Bundesliga

Bayern München ballert sich mit einem 6:0 zum Meistertitel – es ist der fünfte in Serie

Nach dem verlorenen Pokal-Halbfinal und der verpatzten Champions-League-Saison kommt der Meistertitel dem FC Bayern gerade gelegen. Keystone

Nach dem verlorenen Pokal-Halbfinal und der verpatzten Champions-League-Saison kommt der Meistertitel dem FC Bayern gerade gelegen. Keystone

Drei Bundesliga-Runden vor Schluss steht der FC Bayern München zum fünften Mal in Serie und zum 27. Mal insgesamt als deutscher Meister fest.

Nach dem 6:0-Auswärtssieg in Wolfsburg sind die in der Champions League im Viertelfinal und im nationalen Cup im Halbfinal gescheiterten Bayern von Leipzig nicht mehr einzuholen. Die Reserve auf den Aufsteiger beträgt nach dem 31. Spieltag zehn Punkte.

Aufsteiger RB Leipzig hatte am Nachmittag mit der Nullnummer gegen den Tabellen-Vorletzten Ingolstadt die perfekte Vorlage geliefert. Nun konnte Bayern München mit einem Auswärtssieg gegen Wolfsburg den Titelgewinn perfekt machen.

Und die Münchner liessen sich nicht zweimal bitten: Nach 19 Minuten führte der Favorit durch David Alaba 1:0, zur Pause stand es nach der Doublette von Topskorer Robert Lewandowski 3:0.  

Alabas Freistoss zum 1:0 sitzt.

Lewandwoski zum ersten ...

... und Lewandowski zum zweiten.

Bis zur 80. Minuten erhöhten Arjen Robben und Thomas Müller auf 5:0 und am Ende lieferte Joshua Kimmich noch das sechste Tor nach.

Auch Arjen Robben macht sein Tor.

Thomas Müller trifft zum 5:0.

Kimmich setzt mit dem 6:0 den Schlusspunkt.

So gewannen die Bayern gegen die abstiegsbedrohten Wolfsburger sogar noch höher als in der Vorrunde im eigenen Stadion (damals 5:0).

Nach den enttäuschenden letzten anderthalb Wochen mit dem Ausscheiden aus der Champions League gegen Real Madrid und dem deutschen Cup gegen Borussia Dortmund konnte Carlo Ancelotti nun doch noch jubeln im April. Er ist jetzt nach Italien (Milan), England (Chelsea) und Frankreich (Paris St-Germain) auch in Deutschland Meister geworden.

Der zweite grosse Gewinner des Samstags ist Werder Bremen, das dank dem 2:0-Heimsieg gegen Hertha Berlin auf einen Europa-League-Platz vorgerückt ist. Von den letzten zehn Spielen hat Werder Bremen acht gewonnen. Seit dem 11. Februar sind die Norddeutschen ungeschlagen - und das nachdem sie nach der Winterpause vier Partien in Serie verloren haben. In den letzten zehn Runden hat Werder zehn Ränge gut gemacht und ist nun Sechster.

Gegen Hertha Berlin fiel die Entscheidung bereits in der Startphase. Fin Bartels brachte die Bremer in der 9. Minute in Führung, sechs Minuten später doppelte Max Kruse nach einem Fehler des Hertha-Torhüters Rune Jarstein nach. Kruse hat in seinen letzten acht Einsätzen insgesamt zehn Tore erzielt.

Werder rückte auf Platz 6 vor, weil der SC Freiburg beim designierten Absteiger Darmstadt 0:3 verlor. Die Darmstädter konnten als Tabellenletzter die Relegation dank dem dritten Sieg in Folge nochmals um eine Woche hinausschieben.

Wie Werder und Freiburg kämpft auch Borussia Mönchengladbach weiter um einen Platz in der Europa League. Nach zuletzt zwei Niederlage in der Bundesliga sowie dem Ausscheiden im Penaltyschiessen im Cup-Halbfinal gegen Eintracht Frankfurt rehabilitierte sich die Borussia mit einem 2:1 in Mainz. Captain Lars Stindl mit seinem elften Saisontor sowie Nico Schulz schossen die Treffer für Gladbach. Das Anschlusstor der weiterhin vom Abstieg bedrohten Mainzer durch den Japaner Yoshinori Muto fiel erst in der zwei Minuten vor dem Ende.

Während die Entscheidung um den Meistertitel nun gefallen ist, sind in den Kampf um die zwei oder drei Europa-League-Plätze noch sieben Teams involviert und hoffen und zittern in der Abstiegszone noch sechs Mannschaften. Trotz dem Alleingang der Bayern ist in der 1. Bundesliga auch in den letzten drei Runden Spannung angesagt.

Matchtelegramme

Wolfsburg - Bayern München 0:6 (0:3). - 30'000 Zuschauer. - Tore: 19. Alaba 0:1. 36. Lewandowski 0:2. 45. Lewandowski 0:3. 66. Robben 0:4. 80. Müller 0:5. 85. Kimmich 0:6. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Rodriguez (bis 67.), ohne Benaglio (Ersatz). 78. Gelb-Rote Karte gegen Luiz Gustavo (8. Platzverweis in der Bundesliga/Rekord von Jens Nowotny egalisiert).

Werder Bremen - Hertha Berlin 2:0 (2:0). - 42'100 Zuschauer. - Tore: 9. Bartels 1:0. 15. Kruse 2:0. - Bemerkungen: Werder Bremen ohne Ulisses Garcia (Ersatz), Hertha Berlin ohne Lustenberger und Stocker (beide verletzt).

Darmstadt - Freiburg 3:0 (2:0). - 17'000 Zuschauer. - Tore: 22. Platte 1:0. 45. Gondorf 2:0. 65. Schipplock 3:0. - Bemerkungen: Freiburg ohne Sierro (verletzt).

Borussia Dortmund - 1. FC Köln 0:0. - 81'360 Zuschauer. - Bemerkungen: Dortmund mit Bürki.

Leipzig - Ingolstadt 0:0. - 40'000 Zuschauer. - Bemerkungen: Leipzig ohne Coltorti (nicht im Aufgebot), Ingolstadt mit Hadergjonaj. 87. Gelb-Rote Karte Morales (Ingolstadt).

Mainz - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:1). - 32'500 Zuschauer. - Tore: 32. Stindl 0:1. 46. Schulz 0:2. 89. Muto 1:2. - Bemerkungen: Mainz mit Frei, Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi und Sow (ab 93.), ohne Drmic (verletzt).

Die Spiele vom Sonntag. 15.30 Uhr: Augsburg - Hamburger SV. - 17.30 Uhr: Hoffenheim - Eintracht Frankfurt.

Rangliste: 1. Bayern München 31/73 (79:17). 2. RB Leipzig 31/63 (56:31). 3. Borussia Dortmund 31/57 (65:35). 4. Hoffenheim 30/55 (57:32). 5. Hertha Berlin 31/46 (38:37). 6. Werder Bremen 31/45 (52:51). 7. SC Freiburg 31/44 (38:55). 8. 1. FC Köln 31/42 (43:37). 9. Borussia Mönchengladbach 31/42 (41:45). 10. Eintracht Frankfurt 30/41 (32:34). 11. Schalke 04 31/41 (43:36). 12. Bayer Leverkusen 31/36 (44:50). 13. Hamburger SV 30/33 (30:55). 14. Mainz 05 31/33 (40:51). 15. Wolfsburg 31/33 (30:49). 16. Augsburg 30/32 (29:49). 17. Ingolstadt 31/29 (33:54). 18. Darmstadt 31/24 (26:58).

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