Eishockey
Weiter in der Negativspirale: Die Sharks verlieren drittes Spiel in Folge

Mit der 3:5-Heimniederlage gegen Ajoie setzt sich die unglückliche Serie der Basel Sharks fort. Das Heimspiel gegen Olten am kommenden Samstag wird für die Mannschaft von Dino Stecher bereits zu einer wegweisenden Partie.

Daniel Monnin
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Musste bei seinem Debüt gleich fünf Mal hinter sich greifen: SCB-Leihgabe Oliver Gigon im Dress der Basel Sharks.
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Impressionen vom Heimspiel der Sharks gegen Ajoie
Michel Riesen (r.) erzielt das 1:0.
Joshua Theodoridis kann am Resultat auch nichts ändern.
Brandon Buck stochert den Puck zum 3:3-Ausgleich ins Tor.
Oliver Gigon zeigte mirakulöse Paraden, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Musste bei seinem Debüt gleich fünf Mal hinter sich greifen: SCB-Leihgabe Oliver Gigon im Dress der Basel Sharks.

Uwe Zinke

Es gibt Niederlagen und Niederlagen: Das 3:5 der Basel Sharks gegen Ajoie gehört in die Kategorie jener Partien, die man am besten schnell abhakt – dies vor allem aufgrund der klaren Leistungssteigerung gegenüber dem Langenthal-Spiel und trotz der SCB-Leihgabe Olivier Gigon im Tor.

Torhüter als Hauptthema

Gigon war nicht nur vor dem Spiel das Hauptthema. Sieben Jahre hatte der 34-Jährige für Ajoie gespielt, er wurde in Pruntrut ausgebildet und kam auf über 130 NLB-Spiele, ehe er zu Basel (2007-2008), später zu Fribourg-Gottéron und anschliessend zum SC Bern (seit 2009) wechselte. Für Ajoies Technischen Direktor Vincent Léchenne ein «aussergewöhnlicher Entscheid, Gigon, den Jurassier, ausgerechnet gegen uns einzusetzen.

Der steht doch gewaltig unter Druck.» Sharks-Trainer Dino Stecher hatte am Tag vor dem Spiel allfällige Polemiken im Keime erstickt: «Dieser Einsatz ist Teil unserer Partnerschaft mit dem SCB und wurde bereits anfangs September fixiert. Auch unser Stammtorhüter Urban Leimbacher ist längst darüber informiert.» Von einem Misstrauensvotum gegenüber Leimbacher wollte er überhaupt nichts wissen, hatte er doch bereits vor der Saison erklärt, dass Leimbacher einer der besten Torhüter in der NLB werden könne.

Drei Gegentore im Startdrittel

Auch im Spiel stand Gigon ab dem ersten Puckeinwurf im Mittelpunkt. Trotz einiger mirakulöser Paraden musste auch er sich allein im ersten Drittel dreimal geschlagen geben, zweimal in Unterzahl, einmal nach einem unglücklichen Abpraller. Basel, gegenüber den letzten Einsätzen im Spiel ohne Scheibe und auf den Körper des Gegners sichtlich verbessert, nutzte seinen ersten Schuss zum ersten Tor. Alles deutete eigentlich darauf hin, dass die Sharks die Lehren aus den drei Niederlagen gezogen hatten, nur in einer Beziehung zeigten sich einige Basler zumindest zu Beginn unbelehrbar: im Umgang mit nicht erlaubten Mitteln wie Haken oder Behinderung – und das führte zu einer eklatanten Überlegenheit der Jurassier und zu zwei Gegentoren.

Optisch überlegen

Mit Basels Ausgleich bei Ajoies erster Strafe zu Beginn des Mitteldrittels glich sich das Spiel aus. Die Sharks wirkten zwar optisch überlegen und setzten die Vorgaben ihres Trainers – hartes Spiel auf den Körper, defensiv kompakter stehen – immer besser um, doch Ajoie beschäftigte Gigon deutlich mehr als die Basler den ehemaligen SCB-Junior Mathias Mischler im Ajoie-Tor.

Das änderte sich zwar im letzten Drittel, doch Basel blieb während sechs Minuten Powerplay, eine Minute 15 davon in doppelter Überzahl, zu harmlos. So kam es wie es kommen musste: Ajoie nützte die einzige Basler Strafe – erneut sass Matthias Rossi in der Kühlbox – resolut aus. Die Siegsicherung ins leere Tor muss den Basler wie ein Hohn vorgekommen sein, denn zuvor hatten die Sharks mehrere Ausgleichschancen vergeben und zweimal den Pfosten getroffen.

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