Fabian Cancellara fragt Giulia Steingruber: «Wie schlägst du während der Weihnachtszeit über die Stränge?»

Giulia Steingruber: «Wenn, dann ist es nicht geplant (lacht). Es wird wahrscheinlich alles in Massen ablaufen, wie immer. Am 24. Dezember bin ich aus den Ferien von Australien und den Fidschi-Inseln nach Hause gekommen. Sechs Wochen Ferien – da hat es schon die eine oder andere Gelegenheit gegeben, um über die Stränge zu schlagen (lacht).»

Giulia Steingruber mit ihrem Trainer Zoltan Jordanov.

Giulia Steingruber mit ihrem Trainer Zoltan Jordanov.

Giulia Steingruber fragt Yann Sommer: «Warum erinnert sich die Schweiz in 30 Jahren an dich?»

Yann Sommer: «Hoffentlich, weil ich ein ziemlich guter Goalie war. Wobei: Bis dahin gibt es bestimmt viele neue interessante Gesichter, dann muss sich niemand mehr an mich erinnern.»

Yann Sommer

Yann Sommer

Yann Sommer fragt Matthias Glarner: «Was geht in dir vor, wenn du im Sägemehl stehst, 60 Sekunden vor dem entscheidenden Kampf?»

Matthias Glarner: «Ab diesem Moment beginnt bei mir die Bilder-Phase. Heisst: Vor meinem inneren Auge gehe ich den bevorstehenden Kampf durch. Ich stelle mir vor, welche Schwünge ich beim Gegner anwende und wie ich ihn bodigen werde. Das gibt mir einen letzten Zwick Selbstvertrauen.»

Schwingerkönig Matthias Glarner.

Schwingerkönig Matthias Glarner.

Matthias Glarner fragt Mujinga Kambundji: «Welche Probleme kennen nur Sportler?»

Mujinga Kambundji: «Dass man, wenn die Kollegen fragen, ob man Zeit hat, oft mit der Begründung: ‹Nein, ich habe Training›, absagen muss. Das wollen die dann nicht so ganz verstehen. So nach dem Motto: ‹Lass es doch heute mal ausfallen.›»

Die schnellste Schweizerin: Mujinga Kambundji.

Die schnellste Schweizerin: Mujinga Kambundji.

Mujinga Kambundji fragt Dario Cologna: «Worauf würdest du nie im Leben verzichten?»

Dario Cologna: «Ich möchte nie auf Sport in den heimischen Bergen verzichten. Ich kann mich am besten erholen, wenn ich zu Hause bin und mich in den Bergen bewegen kann. Das gibt mir Kraft für neue Herausforderungen.»

Der Schweizer Langlauf-Star Dario Cologna.

Der Schweizer Langlauf-Star Dario Cologna.

Dario Cologna fragt Tom Lüthi: «In welchem Alter ist ein Töffpilot auf seinem Leistungsmaximum? Und weisst du schon was du nach deiner Aktivkarriere machen willst?»

Tom Lüthi: «Ich denke, es gibt kein optimales Alter für das Leistungsmaximum im Töffsport. Das Wichtigste ist die mentale Fitness. Und natürlich muss man von grossen Verletzungen verschont bleiben. Ich würde gerne noch einige Jahre im Sport bleiben. Was danach kommt, ist noch nicht ganz klar. Aber ich habe meine geheimen Ideen und Vorstellungen (lacht).»

Moto-Profi Tom Lüthi.

Moto-Profi Tom Lüthi.

Tom Lüthi fragt Daniela Ryf: «Wie lange dauert die Vorbereitung auf einen Grossevent wie den Ironman?»

Daniela Ryf: «Die Vorbereitung auf Hawaii fängt im November an, also elf Monate vor dem Anlass. Das Überwintern wird durch einige Trainingslager in Gran Canaria, wo wir an der Grundfitness feilen, vereinfacht. Danach bestreite ich Anfang Mai erste Rennen, die als Formcheck und Formausbau dienen. Dann folgt der intensivere Block bis Juni, wo ich die Intensität steigere. Von Juni bis Ende August ist Höhentrainingslager angesagt. Schliesslich steht ein Hitzecamp im September an, wo ich meinen Körper während rund vier Wochen auf die Hitze trimme.»

Nach dem Ironman-Sieg die Erleichterung: Daniela Ryf.

Nach dem Ironman-Sieg die Erleichterung: Daniela Ryf.

Daniela Ryf fragt Patrick Küng: «Wie lange kannst du in der Hocke bleiben, bis dir die Beine abfallen?»

Patrick Küng: «Ich denke, etwa zwei Minuten und 30 Sekunden, also so lange, wie die Abfahrt in Wengen dauert. Länger schaffe ich es nicht. Wobei ich schon zwei Minuten ziemlich anstrengend finde.»

Abfahrtsweltmeister Patrick Küng.

