Doping
Das sind die besten Ausreden der Doping-Sünder

Der Radsport hat einen neuen Doping-Skandal: Bei Tour de France Sieger Alberto Contador fiel der Test positiv aus. Der Spanier selbst weist die Vorwürfe von sich und beteuert seine Unschuld - mit einer ungewöhnlichen Begründung.

Vasilije Mustur
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Das sind die Ausreden der Doping-Sünder
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 Der Sprinter Justin Gatlin wurde 2001 positiv getestet. Seine Ausrede: Der Masseur habe ihm die Beine mit einer testosteronhaltigen Salbe «positiv massiert». Diese Aussage nützte ihm allerdings nichts. Gatlin wurde gesperrt.
 Lance Armstrong: Im Blut des siebenfachen Tour de France Champions fanden die Fahnder Kortikoide. Der US-Amerikaner führte diese Werte auf eine Salbe zurück. Mit dieser Salbe habe er sich seinen Hintern eingerieben.
 100-m-Olympiasieger und Weltmeister im Hürdenlauf wurde 1999 des Dopings überführt. Die Fahnder fanden Nadrolon im Blut. Seine Ausrede: «Ich habe nur Avocados gegessen.»
 Kreativ war auch Rad-Profi Jan Ullrich: Der Deutsche wurde 2002 positiv auf auf Amphetamine getestet. Der Deutsche beteuerte seine Unschuld. In einer Disco liess er sich offenbar zwei Pillen andrehen - am nächsten Tag kam es dann zur Kontrolle.
 Der Olympiasieger von Barcelona wurde 1999 positiv auf Nandrolon getestet. Dies fand man in einer von ihm benutzten Zahnpasta. Dieter Baumann wies die Vorwürfe des Dopings vehement von sich. Der Grund: Baumann behauptet, dass ihm jemand die Substanz in die Zahnpasta getan habe. Deshalb erstattete der Leichtathlet Strafanzeige gegen Unbekannt wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Der angebliche Täter wurde nie gefunden.
 Er spielte mit den Fahndern: "Catch me - if you can." Michael Rasmussen blieb auch in einer Kontrolle hängen. Der Däne hatte den Dopingkontrolleuren entgegen seiner Verpflichtung als professioneller Radrennfahrer mehrere Male seine Trainingsorte verschwiegen. Mitte 2007 muss Arbeitgeber Radobank den Radprofi von der Tour de France ausschliessen.
 Der italienische Fahrer Dario Frigo steht für Doping. Bei einer Razzia wurden Arzneimittel in seiner Tasche gefunden. Das heisse aber noch lange nicht, dass er die Mittel eingenommen habe. «Ich habe die Medikamente nie benutzt.»
 Die Dopingfahnder fanden 2002 beim belgischen Radprofi in seinem Haus das Asthmamittel Clenbuterol. Der Radprofi sagt aus, dass dieses Mittel für seinen Hund sei. «Er ist Asthmatiker» lautete die Begründung damals. Vandenbroucke starb am 12. Oktober 2009 im Alter von 34 Jahren. Während seines Urlaubs in einem Hotel im Senegal wurde er tot aufgefunden. Bei der Autopsie der Leiche wurde eine Lungenembolie, ein Herzfehler und jahrelanger Drogenkonsum festgestellt.
 Das jüngste "Opfer". Der dreifache Tour-de-France-Gewinner Alberto Contador macht ein gedoptes Rind für den Nachweis von Clenbuterol verantwortlich.
 Tayler Hamilton. Jahrelang kämpft der Profi für seine Unschuld. Neuste Ausrede für den Doping-Test. Sein verstorbener Zwillings-Bruder soll schuld sein. Als der Zeitfahr-Olympiasieger des Blutdopings überführt wurde, gab er zu Protokoll: «Ich bin ein Mischwesen, die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert.»
 Ivonne Kraft. Die Deutsche Mountainbike-Fahrerin fanden die Kontrolleure einen erhöhten Fenoterol-Wert. Für die Radfahrerin nichts Aussergewöhnliches: Der Asthma-Inhalator der Mutter sei in ihrer Gegenwart explodiert. «Vor Schreck habe ich ‹huch› gesagt und wohl versehentlich inhaliert.»

Das sind die Ausreden der Doping-Sünder

Keystone

Neben dem spanischen Radprofi begründeten andere Spitzensportler den positiven Doping-Test mit äusserst kreativen Begründung. Aargauerzeitung.ch zeigt, wie diese lauteten (siehe Bildergalerie).