Volleyball

Vom Blitzstart zum Zittersieg - Sm'Aesch gewinnt gegen Neuenburg

Nicht zu hundert Prozent fit: die Aescherin Maja Storck.

Nicht zu hundert Prozent fit: die Aescherin Maja Storck.

Sm’Aesch Pfeffingen besiegt in einer nicht hochstehenden, aber extrem spannenden Partie Neuchâtel UC mit 3:2-Sätzen. Am Mittwoch steht für die Baselbieterinnen das Europacup-Spiel gegen die Isreali aus Kfar Saba an.

Es war ein veritabler Blitzstart von Sm’Aesch Pfeffingen ins erste Heimspiel des Jahres 2016. Für den klaren 25:13-Startsatzgewinn waren vor allem die beiden ausgezeichnet aufgelegten Angreiferinnen Jekatarina Stepanova und Anu Ennok verantwortlich. Vor allem die 26-jährige Lettin Stepanova zeigte sich gegenüber den letzten Spielen des Altjahres in dieser Phase stark verbessert. Praktisch fehlerfrei in der Annahme glänzte sie auch mit sieben präzis geschlagenen Winnern. Doch auch in der Defensive wusste das Team von Trainer Timo Lippuner zu überzeugen.

Nicht nur Libera Thays Deprati, sondern auch Passeuse Rosane Maggioni retteten in diesem ersten Satz manch schon verloren geglaubten Ball in der Feldverteidigung.

NUC mit extremer Steigerung

Dass es gegen die Neuenburgerinnen allerdings nicht so einfach weitergehen würde, wusste jeder. Denn die Mannschaft von Head-Coach Silvan Zindel reagierte heftig auf die doch sehr schwache Vorstellung im ersten Satz und kam dank einer stark verbesserten Topskorin Hillary Hurley und ihrer Landsfrau Sara Shaw schnell zu einer 16:11-Führung.

Da auch NUC-Libera Tabea Dalliard jetzt auch auf hohem Niveau verteidigte und die Angriffe der Gäste immer zwingender wurden, war der Satzausgleich wenig überraschend. Nach diesem resultatmässigen Rückschlag war eine Reaktion des Heimteams dringend nötig. Doch dass es nicht einfach ist, den Schalter einfach umzulegen, bekamen die Sm’Aesch-Spielerinnen nach der Pause zu spüren.

Mit einer nach ihrer langen Verletzungspause überhaupt nicht auf Touren kommenden, aber vom Trainer konsequent durchspielen lassenden Laura Künzler und einer nicht hundertprozentig fitten Topskorerin Maja Storck lagen die Gastgeberinnen immer im Hintertreffen und verloren auch diesen Durchgang mit 20:25.

Die Einwechslung der Brasilianerin Barbara Duarte brachte Sm‘Aesch dann im vierten Satz wieder in die Spur (14:13). Und da in dieser Phase auch die erst 17-jährige Storck ihr Punktekonto äufnete, wurde der 2:2-Satzausgleich nach einer äusserst dramatischen Schlussphase, mit vier NUC-Matchbällen und dem fünften, endlich verwerteten Sm’Aesch- Satzball, doch noch Tatsache.

Spannendes Tie-Break

Im danach nötig gewordenen Tie-Break wogte das Spiel auf und ab. Und was kaum einer in der Löhrenackerhalle noch für möglich gehalten hätte, wurde Tatsache. Das Heimteam fand aus der Negativspirale heraus und holte sich dank dem 3:2-Sieg zwei Punkte.

Interessantes gab nach der Partie Lippuner zu Protokoll: «Wir haben heute nach unserer intensiven Trainingsphase resultatunabhängig gespielt. Ich hätte eine Niederlage akzeptiert, wollte aber vor dem Europacup-Spiel vom kommenden Donnerstag in Israel alle Aufstellungsvarianten prüfen. Nicht zufrieden war ich nach dem guten Beginn mit der Defensivarbeit und den teilweise zu durchsichtigen Zuspielen unserer beiden Passeusen.»

Lange können sich die Sm’Aesch-Volleyballerinnen nicht erholen, bereits am Mittwoch geht’s nach Kfar Saba zu Europacup und am Samstag kommt es zum ultimativen Spitzenkampf gegen Volley Düdingen.

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