Schon lange vor seinem Wechsel hatte Cristiano Ronaldo mit Real Madrid geliebäugelt. Er wollte zum Grössten aller Zeiten werden und wusste, dass er dafür zu den Königlichen musste. Bereits nach der WM 2006 wollte Ronaldo nach Spanien. Und Real Madrid wollte ihn genauso sehr im Team haben. Doch aus einem Wechsel wurde nichts – vorerst.

2008 bat Ronaldo dann sogar seinen Landsmann und Assistenztrainer von Manchester United, Carlos Queiroz, um die Freigabe. Aber Alex Ferguson wollte ihn halten. Aus Trotz: Dem Trainer war eine Aussage des damaligen Real- Präsidenten Ramón Calderón sauer aufgestossen. Dieser sagte, Ronaldo würde eines Tages ja sowieso ein Königlicher werden.

Fergusons Stolz liess es nicht zu, dass der von ihm nicht gemochte Calderón Recht bekommen sollte. «Ich würde dich lieber erschiessen, als dich nach diesen Aussagen diesem Typen zu verkaufen», sagte Ferguson zu Ronaldo und rang ihm ein Gentlemen’s Agreement ab. In der mündlichen Abmachung hiess es, Ronaldo dürfe zu Real Madrid gehen, aber erst im Sommer 2009. Dieses eine Jahr müsse er es bleiben, um die Ehre Fergusons zu retten. Ronaldo stimmte zu. Für Ferguson hätte er ohnehin alles getan. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm Ferguson diese Rolle. 2009 wechselte Ronaldo nach Madrid. Präsident war nicht mehr Calderón, sondern Florentino Perez. An Letzteren hatte Ferguson kein Problem, Ronaldo zu verkaufen.