Spielabbruch

Black-out in Aarau: Auch in diesen Fussball-Spielen ging das Licht aus, einmal war sogar eine Maus schuld

Die Lichter des Stadion Brügglifeld gehen am Montagabend fast 30 Sekunden nach dem Anpfiff zum zweiten Mal aus und die Spieler verlassen erneut das Spielfeld.

Die Lichter des Stadion Brügglifeld gehen am Montagabend fast 30 Sekunden nach dem Anpfiff zum zweiten Mal aus und die Spieler verlassen erneut das Spielfeld.

Das Spiel FC Aarau gegen den FC Zürich war bereit für den Anpfiff, da gingen die Lichter aus. Das Spiel wurde abgesagt. Diese Beispiele zeigen - «Licht aus», das haben auch schon andere Sportevents erlebt: sogar an einer WM und auch in der Schweiz.

"Lichter aus" - das passierte nicht nur am Montagabend in Aarau beim Spiel FC Aarau gegen den FC Zürich, sondern auch bei diesen Sportevents.

Lichterlöschen beim FC Aarau Match

Lichterlöschen im Brügglifeld – nach nur 27 Sekunden war die Partie FCA-FCZ vorbei.

Der Moment, in dem die Scheinwerfer im Brügglifeld zum zweiten Mal ihren Dienst einstellten.

St. Gallen: Kein Licht an der Mittellinie (März 2002):

In St. Gallen gehen die Lichter zwar an, aber nicht alle. Jene für die Platzmitte lassen sich nicht anschalten. Das Spiel muss beendet werden, bevor es begonnen hat. St. Gallen konnte für den Ausfall nicht verantwortlich gemacht werden, es gab ein Wiederholungsspiel gegen den FC Basel.

Thun: Im Quartier wirds dunkel (November 2011):

In der Halbzeitpause der Partie Thun gegen Luzern fällt im Quartier, in dem sich das Stadion befindet, der Strom aus. Glück im Unglück, der Ausfall ist nur von kurzer Dauer, das Spiel kann beendet werden. 1:1 lautet das Schlussresultat.

Tirana: Handylicht als Alternative (Dezember 2016):

Beim Spiel KF Tirana gegen den Lokalrivalen Partizani fällt in der 63. Minute das Licht aus. Stromausfall. Die albanischen Fans kommen auf eine gute Idee: Sie schalten die Handybeleuchtung ein. Für ein Flutlicht reichts nicht, aber immerhin für einen denkwürdigen Augenblick. Dann, nach 20 Minuten, geht das Licht wieder an – allerdings nur für wenige Minuten. Der albanische Fussballverband liess die verbliebenen 27 Minuten Spielzeit nachholen. Das geteilte Leid spiegelte sich im Schlussresultat. 0:0. Der Grund für den Stromausfall ist nicht überliefert.

Handylicht im Stadion in Tirana.

Handylicht im Stadion in Tirana.

Bremen: Durchgebrannte Elektrik (August 2004):

Das Spiel des deutschen Meisters und amtierenden Pokalsiegers Werder Bremen gegen Schalke 04 wurde erst mit einiger Verzögerung angepfiffen. Stromausfall im Weser-Stadion. Die Folge: Eine Wartezeit von 65 Minuten. Das Spiel gewann Werder schliesslich mit 1:0. Der Grund für den Black-out: Gemäss den Stadtwerken war eine Starkstrommuffe durchgebrannt.

New Orleans: Blackout macht Gegner stark (2013):

Die Baltimore Ravens glaubten sich schon am Ziel, sprich dem Sieg der Super-Bowl 2013, da gingen zu Beginn des dritten Viertels im Stadion die Lichter aus. Über eine halbe Stunde lang dauerte der Blackout in New Orleans. Der weit unterlegene Gegner, die San Francisco 49ers, konnte Kraft tanken und erneut angreifen. Das Spiel endete knapp mit 34:31 Punkten für die Ravens.

Portugal: Die Maus ist schuld (November 2009):

Es soll eine Maus gewesen sein, die beim Liga-Pokalspiel zwischen dem SC Portimonense und Academica de Coimbra in der 51. Minute zum Stromausfall führte. Das Tier habe am Kabel geknabbert, hiess es später - mit grossen Folgen. Als das Licht auch nach einer halben Stunde nicht wieder anzuknipsen war, brach der Schiedsrichter die Partie ab.

Frauen-WM: 11 Minuten Dämmerlicht (Juli 2011):

Im Spiel Kanada gegen Nigeria waren knapp 70 Minuten gespielt - da passierte es: Die Lichter gingen aus. Im Stadion in Dresden war es stockfinster. Die Notstromversorgung brachte zwar nur Dämmerlicht für 11 Minuten. Danach konnte das Spiel aber unter regulären Bedingungen beendet werden. Ein "Netzwischer" wurde als Ursache ausgemacht. Dabei handelt es ich um einen Stromunterbruch im Netz von einer Viertelsekunde. Das Notstromaggregat brauchte 0,3 Sekunden, um anzufahren. Die Folge war eine Phasenverschiebung, der die Elektrik nicht begegnen konnte. Das Spiel gewann Nigeria mit 1:0.

Wien: Dreimal Stromausfall in einem Spiel (Juli 2016

In Österreich verlor Admira Wacker eine kuriose Partie gegen Slovan Liberec mit 1:2. Gleich dreimal musste die Begegnung wegen des Ausfalls der Flutlichtanlage unterbrochen werden. Das 10'600 Zuschauer fassende Stadion des österreichischen Bundesligisten, gebaut in den 1960er Jahren, hatte 2008 eine runderneuerte Flutlichtanlage bekommen. In der Nachspielzeit gingen die Lichter erneut aus. In der Dunkelheit beging Admira-Spieler Toni Vastic eine Tätlichkeit. Der Schiedsrichter hatte aber gute Augen und zeigte die Rote Karte. Erst gegen Mitternacht war das Spiel beendet.

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