Sperre für Lara Gut
Darum sperrt Swiss Ski Lara Gut

Sie lässt sich wenig sagen: Drei Gründe gibt es, weshalb Swiss Ski die schöne Blonde sperrt. Einer davon: Sie fuhr ihrem Chef an den Karren.

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Lara Gut vor ihrem Comeback

Lara Gut vor ihrem Comeback

Keystone

Der «Blick» kennt die Gründe für Lara Guts «No Go».Als weiteren Grund für die «ausgesprochene Massnahme» nennt Beisel respektloses Verhalten ihm gegenüber. Der Hintergrund: Gut wollte bei der «Anhörung» früher als geplant gehen. Zudem wurde moniert, dass sich Lara - trotz mündlicher Ermahnung - nicht an die Kleidervorschriften gehalten habe. «Swiss-Ski» spricht aber nicht etwa eine Geldstrafe aus, sondern sperrt die Tessinerin überraschend für die Weltcuprennen in Semmering Ende Dezember dieses Jahres. Mit Geldstrafen habe man schlechte Erfahrungen gemacht, sagte Urs Lehmann, Präsident von «Swiss Ski».

In einem Interview mit «SonntagsBlick» vom 12. Dezember sagt Lara Gut folgendes:

SonntagsBlick: Lara Gut, warum kam es damals zur Trennung mit Pini?
Wir waren vier Tage zusammen in Vancouver. Das war im April 2009. Fünf Minuten bevor ich ins Flugzeug einstieg, sagte er mir, dass Cheftrainer Martin Rufener ihm angeboten habe, Gruppentrainer bei den Männern zu werden. Zwei Tage später teilte er mir mit, dass er das Angebot annehme. Das Vertrauen zwischen uns war weg.

SonntagsBlick:Hat sich daran etwas geändert?
Noch weiss ich nicht wirklich, wie und ob die Zusammenarbeit funktioniert. Ich war ja erst in Sölden, Levi und Amerika mit dem Frauen-Team zusammen. Zuvor bereitete ich mich allein vor. Das braucht Zeit.

SonntagsBlick:Das tönt immer noch sehr distanziert.
Mauro war ein sehr guter Trainer, aber jetzt ist er Chef. Das ist eine neue Position für ihn. Und er hat Fehler gemacht. Er kann als Chef nicht die gleichen Dinge sagen wie als Trainer.

SonntagsBlick:Was für Fehler?
Er hat mich in den Medien kritisiert. Sein Vorwurf: Ich hätte mehr mit dem Team trainieren sollen und nicht allein. Und als wir uns dann trafen, meinte er, alles sei in Ordnung. Das fand ich ein bisschen daneben. Wir müssten ehrlich miteinander reden können. Klar, ich habe bestimmt auch nicht alles richtig gemacht.

Vielleicht hat die Strafaktion ja doch ihre Wirkung getan: Im heuteigen Abschlusstraining in Val d'Isère fuhr Lara gut ihren Kolleginnen um die Ohren. Noch darf sie ja.

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