Abfahrtsweltmeister Patrick Küng.

Patrick Küng fragt Jolanda Neff: «An den Olympischen Spielen hast du farbige Unterwäsche getragen. Tust du das immer? Und wenn ja: aus Aberglaube?»

Jolanda Neff: «Also farbige Unterhosen trage ich schon mal nicht, weil Velofahrer nie Unterwäsche tragen während des Rennens. Das fällt also weg. Aber du hast das gut beobachtet, ich trage tatsächlich einen hellblauen BH unter dem Renndress – und zwar immer denselben von Calvin Klein. Aber nicht aus Aberglauben, sondern einfach, weil er ziemlich bequem ist. Und hellblau ist meine Lieblingsfarbe.»

Mountainbikerin Jolanda Neff.

Mountainbikerin Jolanda Neff.

Jolanda Neff fragt Simon Ammann: «Was war dein schönster Flug?»

Simon Ammann: «Den schönsten Flug herauszusuchen, ist für mich fast unmöglich. Derjenige in Vancouver zum dritten Olympia-Gold ist einer, der mir enorm gefallen hat. Nebenbei bin ich ja auch Privatpilot und dort war mein erster Solo-Flug doch auch sehr eindrücklich. Zudem durfte ich einmal im Breitling-Jet mitfliegen, das war ebenfalls ganz genial.»

Simon Ammann beim Skispringen in Engelberg.

Simon Ammann beim Skispringen in Engelberg.

Simon Ammann fragt Petra Klingler: «Sportklettern wird bald olympisch. War es schon lange einer deiner Träume, in deiner Sportart um eine olympische Goldmedaille zu kämpfen?»

Petra Klingler: «Eigentlich habe ich mich schon sehr lange damit abgefunden, dass Sportklettern nie olympisch wird. Und nun ist plötzlich alles so schnell gegangen. Es ist ein tief schlummernder Traum, der wahr werden könnte. Als kurz vor Rio klar war, dass wir in vier Jahren auch dabei sein können, hat das in mir einiges ausgelöst. Ich habe die Siegerehrungen anders geschaut, ein bisschen emotionaler. Und plötzlich fasst man Gedanken wie: ‹Wow, das könnte ich vielleicht in vier Jahren auch erleben.›»

Sportklettererin Petra Klingler.

Sportklettererin Petra Klingler.

Petra Klingler fragt Joana Heidrich: «Wie gehst du mit Niederlagen um?»

Joana Heidrich: «Das ist nicht so einfach für mich. Niederlagen sind für mich eine grosse Herausforderung. Weil mich Niederlagen leider häufig sehr mitnehmen. Die Erfahrung über die Jahre hilft. Und ich habe auch erkannt, dass ich aus Niederlagen viel mehr lernen kann als aus Siegen. Deshalb gelingt es mir mittlerweile, den Blick häufiger vorwärts zu richten. Das Thema ‹Niederlagen› ist grundsätzlich ein heikles. Denn ich finde, es gibt in der Schweiz einige Sportler und Sportlerinnen, die Niederlagen etwas zu locker nehmen. Mir würde diese Einstellung jedenfalls manchmal helfen (lacht).»

Joana Heidrich (rechts) mit ihrer Partnerin Nadine Zumkehr in Rio.

Joana Heidrich (rechts) mit ihrer Partnerin Nadine Zumkehr in Rio.

Joana Heidrich fragt Sébastien Buemi: «Wie kommt man zum Motorsport?»

Sébastien Buemi: «Der Einstieg in den Motorsport erfolgt mit 4 oder 5 Jahren über den Kart-Sport. Danach arbeitet man sich Stufe um Stufe nach oben. Mit 15 Jahren braucht man dann einen Geldgeber, der einen finanziell unterstützt. Sonst wird es schwierig. Ich hatte das Glück, dass mich Red Bull unter Vertrag nahm und meine Entwicklung förderte.»

Formel-E-Fahrer Sébastien Buemi.

Formel-E-Fahrer Sébastien Buemi.

Sébastien Buemi fragt Nino Schurter: «Wie sieht das Training eines Mountainbikers aus?»

Nino Schurter: «Ich habe das Glück, im schönen Bündnerland zu wohnen, da gibt es viele wunderbare, anspruchsvolle Bike-Wege. Da ist dann jedes Training auch ein Techniktraining. Komme ich an eine schwierige Passage, probiere ich diese meist mehrmals. Schön an meiner Sportart ist die Vielfältigkeit. Als Mountainbiker muss man alles können, Kraft, Ausdauer, wie auch Technik. Es reicht nicht, einfach eine Stunde möglichst schnell den Berg hochzufahren. Im Winter bin ich zum Beispiel häufig auf Langlauf-Ski, da brauche ich einen starken Kreislauf, es ist ein tolles Ausdauertraining und auch die Balance wird gefördert. Ab und an kann auch eine Skitour helfen. Dreimal pro Woche bin ich überdies im Kraftraum.»

Nino Schurter präsentiert seine Goldmedaille von Rio.

Nino Schurter präsentiert seine Goldmedaille von Rio.

Nino Schurter fragt Iouri Podlatchikov: «Wie bereitest du dich mental auf einen wichtigen Run vor? In einer Minute muss alles passen und es gibt keinen Spielraum, um kleine Fehler auszubessern.»

Iouri Podlatchikov: «Ich bewege alle Gelenke und Muskeln durch, konzentriere mich hauptsächlich auf mein Körpergefühl. Dann richte ich alles, schaue, dass meine Ausrüstung sitzt. Danach gehe ich den Lauf kurz im Kopf durch. An den Stellen, an denen ich aufpassen muss, setze ich ein Ausrufezeichen. Es kommt immer wieder vor, dass ich etwas anpasse, kleine Veränderungen je nach Bedingungen und Zustand der Pipe. Auch diese markiere ich mental. Dann atme ich ein paar Mal tief durch und fahre los. Ab diesem Zeitpunkt läuft alles instinktiv.»

Snowboard-Star Iouri Podladtchikov.

Snowboard-Star Iouri Podladtchikov.

Iouri Podladtchikov fragt Belinda Bencic: «Mit wem würdest du gerne mittagessen, den du noch nicht kennst?»

Belinda Bencic: «Ich würde gerne mit Beyoncé Sushi essen. Sie ist nicht nur eine Sängerin und ein Superstar, sondern eine riesige Inspiration für sehr viele Frauen und Mädchen. Ich würde sie fragen, ob sie mir beibringen kann, so gut zu tanzen, wie sie es kann.»

Belinda Bencic hat ein schwieriges Tennis-Jahr hinter sich.

Belinda Bencic hat ein schwieriges Tennis-Jahr hinter sich.

Belinda Bencic fragt Lara Gut: «Wenn du in der Zeit reisen könntest, würdest du lieber die Vergangenheit ändern oder die Zukunft sehen können?»

Lara Gut: «Eigentlich schaue ich lieber zurück. Aber nicht, um Dinge zu ändern. Sondern, um Dinge noch einmal zu erleben. Denn das Leben bietet so viele tolle Erlebnisse, da würde ich schon gerne einiges ein zweites Mal erleben. Was die Zukunft betrifft: Es ist doch viel spannender, nicht zu wissen, was passiert.»

Ski-Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut.

Ski-Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut.

Lara Gut fragt Mathias Seger: «Ist es für dich einfacher, mit dem Klub gegen einen Nati-Kollegen zu spielen, weil du ihn und seine Tricks schon kennst aus gemeinsamen Spielen mit der Schweiz? Oder schwieriger, weil du ihn als guten Kollegen schätzt?»

Mathias Seger: «Es ist eher schwieriger. Ich kenne so viele Spieler aus der Nationalmannschaft und habe deshalb zu vielen eine gute Beziehung, aber ich muss auf dem Eis dann trotzdem hart gegen sie spielen. Aber letztlich ist das auch das Schöne am Eishockey: Man klopft sich gegenseitig auf die Finger. Aber nach den Spielen ist es dann auch wieder gut.»

Die lebende Legende der ZSC Lions: Mathias Seger.

Die lebende Legende der ZSC Lions: Mathias Seger.

Mathias Seger fragt Nicola Spirig: «Wird es ein Mädchen oder ein Junge?»

Nicola Spirig: «Kurz vor Weihnachten hatten wir den Ultraschall, auf dem wir es erkannt haben. Wir wollten es unbedingt wissen. Das war für uns das schönste Weihnachtsgeschenk. Was es wird, behalten wir aber für uns.»

Triathletin Nicola Spirig erwartet Familienzuwachs.

Triathletin Nicola Spirig erwartet Familienzuwachs.

Nicola Spirig fragt Fabian Cancellara: «Du hast deine Sportkarriere nach Rio beendet. Jetzt habe ich aber gehört, dass du mit Krafttraining für die Arme begonnen hast. Ist das die Vorbereitung für deine nächste sportliche Herausforderung - einen Triathlon?

Fabian Cancellara: «Ich bestreite im nächsten Herbst tatsächlich einen Mini-Triathlon. Ich habe nicht nur damit begonnen, mehr zu joggen, sondern mache auch jeden Tag Liegestütze, damit ich für die Schwimmstrecke parat bin. Das ist, wie du mir ja schon erklärt hast, der härteste Part. Für mich steht aber nicht die Zeit, sondern die Kontinuität des Trainings, im Mittelpunkt.»

Fabian Cancellara erlebte ein ereignisreiches Jahr 2016. Olympia-Gold und Rücktritt inklusive.

Fabian Cancellara erlebte ein ereignisreiches Jahr 2016. Olympia-Gold und Rücktritt inklusive.