Skeleton
Zu wenig Perspektiven: Lukas Kummer beendet seine Skeleton-Karriere

Skeleton-Spezialist Lukas Kummer hört mit dem Spitzensport auf. Der 29-jährige will sich künftig auf seinen Beruf als Anwalt konzentrieren. Ausschlaggebend für seinen Enschluss, sind auch die fehlenden Perspektiven.

Daniel Weissenbrunner
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Lukas Kummer tritt als Skeletonsportler zurück.
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Lukas Kummer beim Start.
Lukas Kummer in Aktion.
Lukas Kummer tritt zurück

Lukas Kummer tritt als Skeletonsportler zurück.

Nordwestschweiz

"Die Entscheidung, vom Leistungssport zurück zu treten, war für mich nicht einfach. Nach der grossen Enttäuschung zum Ende der letzten Saison wollte ich meinen grossen Traum Olympia dennoch weiter verfolgen", sagt Lukus Kummer in einer Medienmitteilung. Mit ein wenig mehr Abstand, habe er sich nun entschieden, seine Prioritäten neu zu setzen, so der Laufner.

Kummer erwähnt ausserdem, dass die Bedingungen und Perspektiven für Schweizer Athleten in Randsportarten weiterhin sehr schwierig seien und
beim nationalen Verband die finanziellen Mittel fehlen würden. Der 29-Jährige wird sich nun seinem Beruf als angehender Rechtsanwalt widmen.

Kummer gab sein internationales Debüt 2007 in Igls im Europacup und wurde dort 48. von 54 Teilnehmern. Ein Jahr später erreichte er am selben Ort mit Rang neun sein erstes Ergebnis unter den besten Zehn.

Beim Internationalen Preis von St. Moritz wurde Kummer im Februar 2009 Dritter. Nach einem fünften Platz bei den Schweizer Meisterschaften 2010 in St. Moritz kam Kummer in Lake Placid zu seinem ersten Rennen im Skeleton-Intercontinentalcup und wurde 24. Drei Rennen später erreichte er in Park City mit Rang 15 seine beste Platzierung in der Rennserie bislang.

In der nacholympischen Saison 2010/11 rückte der Schweizer in das Skeleton-Weltcup-Team der Schweiz auf und kam zum Auftakt der Saison in Whistler zu seinem ersten Rennen, das er als 23. beendete. Gleich bei seinem Zweiten Weltcup Rennen in Calgary erreichte er den 15. Rang.

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