Volleyball Frauen
Zwei Siege für Sm'Aesch Pfeffingen – trotz Mini-Kader

Sm’Aesch Pfeffingen bleibt nach zwei klaren Heimsiegen gegen Volley Genève und Franches Montagnes Leader nach Verlustpunkten.

Paul Ulli
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Am Wochenende gab es für die Sm'Aesch-Spielerinnen gleich zwei Siege zu bejubeln.

Am Wochenende gab es für die Sm'Aesch-Spielerinnen gleich zwei Siege zu bejubeln.

GEORGIOS KEFALAS

So ganz selbstverständlich ist es nicht, dass man mit gerade mal neun Spielerinnen an einem Wochenende gleich zwei deutliche Siege einfahren kann. Doch die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen haben dies am Wochenende geschafft.

Ohne Hauptzuspielerin Taylor Tashima, sie ist nach ihrer langwierigen Gehirnerschütterung vorübergehend in die USA zurückgekehrt und ohne Solenn Fabien, die nach ihrem Kreuzbandriss gute Fortschritte macht und auch ohne Diagonalangreiferin Annika Schwörer, sie wurde im Training von Trainer-Assistent Riccardo Boieri unglücklich am Kopf getroffen und erlitt ebenfalls eine Gehirnerschütterung, gab man sich in den beiden Heimspielen keine Blösse.

Fehlerminimierung und Tempoverschärfung

Gegen den einstigen Angstgegner Franches Montagnes lagen die Gastgeberinnen schnell mit einigen Punkten in Führung (15:9). Vor allem Aussenangreiferin Livia Zaugg und Topskorerin Dora Grozer wussten in dieser Phase mit ihren Punkten zu gefallen.

Weniger zu gefallen wusste in Folge die Blockarbeit und die Annahme beim Heimteam, sodass die Jurassierinnen unter der Regie der deutschen Topskorerin Natalia Cukseeva immer wieder verkürzen konnten und später sogar nicht nur ausgleichen, sondern überraschend in Führung gehen konnten (18:20). Doch mit einer Fehlerminimierung und einer Tempoverschärfung konnte der klare Favorit das Blatt gerade noch wenden.

Steigerungslauf und unerklärliches Nachlassen

Im zweiten Durchgang war dann auch der vielgerühmte Sm’Aesch-Block mit Capitaine Madlaina Matter und der Ex-Volero-Akteurin Schottroff zur Stelle, was einen Vier-Punkte-Vorsprung zur Folge hatte.

Doch ein kurzes Nachlassen, verbunden mit einigen kuriosen Schiedsrichterentscheiden brachte den Gästen eine Drei-Punkte-Führung. Aber auch dieses kleine Zwischentief überstanden die Baselbieterinnen und beim zweiten technischen Time-Out stand ein 16:14 an der Anzeigetafel. Der Rest bis zum letztlich deutlichen Satzgewinn war dann reine Formsache.

Zu Beginn des dritten Satzes lag Sm’Aesch Pfeffingen nach weiteren unglaublichen Entscheiden von Ref Conceiçao, welche sogar bei VFM-Coach Olivier Lardier ein Lächeln und entsprechendes Kopfschütteln entlockten, mit 4:8 in Rücklage. Diesem Rückstand lief der Europacup-Teilnehmer danach, trotz einer Aufholjagd, bis zum knappen Satzverlust hinterher. Die Antwort auf diesen Satzverlust lieferten die Sm’Aesch-Spielerinnen im vierten Satz, den sie nach einer schnellen 13:3-Führung wenig später klar für sich entschieden.

Keine Probleme gegen das Schlusslicht

Bereits am Freitagabend würde der Tabellenletzte Volley Genève mit einem diskussionslosen 3:0-Sätze-Sieg zurück an den Genfersee geschickt. Im ersten Satz konnten die Gäste anfangs zwar noch einigermassen mithalten, doch dann zeigte Dora Grozer ihre Skorerqualitäten und am Block agierten Capitaine Madlaina Matter und Gabi Schottroff meisterlich.

Im zweiten Durchgang kamen dann auch noch die Brasilianerin Jessica Ventura und Livia Zaugg in Fahrt und entschieden diesen Satz klar zu Gunsten von Sm’Aesch Pfeffingen. Der Rest dieser Partie war dann nur noch Formsache und die erst gerade 15 Jahre alt gewordene Livia Saladin durfte auch noch ihr Können zeigen.

Matchtelegramm

Sm’Aesch Pfeffingen – Franches Montagnes 3:1

Löhrenacker. – 320 Zuschauer. – SR Conceiçao/Kälin. – Sätze: 25:23, 25:18, 23:25, 25:11.

Sm’Aesch Pfeffingen: Zaugg, Matter, Grozer, Tupac (Libera), Maeder, Ventura, Schottroff; Werfeli.

Franches Montagnes: Vlasic, Mitrovic, Cukseeva, Rothenbühler, Szafraniec, Juric, Nicolet (Libera) ; Hasler, Varé.

Bemerkungen: Sm’Aesch Pfeffingen ohne Tashima, Schwörer und Fabien (alle verletzt), Saladin (abwesend).

Sm’Aesch Pfeffingen – Volley Genève 3:0

Löhrenacker. – 220 Zuschauer. – SR Nguyen/Wolf. – Sätze: 25:20, 25:16, 25:18.

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