Das Schweizer Abschlusstraining vor dem Viertelfinal gegen Schweden wurde geprägt von einem Fehlalarm in der AccorHotels-Arena. Gegen Ende der Übungseinheit verdunkelte sich das Licht in der Halle plötzlich und eine ohrenbetäubende Sirene plagte die Trommelfelle der Spieler auf dem Eis und der Journalisten auf der Tribüne. Das ganze Spektakel, welches etwa fünf Minuten dauerte, erwies sich schliesslich als Fehlalarm. Nationaltrainer Patrick Fischer hatte für den Zwischenfall nur ein Lächeln übrig. «Ich dachte zuerst, das Training ist fertig. Das einzige Problem war aber, dass die Spieler unsere Pfiffe nicht mehr gehört haben.»

Der Fehlalarm im Abschlusstraining:

Abschlusstraining Schweizer Eishockey Nationalmannschaft 17.05.2017

Im Hinblick auf das Schweden-Spiel waren vor allem die personellen Entscheidungen im Schweizer Team von Interesse. Im Tor wird natürlich Leonardo Genoni stehen. In der Verteidigung dürfte Philippe Furrer nach seiner verletzungsbedingten Pause sein Comeback geben. «Es sieht gut aus. Er hat sich okay gefühlt im Training», so Fischer. Im Training nicht dabei war Ramon Untersander, der immer noch angeschlagen ist. Sein Einsatz morgen ist ebenso ungewiss wie jener von Tanner Richard, der sich im Spiel gegen Tschechien eine Kopfverletzung zuzog. 

Während Richard also gegen Schweden überzählig sein dürfte, wird Damien Brunner voraussichtlich nur als 13. Stürmer zum Einsatz kommen. Der Lugano-Stürmer trainierte im schwarzen Leibchen. Der designierte Goalgetter, der gegen Tschechien endlich sein erstes Tor an diesem Turnier aus dem Spiel heraus erzielt hat, nur in einer Nebenrolle? Fischer begründete diesen überraschenden Personalentscheid damit, dass er Stürmer brauche, die sowohl gegen vorne als auch gegen hinten «top arbeiten.» Manchmal müsse man eben harte Entscheidungen treffen, so der Nationaltrainer. «Aber für uns ist es die Richtige.»