfach. Aber es war nicht das erste Mal, dass er entscheidend war. Es ist eine Frage der Zeit, bis er auch in der Liga wieder eine Chance kriegt.» Darauf hofft der Holländer, denn die Teamkollegen würden ihm immer wieder sagen, dass er Talent habe, bloss geduldig sein müsse. Das ist er, denn er weiss: «Der Konkurrenzkampf in diesem Team ist verheerend. Aber ich bleibe positiv.»

Während Boëtius im Cup brilliert, ist es ein schwarzer Abend für Bua. Er muss schon in der 11. Minute verletzt raus. Mit grossen Erwartungen zum FCB gewechselt, musste er nach einer Knie-Operation lange auf seine erste Chance warten. Erst im Cup gegen Zug durfte er erstmals ran. Mit elf neuen Spielern in der Startelf traten die Basler damals an und mühten sich ab. Bua musste sich dann bis zum Spiel gegen Thun gedulden, ehe er die nächste Chance kriegte. Aber auch gegen Thun tat sich der FCB schwer, spielte bloss 1:1. Beim 2:2 gegen Lugano am Wochenende der nächste Bua-Einsatz, nur acht Minuten. Und jetzt also die Verletzung. Urs Fischer: „Er hat sich am Oberschenkel verletzt. Mehr kann ich noch nicht sagen.“ ​

Telegramm:

Tuggen - Basel 1:4 (0:4)

4150 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 8. Boëtius (Flanke Lang) 0:1. 18. Boëtius (Foulpenalty/Foul an Lang) 0:2. 35. Lang (Corner Zuffi) 0:3. 44. Balanta (Corner Zuffi) 0:4. 92. Shala (Stadler) 1:4.

Basel: Vailati; Lang (57. Gaber), Cümart, Balanta, Riveros; Serey Die, Zuffi; Bua (14. Bjarnason/69. Kutesa), Elyounoussi, Boëtius; Sporar.

Bemerkungen: Basel ohne Vaclik, Traoré, Delgado, Janko, Callà (geschont), Akanji (verletzt), Höegh, Fransson und Steffen (krank).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker: