Fussball 2. Liga Inter
Zwei grundverschiedene Hälften beim Baselbieter Derby

Im Baselbieter Derby holte sich Laufen den nach drei Niederlagen notwendigen Erfolg dank zwei Treffern in der Nachspielzeit. Somit gewann es gegen Therwil 3:2.

Edgar Hänggi
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Laufen hinkte hinterher: Weis (rechts) hinter Therwils Fumagalli. Aeschbach

Laufen hinkte hinterher: Weis (rechts) hinter Therwils Fumagalli. Aeschbach

Bitter für Therwil, das schon wie der sichere Sieger aussah. Weil Laufen jedoch die erste Hälfte dominierte und klar hätte führen müssen, spricht auch Therwil-Trainer Franz Glaser von einem Remis, das letztlich dem Gezeigten entsprochen hätte. In der 12. Minute brachte Bekim Halimi Laufen auf Vorarbeit von Silvan Tschan und Witalij Arsentjew in Führung. «Wir haben die erste Hälfte verschlafen und Laufen zu viele Freiheiten gewährt», kritisierte Glaser. Sein Antipode sah die Gründe dafür bei seinem Team: «Wir spielten die beste Hälfte in dieser Saison. Einziges, aber gewichtiges Manko: Aufwand und Ertrag stimmten nicht.» Laufens Trainer Mario Ritter spricht die sicher drei hochkarätigen Tormöglichkeiten an.

Wer glaubte, das Geschehen auf dem Platz entwickelte sich im selben Stile, wurde jedoch überrascht. Therwil agierte offensiver, gewann nun die Zweikämpfe und kam zu Möglichkeiten, während Laufen nicht mehr ins Spiel fand. In der 51. Minute verwertete der stark aufspielende Tobias Fumagalli per Kopf eine schöne Hereingabe von Adrian Kunz zum Ausgleich. Zehn Minuten später zirkelte Fumagalli einen Freistossball herrlich auf Kunz. Der nimmt das Spielgerät mit Risiko direkt, doch Tobias Schnell rettete reaktionsschnell. Als Marco Ledermann nach 76 Minuten sein Team gar in Führung brachte, schien eine weitere Niederlage für die Laufentaler Tatsache zu werden.

Doppelerfolg in der Nachspielzeit

Der Unparteiische zeigte dann fünf Nachspielminuten an und Glaser mahnte seine Spieler zu mehr Defensivarbeit. Nach einem Freistoss von Arben Gashi kam Therwil zu einer Konterchance, die allerdings leichtfertig vergeben wurde. Im Gegenzug verwertete Simon Tillessen mit einem wuchtigen Kopfball eine Hereingabe von Weis zum Ausgleich. Nach dem Anspiel insistierte Laufen, erkämpfte den Ball und Andreas Jeker zog über die linke Seite unwiderstehlich in den Strafraum. Er bezwang Goalie Christoph Hess und sicherte seiner Mannschaft den 3:2-Sieg.

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