EHC Znzgen-Sissach
Zunzgen-Sissach holt sich den Derbysieg

Aufsteiger Basel/KLH verliert gegen Zunzgen-Sissach 0:3 und ist weiterhin ohne Punkte.

Leif Simonsen
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Zunzgen-Sissach holt sich den Derbysieg

Zunzgen-Sissach holt sich den Derbysieg

Die Nostalgiker kamen beim 0:3 des Erstliga-Stadtclubs auf dem St.Margarethen voll auf ihre Kosten. Leuchtbengalen auf den Parkplatz, fliegende Pucks und eine mittelmässige Darbietung des Heimklubs erinnerten schwer an früher, als der «alte» EHC noch auf der «Kunschti» spielte. 321 Zuschauer kamen, um das Derby von Basel/Kleinhüningen gegen Zunzgen-Sissach zu sehen. Ein paar scharfsinnige Sharks-Fans hatten sich weniger von dieser Affiche überzeugen lassen als vielmehr vom Kombiticket. Mit dem Billett konnte man nämlich auch noch gratis zum Sharks-Spiel in die Arena. Also zwei Spiele für 10 Franken statt eines für 18.

Zum Spiel: Der Aufsteiger aus Basel war im Vorfeld der Meisterschaft leicht besser eingestuft worden als Zunzgen-Sissach. Aber im Derby zeigte sich, dass es noch die eine oder andere Baustelle bei den Baslern gibt. Vor allem die Offensive tut sich mit dem höheren Tempo schwer. Nur vereinzelte Spieler wie etwa Marc-Olivier Zwicky vermochten hin und wieder auf sich aufmerksam zu machen. Zunzgen-Sissach hingegen wirkte abgeklärter und traf häufiger die richtigen Entscheidungen als der Gegner. «Man merkt, dass sie einen hohen Rhythmus gewöhnt sind», sagte Basels Trainer Reto Waldmeier. Yannick Heid und Roman Moser ebneten im ersten Drittel den Weg für den Oberbaselbieter Derbysieg, Marco Model machte den Sack im letzten Drittel zu.

Das verzweifelte Anrennen und ein paar zweifelhafte Schiedsrichterentscheide rüttelten arg am Basler Nervenkostüm. Pascal Meyer wetterte nach einer Strafe derart lautstark, dass er gleich noch für den Rest des Spiels ausgeschlossen wurde. Sportlicher war sein Trainer, für den der Schiedsrichter nicht als Sündenbock herhalten musste. «Genauso, wie wir uns an die Liga gewöhnen müssen, müssen sich die Schiedsrichter auch an ein neues Team gewöhnen», so Waldmeier. Mehr Kopfzerbrechen bereitet ihm allerdings die jetzige Situation. «Wir sind im Moment noch nicht bereit für die 1. Liga», analysierte er. Trotzdem ist er überzeugt, dass seine Mannschaft den Kopf noch aus der Schlinge ziehen wird: «Wir sind nämlich an den meisten Teams nah dran.»

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