HC Ambri-Piotta

Das Ausländer-Quintett des HC Ambri-Piotta:  Matt D' Agostini, Cory Emmerton, Mikko Maeenpaeae, Janne Pesonen und Adam Hall, von links, posieren vor der Vorsaison-Medienkonferenz des Eishockeyclubs HC Ambri-Piotta am Donnerstag, 1. September 2016 in Locarno.

Das Ausländer-Quintett des HC Ambri-Piotta: Matt D' Agostini, Cory Emmerton, Mikko Maeenpaeae, Janne Pesonen und Adam Hall, von links, posieren vor der Vorsaison-Medienkonferenz des Eishockeyclubs HC Ambri-Piotta am Donnerstag, 1. September 2016 in Locarno.

Mit Ambri-Piotta muss man in dieser Saison rechnen. Torhüter und vor allem die Verteidigung sind zwar immer noch maximal durchschnittlich besetzt. Aber in der Offensive haben die Leventiner mächtig zugelegt. D’Agostini, Pesonen und Guggisberg verleihen dem Team viel Feuerkraft. Selbst der Abgang von «Dorfkönig» Inti Pestoni (zu den ZSC Lions) lässt sich so verkraften. Zumal mit Lukas Lhotak und Jason Fuchs auch die Jungen nach oben streben. Lässt Trainer Hans Kossmann seine Jungs von der defensiven Leine, dann liegen die Playoffs drin. Tipp: Platz 8

SC Bern

Berns Headcoach Kari Jalonen beim zweiten Eistraining der neuen Saison

Berns Headcoach Kari Jalonen beim zweiten Eistraining der neuen Saison

In der letzten Saison spielte der SCB bei seinen Fans auf der ganzen Klaviatur der Emotionen – von den tiefsten Moll-Tönen bis zu jubilierenden Dur-Klängen. Vom Strichkampf mit der Playoff-Quali in extremis bis hin zum Gewinn des Meistertitels wurden alle Höhen und Tiefen des psychologischen Spektrums abgedeckt. Mit einem neuen Trainer und einer weiter verstärkten Mannschaft sollten zumindest die sportlichen Sorgen der Vergangenheit angehören. Ein erneuter Titelkandidat sind die Berner mit dieser Equipe selbstredend sowieso. Tipp: Platz 2

EHC Biel

Aus der NHL nach Biel: Jonas Hiller

Aus der NHL nach Biel: Jonas Hiller

Nach einer Saison zum Vergessen herrscht im Seeland Aufbruchstimmung. Mit Jonas Hiller wurde ein Stargoalie aus der NHL verpflichtet, auf der Ausländerposition wurde Geld in Qualität investiert und mit Jacob Micflikier ein altbekannter Goalgetter zurückgeholt. Noch fehlt den Bielern aber die Tiefe im Kader, um ein sorgenfreies Leben führen zu können. Was wiederum für Trainer Kevin Schläpfer ein Problem werden könnte. Nach dem unsäglichen Theater um seine Person im vergangenen Jahr steht er vor einer Bewährungsprobe. Besteht er sie? Tipp: Platz 11

HC Davos

Joren van Pottelberghe kämpft um den Platz im Tor des HCD.

Joren van Pottelberghe kämpft um den Platz im Tor des HCD.

Mit dem Abgang von Leonardo Genoni ist beim HCD mal wieder ein Goalie-Zyklus zu Ende gegangen. Wie schon nach den Abgängen von Lars Weibel oder von Jonas Hiller stellt sich beim Rekordmeister die Frage, ob es auch mit den neuen Torhütern ein (Goalie-)Leben gibt. Klar ist: In der Verteidigung und im Sturm ist der HCD stark besetzt. Wenn die neuen, jungen Schlussmänner ihren Job wie ihre Vorgänger machen, ist die Del-Curto-Truppe ein Meisterkandidat. Wenn nicht, kann das erstmalige Verpassen der Playoffs nicht ausgeschlossen werden. Tipp: Platz 6

Fribourg-Gottéron

Fribourgs Neuzugang Anton Gustafsson (r.) war in der Champions League bereits im Einsatz.

Fribourgs Neuzugang Anton Gustafsson (r.) war in der Champions League bereits im Einsatz.

Der Optimismus in Freiburg ist wieder mal grenzenlos. Sportchef Christian Dubé
ist derart begeistert von der von ihm nach Wunsch zusammengestellten Mannschaft, dass er die Ziele ganz weit oben ansetzt. «The sky’s the limit» lautet sein Motto. Ein Blick auf das Team ruft andere Limiten in Erinnerung. Besonders die renovierte Abwehr wirkt eher suspekt als vertrauenserweckend. Immerhin: Mit Roman Cervenka wurde einer der besten Söldner auf Schweizer Eis eingekauft. Ob das reicht, um eine böse Überraschung zu verhindern? Tipp: Platz 9

Servette Genf

Servette-Coach Chris McSorley posiert mit seinem neuen Captain Jim Slater (r.).

Servette-Coach Chris McSorley posiert mit seinem neuen Captain Jim Slater (r.).

Es war schon fast merkwürdig ruhig in Genf in diesem Sommer. Servette-Zampano Chris McSorley agierte auf dem Transfermarkt erstaunlich defensiv und besorgte sich seine Verstärkungen ausschliesslich in Übersee. Grund für massive Änderungen hatte der Kanadier allerdings nicht. Die Servettiens verfügen über eine eingespielte Truppe, die für jeden Gegner sehr unangenehm sein kann. Für den so ersehnten Meistertitel dürfte es auch diese Saison nicht reichen, für die problemlose Playoff-Qualifikation aber allemal. Tipp: Platz 4

EHC Kloten

Der neue Kloten-Trainer Pekka Tirkkonen beim ersten Training

Der neue Kloten-Trainer Pekka Tirkkonen beim ersten Training

Nachdem man im Sommer die existenzbedrohende Krise überwunden hatte, ging es in Kloten primär darum, einen Aderlass der Mannschaft zu verhindern. Das Team wurde ordentlich entschlackt, aber ohne allzu grossen Substanzverlust. Mit Pekka Tirkkonen holte man einen Mann aus Finnland an die Bande, der es versteht, aus seinen Teams das Optimum herauszuholen. Ob das reicht, um die Playoffs zu erreichen, muss man anzweifeln. Der EHC Kloten wird ein unangenehmer Gegner sein, aber das Eis dann doch mehrheitlich als Verlierer verlassen. Tipp: Platz 10

SCL Tigers

Tigers Headcoach Scott Beattie

Tigers Headcoach Scott Beattie

Für die Langnauer ist es nach wie vor schwierig, auf dem Transfermarkt gewichtige Verstärkungen zu holen. Pascal Berger ist ein guter Transfer, doch ein Blick auf das Kader sorgt immer noch für zu viele Fragezeichen. Das Goalieduo ist ungenügend, die Verteidigung zu leichtgewichtig und der Sturm zu inkonstant. Dazu kommt mit Scott Beattie ein Trainer an der Bande, der auch mal für eine böse Überraschung gut ist. Kurz: die Langnauer müssen froh sein, wenn sie auch in der Saison 17/18 noch in der NLA mitspielen dürfen. Um mehr geht es nicht. Tipp: Platz 12

HC Lausanne

Daniel Ratushny ist neuer Headcoach in Lausanne.

Daniel Ratushny ist neuer Headcoach in Lausanne.

Viel wurde diskutiert über die Absetzung von Trainer Heinz Ehlers. Der Abgang des dänischen Akribikers, der seine mässig talentierte Mannschaft mit Disziplin und Organisation konkurrenzfähig machte, warf viele Fragen auf. Doch das Risiko der Waadtländer könnte sich auszahlen. Mit Dan Ratushny holten sie für Ehlers einen sehr guten Trainer an die Bande, der ausserdem mit neuem Spielermaterial arbeiten darf. Jonas Junland und Dustin Jeffrey gehören zu den besseren NLA-Ausländern. Lausanne wird den Sprung in die Playoffs schaffen. Tipp: Platz 7

HC Lugano

Der neue Lugano-Spieler Dario Bürgler beim ersten Eistraining des HC Lugano

Der neue Lugano-Spieler Dario Bürgler beim ersten Eistraining des HC Lugano

Im Playoff-Final gegen den SCB zogen die Bianconeri im April den Kürzeren. Doch die Mannschaft von Trainer Doug Shedden ist nach Jahren der Erfolglosigkeit auf den Geschmack gekommen. Der Abgang von Goalgetter Fredrik Pettersson schmerzt, aber im Sturm legte man vor allem punkto Breite zu. Lugano wird noch unberechenbarer sein. Mit Elvis Merzlikins verfügt das Team über einen der besten Torhüter des Landes. Die Mischung könnte so gut stimmen, dass die Luganesi am Ende der Saison den Meisterpokal in die Höhe stemmen dürfen. Tipp: Platz 3

ZSC Lions

Die Schweden Hans Wallson (l.) und Lars Johansson (r.) sind das neue Trainerduo der ZSC Lions.

Die Schweden Hans Wallson (l.) und Lars Johansson (r.) sind das neue Trainerduo der ZSC Lions.

Wenn die Stürmer Nummer 13, 14 und 15 Chris Baltisberger, Reto Schäppi oder Mike Künzle heissen könnten, dann weiss man, dass in dieser Mannschaft ein schon fast perverses Überangebot an Topspielern herrscht. Das neue schwedische Trainerduo hat personell unglaublich viele Möglichkeiten. Man darf davon ausgehen, dass die Zürcher die Lehren aus dem letztjährigen Playoff-Debakel gegen Bern gezogen haben. Der Meistertitel
wird über die Lions führen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit werden sie ihn aber selber holen. Tipp: Platz 1

EV Zug

Neu beim EV Zug: Dave McIntyre (l.) und Carl Klingberg.

Neu beim EV Zug: Dave McIntyre (l.) und Carl Klingberg.

Wird aus der Wohlfühloase Zug endlich eine GewinnerOrganisation? Das ist die grosse Frage. Die letzte Saison war mit dem sang- und klanglosen Viertelfinal-Out gegen Lugano ein Debakel. Mit Raphael Diaz kommt ein grosser Hoffnungsträger zurück. Bleibt die Frage, ob der zurückhaltende Harold Kreis der richtige Trainer ist, um dem gut entlöhnten EVZ-Personal Beine zu machen? Zweifel sind angebracht. Der erhoffte Sprung ganz an die Spitze dürfte auch in dieser Saison auf sich warten lassen – obwohl das Potenzial durchaus vorhanden wäre. Tipp: Platz 5