Wasserball
WSV Basel: Nach Sieg im ersten Spiel ist der «Chübel» zum Greifen nahe

Im ersten Playoff-Finalspiel besiegte der WSV Basel den Qualifikationssieger SC Winterthur mit 10:8. Am Donnerstag findet in der Eulachstadt die zweite Partie der best-of-three-Serie statt.

Jordi Küng
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Ines Camprubi am Ball. Zinke/Archiv

Ines Camprubi am Ball. Zinke/Archiv

Uwe Zinke

Bereits vor Anpfiff hatte WSV-Trainer Robert Jobst prophezeit: «In einem Playoff-Final gibt es keinen Favoriten. Beide Teams sind auf Augenhöhe», so der 57-jährige Deutsche. Und er sollte recht behalten. Denn nach knapp sechs Minuten stand es 0:3, weil Winterthur praktisch jeden Angriff erfolgreich abgeschlossen hatte. Namentlich Nikoletta Kotsidou war ein steter Gefahren- und Unruheherd, «obwohl wir die Ungarin gut verteidigten», wie Trainer Jobst erklärte.

Führung im dritten Viertel

Die letzten beiden Vergleiche (Cupfinal und Heimspiel in der Qualifikationsphase) hatte der WSV jeweils stilsicher, ja souverän gewonnen. Und obwohl die Baslerinnen, welche im Kollektiv gegenüber dem Gast Vorteile haben, erst Mitte des dritten Viertels erstmals in Führung gehen konnten, war spürbar, dass die Ausgeglichenheit und das geringere Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft entscheidend sein würde.

Mäder stach heraus

Auch der Gastgeber hatte in Natalie Mäder eine Akteurin, die zumindest treffermässig herausstach. Die Oberbaselbieterin erzielte vier Treffer und war massgeblich dafür verantwortlich, dass sich der Gast, ausser in den Anfangsminuten, nie vorentscheidend absetzen konnte. Mäder, Teamcaptain und eine polysportive Athletin (beim SC Diegten), hatte in den Zwillingsschwestern Caroline und Ines Camprubí sowie der Kanadierin Sandra Lizé und Ungarin Blanka Zsidó Teamkolleginnen, die jederzeit ihre Aufgabe vollauf erfüllten. Dieser Homogenität hatte der Gast mit Fortdauer des Spieles nur Einzelaktionen, primär durch Kotsidou, entgegenzusetzen.

«Nur» vorgelegt

«Es war das erwartet harte Spiel. Im ersten Viertel gerieten wir arg in Rücklage; aber es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass sie sich durch den Drei-Tore-Rückstand nicht beirren liess. Dennoch ist keine Entscheidung gefallen. Wir haben einfach vorgelegt. Winterthur steht am Donnerstag unter Zugzwang», so Trainer Jobst.

Erste Titelchance am Donnerstag

Deutlicher wurden die Camprubí-Schwestern, die unmissverständlich meinten: «Wir wollen am Donnerstag Meister werden. Wir haben keine Lust auf ein drittes Spiel am Samstag», so die Prattlerinnen.

Es wäre der neunte Titel

Mit einer analogen Leistung wie am Dienstag sollte der «Chübel» nach einigen Jahren Absenz wieder in die WSV-Vitrine kommen. Dort stehen bereits acht Pokale aus der glorreichen Meisterzeit aus den 90er-Jahren.

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