Champions League
Darum patzte Liverpool-Goalie Karius im Champions-League-Final

Liverpool-Goalie Loris Karius, der im Champions-League-Final gegen Real Madrid zwei Mal daneben griff, erlitt zuvor eine Gehirnerschütterung. Das haben Untersuchungen in den USA ergeben.

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Hier wird Loris Karius von Ramos gefoult.

Hier wird Loris Karius von Ramos gefoult.

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Der deutsche Torhüter Loris Karius vom FC Liverpool war die tragische Figur des Champions-League-Finals. Bei der 1:3-Niederlage gegen Real Madrid patzte der 24-Jährige gleich zweimal und war danach untröstlich.

Kurz vor dem ersten Patzer zum 0:1 in der 51. Minute wurde Karius jedoch von Real-Captain Sergio Ramos mit dem Ellenbogen am Kopf getroffen (49.). Dieser Schlag beeinträchtigte den Keeper mehr als bisher angenommen.

Karius hat bei diesem Vorfall eine Gehirnerschütterung erlitten. Das teilte das Massachusetts General Hospital in Boston nach einem Gehirnscan mit. Wie der behandelnde Arzt Dr. Ross Zafonte mitteilte, existierte daraufhin eine «visuelle räumliche Dysfunktion». Bleibende Schäden müsse der Torhüter aber nicht befürchten.

Ramos hatte in der ersten Halbzeit mit einem Foul bereits Liverpool-Superstar Mohamed Salah ausser Gefecht gesetzt. Karius war am 31. Mai in den USA von Spezialisten untersucht worden. Der 24-jährige Keeper befand sich zu dieser Zeit in den Ferien in Nordamerika.

Beim ersten Patzer hatte Karius den Ball, möglicherweise wegen der Sehstörung, direkt auf den Fuss von Karim Benzema geworfen, der das 1:0 für Real erzielte. Kurz vor Schluss war dem Torhüter der Ball nach einem harmlosen Distanzschuss von Garteh Bale zum 1:3 durch die Hände gerutscht. (pre/sda)