Champions League
Das Erfolgsgeheimnis von Manchester City? «Viel Geld» sagt Pep Guardiola

Mit dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Gladbach untermauert Manchester City seine Titel-Ambitionen in der Champions League. Dem Team von Pep Guardiola gelingt derzeit alles, der Spanier weiss warum.

Morten Ritter
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Milliardentruppe setzt Ausrufezeichen: Manchester City träumt vom Titel in der Champions League.

Milliardentruppe setzt Ausrufezeichen: Manchester City träumt vom Titel in der Champions League.

Bild: Keystone

Das aktuelle Erfolgsgeheimnis von Manchester City? Pep Guardiola zögerte keine Sekunde. «Wir haben viel Geld, um eine Menge unglaublicher Spieler zu kaufen», sagte der Startrainer nach dem 2:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach, dem 19. Pflichtspielsieg in Serie, und verzog dabei keine Miene.

Erst als Guardiola anfing, von der Qualität seiner Spieler, ihrer Mentalität und dem Zusammenhalt im Team zu schwärmen, huschte ein Lächeln über sein Gesicht. «Wir werden diese Nacht geniessen», versprach der Spanier, «und ab morgen nur noch an West Ham denken.» Das Rückspiel interessiere ihn noch nicht, betonte Guardiola und nahm lieber das nächste Ligaspiel am Samstag ins Visier: «Unser nächstes Ziel ist West Ham.» Genau diese Fokussierung, das konsequente Abarbeiten von Aufgaben, soll bei Citys ewiger Jagd nach dem Heiligen Gral, dem erstmaligen Gewinn der Königsklasse, diesmal den Ausschlag geben. Nach schwachem Saisonstart ist Manchester inzwischen seit 26 Spielen ungeschlagen, der Vorsprung in der Premier League beträgt satte zehn Punkte.

Rose: «City hat für jede Situation eine Lösung»

Und dass Peps mit zig Millionen aus Abu Dhabi aufgemotzte Citizens momentan auch das Nonplusultra im europäischen Vereinsfussball sind, bewiesen sie am Mittwochabend in Budapest mit einer durch und durch abgezockten Vorstellung. Gladbach-Captain Lars Stindl sprach ­anschliessend mit grossen Augen von einer «herausragenden Mannschaft», 2014-Weltmeister Christoph Kamer von einer «unfassbar guten Raumaufteilung». Und Gladbach-Coach Marco Rose musste staunend anerkennen: «City hat für jede Situation unterschiedlichste ­Lösungen.»

Rundum zufrieden war Guardiola nach den Treffern von Bernardo Silva (29.) und Gabriel Jesus (65.) aber nicht. «Wir müssen in diesem Wettbewerb besser werden», warnte er und mahnte vor allem eine bessere Chancenverwertung an: «Wir waren in der Box nicht gut genug. Das müssen wir noch verbessern. Wir haben den Torhüter nie wirklich in Verlegenheit gebracht.»

City verfügt in diesem Jahr wohl über den breitesten Kader aller Topteams. So wechselte Guardiola seine Startelf im Vergleich zum Erfolg beim FC Arsenal (1:0) gleich auf fünf Position – einen erkennbaren Qualitätsverlust gab es nicht. Auch dank des weiterhin formstarken Nationalspielers Ilkay Gündogan, der in der Schlussphase sogar die Captainbinde trug, stand am Ende der 12. Auswärtssieg in Serie. Dass sich der souveräne Tabellenführer der Premier League im Rückspiel am 16. März im Etihad Stadium noch übertölpeln lässt, scheint in der aktuellen Verfassung ausgeschlossen. Doch Pep und City sind gewarnt: In den Vorjahren sind sie in der Champions League mit Tottenham (2019) und Lyon (2020) jeweils von vermeintlichen Aussenseitern gestoppt worden.

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