Gold-Tag
Das tut gut: Die Schweiz belegt im Medaillenspiegel den zweiten Rang

Die beiden Goldmedaillen von Dario Cologna und Sandro Viletta hievten die Schweiz heute vom sechsten auf den zweiten Rang. Ob sich dieser bis zum Ende der Spiele halten wird?

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Für Dario Cologna ist es schon die zweite Goldmedaille an diesen Olympischen Spielen

Für Dario Cologna ist es schon die zweite Goldmedaille an diesen Olympischen Spielen

Keystone

Neun bis zehn Medaillen forderte Swiss Olympic von seinen 163 Schweizer Athletinnen und Athleten im Vorfeld der Spiele von Sotschi. Die Zwischenbilanz von sieben Medaillen lässt sich sehen: Mit fünf Goldmedaillen, je einer silbernen und einer bronzenen bekleidet die Schweiz hinter der Rodelnation Deutschland derzeit Platz 2.

Allein: Heute Freitag werden noch drei Olympioniken gekürt - Schweizer werden sich aber weder in Eiskunstlauf, Aerials noch Skelethon mehr ernsthaft an den Rennen um Edelmetall beteiligen. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf den Teilnehmern der alpinen Disziplinen. Lara Gut etwa hat im Super-G der Damen bereits morgen Freitag ihre nächste Chance, nach ihrer Bronzemedaille in der Abfahrt vom Mittwoch doch noch nach Gold zu greifen.

Dario Cologna holte zwei Mal Gold
6 Bilder
Iouri Podladtchikov mit seiner Goldmedaille
Kombi-Sieger Sandro Viletta
Selina Gasparin gewinnt Silber
Keine freute sich so schön wie Dominique Gisin
Bronze gabs für Lara Gut

Dario Cologna holte zwei Mal Gold

Keystone

Holt Cologna gar eine dritte Medaille?

Zu den weiteren Schweizer Topfavoritinnen und Topfavoriten auf Edelmetall gehört zudem die Alpinboarderin Patrizia Kummer, die im Parallelslalom sowie im Riesenslalom Chancen hat. Dazu Zweierbob-Pilot Beat Hefti und der Skicross-Fahrer Alex Fiva. In der noch jungen olympischen Disziplin sind auch Mike Schmid oder Armin Niederer Anwärter auf Edelmetall. Fraglich bleibt, ob Simon Ammann reüssieren wird.

Bei seiner heute wieder bewiesenen Topform gilt aber auch Dario Cologna für den 50-Kilometer-Langlauf als ganz heisser Anwärter für Gold.

Rekordträchtiges Jahr 1988 in Calgary

So oder so: Für die Schweizer liegt noch der eine oder andere Spitzenplatz drin. Den zweiten Platz im Medaillenspiegel wird sie jedoch bis zum Ende der Spiele kaum halten können.

Bei olympischen Winterspielen holte die Schweiz übrigens bereits zweimal fünf Goldmedaillen. So 2006 in Turin und 1988 in Calgary, als die Schweiz mit 15 olympischen Medaillen die meisten in der Geschichte der Schweizer Beteiligung an Winterspielen einheimste. Bei den letzten Spielen in Vancouver gab es sogar 6 Goldmedaillen. Damit landete sie im Medaillenspiegel schlussendlich auf Rang 6.

Schweiz auf Rang 8 der ewigen Liste

Auf dem zweiten Rang nach Abschluss der Spiele war die Schweiz hingegen noch nie. 1948 in St. Moritz, 1972 in Sapporo und 1988 in Calgary landete die Schweiz mit den gewonnenen Medaillen auf Rang 3. Der absolute Tiefpunkt wurde 1964 erreicht: Bei den Spielen in Innsbruck gab es für die Schweiz keine einziges oympisches Edelmetall.

In der ewigen Rangliste bekleidet die Schweiz mit 49 Goldmedaillen, 37 silbernen und 47 bronzenen Rang 8. An der Spitze stehen Norwegen, die USA und Deutschland. (dfu)