Challenge League
Der FC Wil ist vorderhand gerettet: «Doch wir müssen weiterkämpfen, um jeden Franken»

Laut Klubpräsident Roger Bigger ist die Saison 2016/17 für den in finanzielle Not geratenen FC Wil in der Challenge League gerettet. Es wird vorderhand also Spiele gegen den FC Aarau, den FC Wohlen, den FC Zürich oder den FC Winterthur gegeben. Die Zukunft des Klubs ist damit aber nicht gesichert.

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Roger Bigger verkündet an der Medienkonferenz gute Nachrichten für den FC Wil.

Roger Bigger verkündet an der Medienkonferenz gute Nachrichten für den FC Wil.

Keystone

Der von finanziellen Nöten geplagte FC Wil kommt einstweilen ein bisschen zur Ruhe. Der Spielbetrieb könne ganz sicher bis Ende Saison aufrechterhalten werden, sagte Klubpräsident Roger Bigger vor den Medien.

Wils Saison 2016/17 in der Challenge League ist also gerettet. Wie Bigger bekanntgab, konnten die Finanzen des schlingernden Klubs nach dem plötzlichen Rückzug der Investoren aus der Türkei so weit stabilisiert werden, dass der Betrieb zumindest vorderhand nicht gefährdet ist. Die Januarlöhne konnten bezahlt werden.

Jeder Franken zählt

Wie es ab diesem Sommer weitergeht, ist laut Manfred Raschle von der Wiler Gönnervereinigung zwar noch nicht ganz klar. Gemäss Raschle ist jedoch ein guter Teil des Budgets von 2,5 Millionen Franken für die Saison 2017/2018 bereits gesichert. Raschle zeigte sich sogar überzeugt, dass der Verband dem FC Wil die Lizenz für die nächste Saison in erster Instanz erteilen werde.

Verwaltungsrat Maurice Weber sagte: «Wir müssen weiterkämpfen, um jeden Franken.» Der FC Wil sei angewiesen auf jeden Sponsor, egal ob klein oder gross.

Aktienmehrheit soll in der Schweiz bleiben

Für den Verein besonders wichtig: In der Zwischenzeit sind die einheimischen Macher wieder im Besitz der Aktienmehrheit der FC Wil 1900 AG. Die Aktien sollen im Rahmen der Sanierung auf die verschiedenen Geldgeber verteilt werden, sodass die Aktienmehrheit in Schweizer Händen bleiben kann.

Auf die Frage nach den Unternehmen, die sich für den FC Wil künftig engagieren, gab Roger Bigger keine konkrete Auskunft. Es sei vereinbart, keine Namen bekanntzugeben, auch nicht die einzelnen Beiträge. Er sagte allerdings so viel: «Es ist breit abgestützt.»