Langlauf

Cologna gewinnt den Engadin Skimarathon: «Ein schöner Sieg bei dieser Konkurrenz»

Dario Cologna jubelt über seinen dritten Sieg am prestigeträchtigen Skimarathon.

Dario Cologna jubelt über seinen dritten Sieg am prestigeträchtigen Skimarathon.

Dario Cologna hat die 49. Ausgabe des Engadin Skimarathons über 42 km von Maloja nach S-chanf für sich entschieden.

Nach 2007 und 2010 gewann Lokalmatador Dario Cologna zum dritten Mal den Engadin Skimarathon. Er setzte sich nach 42 km von der Spitze weg im Zielsprint durch.

Nachdem der dreifache Olympiasieger und Weltmeister letztes Jahr seinen dritten Triumph beim Volkslaufklassiker im Engadin durch einen Stockbruch im Finale verpasst hatte, strebte er dieses Jahr den Prestigeerfolg mit mehr Glück an. Cologna setzte sich am Tag nach seinem 31. Geburtstag mit einem imposanten Schlusskilometer gegenüber hochklassiger Konkurrenz durch. Der norwegische Staffel-Weltmeister von 2015 und Engadin-Sieger von 2014 Anders Glöersen, der Russe Ilja Tschernoussow, Engadin-Sieger von 2015, sowie die Franzosen Maurice Manificat, Renaud Jay und Jean-Marc Gaillard reihten sich hinter dem Münstertaler ein.

Dario Cologna gewinnt zum dritten Mal den Engadiner Skimarathon

Gut taktiert

Der Hektik in der Spitzengruppe versuchte der dreifache Olympiasieger entgegenzuwirken, indem er sich ganz vorne positionierte. Als Zweiter hinter Glöersen ging er in die Schlussabfahrt ins Stadion, als Zweiter kam er auf die Gegengerade des Zielstadions. Und dort zog er mit viel Kraft am Norweger vorbei, bog als Erster in die Zielkurve und verteidigte seine Position auf den letzten Metern souverän.

Umjubelt wurde Cologna empfangen, und auch im Zielgelände bei den ersten Interviews zollte ihm die Menge Respekt. Der Triumph hat für Cologna nicht nur wegen des Malheurs im Vorjahr einen hohen Stellenwert. Der Engadin Skimarathon hat Ausstrahlung, und hier landete er 2007 seinen ersten grossen Erfolg. Eine Woche später wurde er U23-Weltmeister. Nun vermochte er seine Ausnahmeposition mit dem Wunschergebnis zu befriedigen.

Eindrucksvolle Flugaufnahmen: Engadiner Skimarathon von oben

Eindrucksvolle Flugaufnahmen: Engadiner Skimarathon von oben

Erstmals seit 2012 gibt es am Engadin Skimarathon wieder einen Schweizer Sieger. Roman Furger, vor Jahresfrist Dritter, gewinnt in S-chanf vor zwei Weltcup-Teamkollegen. Helikopteraufnahmen zeigen auf eindrückliche Weise das Teilnehmerfeld. 

Cologna sah damit auch seine Rennplanung bestätigt. Er verzichtete zugunsten des "Engadiners" auf den im klassischen Stil gelaufenen 50-km-Lauf in Oslo und weiss nun, dass seine Form für das Weltcup-Finale vom nächsten Wochenende in Québec City stimmt.

Rennen früh lanciert

Lanciert worden war das Rennen indes von anderen, von den Nachwuchsläufern Dajan Danuser und Beda Klee. Die beiden 20-Jährigen attackierten bei Streckenhälfte und erarbeiteten sich einen ansehnlichen Vorsprung. Cologna und die weiteren Siegesanwärter liessen sich dadurch allerdings nicht aus der Ruhe bringen. "Ich wusste von diesem Vorhaben und bewunderte deren Mut, wusste aber auch, dass der Weg lang werden würde", sagte der Bündner. Und womöglich profitierte er auch. Als nämlich nur noch wenige Kilometer bevorstanden, waren die ausländischen Favoriten gefordert. "Es versteht sich von selber, dass wir diese Nachführarbeit nicht leisteten, handelte es sich bei den Führenden doch um Teamkollegen", erklärte Cologna. Durch einen Stockbruch in der Schlussphase um seine Möglichkeiten gebracht wurde Vorjahressieger Roman Furger (28.).

Während Glöersen den Sieg um sechs Zehntel verpasste, realisierte ihn dessen Lebenspartnerin Mari Eide. Die Norwegerin siegte bei den Frauen souverän in 1:34:18 Stunden. Ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Oberwalliserin Rahel Imoberdorf betrug 17 Sekunden.

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