Rio 2016
Das sind die zehn skurrilsten und witzigsten Olympia-Geschichten - von 1896 bis heute

Olympia ist immer für eine Geschichte gut. Wir haben deshalb in der Vergangenheit gewühlt und präsentieren Ihnen diese Schmankerl.

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Die olympischen Ringe vor dem IOC-Hauptquartier in Lausanne.

Die olympischen Ringe vor dem IOC-Hauptquartier in Lausanne.

Keystone

1896 in Athen...

...wurde Spyridon Louis Sieger im Lauf von Marathon nach Athen. Er profitierte davon, dass Albin Lermusiaux, der nach 20 km an der Spitze lag, und Edwin Flack, der bis kurz vor Schluss führte, aufgeben mussten, weil sie während des Rennens ausschliesslich Alkohol tranken.

1900 in Paris...

...schossen die Athleten noch auf lebende Tauben. 300 Stück wurden damals vom Himmel geholt.

1904 in St. Louis...

...wurde George Lyon Golf-Olympiasieger. Vor den Abschlägen entspannte er sich mit Handständen; die Konkurrenz irritierte er bei deren Schlägen, indem er Lieder sang und Witze erzählte. Zur Siegerehrung ging Lyon auf Händen. 1908 reiste er dann vergebens über den
Atlantik zur Titelverteidigung nach London. Er hatte nicht mitbekommen, dass Golf aus dem Programm gekippt worden war.

Der Golfer George Lyon reiste 1908 vergebens nach London.

Der Golfer George Lyon reiste 1908 vergebens nach London.

HO

1912 in Stockholm...

...liess sich der Japaner Kanaguri Shiso während eines Marathonlaufs von einer im Garten picknickenden Familie zu einer Zwischenverpflegung einladen. Nach dem Imbiss überfiel den Läufer die Müdigkeit, als Folge dessen machte Kanaguri Shiso ein Nickerchen – und schlief durch bis zum nächsten Morgen. Aus Peinlichkeit, weil der Lauf längst zu Ende war, verliess er heimlich das Land, was Shiso zur Legende werden liess. So kehrte er viel später doch noch Stockholm zurück und beendete den Marathon 54 Jahre, acht Monate, sechs Tage, 32 Minuten und 20,3 Sekunden nach seinem Start.

1920 in Antwerpen...

...waren die Wassertemperaturen für die italienischen Wasserballer zu kühl. Einzig der Team-Captain getraute sich ins Becken und stellte sich allein der schwedischen Mannschaft. Beim Stand von 0:7 gab er letztlich auf.

1932 in Los Angeles...

...gab Brasilien seinen Sportlern Kaffeebohnen mit, die von den Athleten verkauft werden mussten, um die Mannschaft zu finanzieren.

1976 in Montreal...

...glaubte Ringer Lloyd Keaser nach fünf Siegen, er könne bei einem gewonnenen Punkt (erfolgreicher Griff) so hoch verlieren wie nur möglich und trotzdem Gold gewinnen. Er tat dies denn auch mit Absicht und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht mit 1:12. Keaser und
die amerikanische Ringer-Delegation hatten sich aber verrechnet. Dem Ringer blieb nur Silber.

Lloyd Keaser holte nur Silber.

Lloyd Keaser holte nur Silber.

HO

1980 in Moskau...

...fehlten wegen des Afghanistan-Krieges über 60 Nationen. Das Niveau in einigen Sportarten war unsäglich schwach. Im Springreiten waren die Teilnehmer wahrlich nicht olympiareif. Nach fast jedem Reiter musste der gesamte Parcours neu aufgebaut werden.

1992 in Barcelona...

...verhinderte ein Müllbeutel den Goldmedaillen-Gewinn von Michael Gebhardts. Der Müllbeutel verhakte sich unglücklich am Surfbrett des Amerikaners und beeinträchtigte dessen bis dato goldwürdigen Wellenritt so schwer, dass es nichts mit dem Triumph wurde.

2000 in Sydney...

...legte Judoka Debbie Allan bei der Wägezeremonie einen Striptease hin. Weil die Waage immer noch zu viel anzeigte, riss sich die Europameisterin in der 52-kg-Klasse aus Verzweiflung auch noch die Unterwäsche vom Leib, nachdem sie schon ihre langen Haare abgeschnitten und drei Stunden lang geschwitzt hatte. Alles half nichts: 50 Gramm zu viel bedeuteten das Olympia-Aus. (SDA/CST)

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