FC Basel
Verdienter Sieg im Klassiker: Der FCB bestätigt seinen Aufwärtstrend und gewinnt in Zürich mit 2:0

Der dritte Klassiker der Saison stand ganz im Zeichen einer Hauptprobe für den Cup-Halbfinal, den die beiden Rivalen Ende April ebenfalls im Zürcher Letzigrund austragen werden. Die Hauptprobe glückte dem Team von Marcel Koller besser: Trotz mangelhafter Chancenauswertung setzten sich die Basler dank Treffern von Samuele Campo und Albian Ajeti mit 2:0 durch.

Julian Förnbacher
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Der Jubel ist gross: Samuele Campo, Eray Cömert, Albian Ajeti und Ricky van Wolfswinkel (v.l.n.r.) nach dem 2:0 Sieg gegen den FC Zürich.
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Am Schluss macht Albian Ajeti (r.) alles klar. In der 89. Minute fällt durch ihn der verdiente Treffer zum 2:0.
Basel dominiert den FCZ, auch hier braucht es gleich drei Zürcher, um den Basler Aldo Kalulu (l.) zu stoppen.
FCZ-Assistenztrainer Rene van Eck (l.) und Trainer Ludovic Magnin (r.): Die beiden verbringen nicht gerade einen angenehmen Abend zusammen.
In der 54. Minute fällt endlich der Führungtreffer zum 1:0, der Torschütze Samuele Campo jubelt mit seinen Mitspielern.
Den Ball gibt er so schnell nicht wieder her: Jonas Omlin gegen Toni Domgjoni.
Luca Zuffi (l.) und Raoul Petretta gegen Toni Domgjoni (M.).
FCZ-Torhüter Yanick Brecher hat viel zu tun, wenn Aldo Kalulu loslegt (r.).
Luca Zuffi (l.) schlägt sich gegen Kevin Rüegg (r.) durch.
Für einmal umgekehrt: Hier müssen die beiden Basler Raoul Petretta (l.) und Torhüter Jonas Omlin (r.) gegen den Zürcher Assan Ceesay (M.) klären.
Captain Marek Suchy (r.) wird vom auffälligen Assan Ceesay (l.) verfolgt.
Der schnelle Zürcher Salim Khelifi (l.) steht unter Dauerbeobachtung, hier greift Petretta (r.) ein.
Der FC Basel befindet sich mitten in einer Druckphase und konnte schon acht Chancen erspielen. Die Zürcher Andreas Maxso, Gregory Sertic und Torhüeter Yanick Brecher (v.l.n.r) versuchen gegen Ricky van Wolfswinkel zu retten, was noch zu retten ist.
Hatte seine Chancen, konnte bis jetzt aber keine verwerten: Der Basler Fabian Frei.
Auch Fabian Frei (r.) kommt zu seiner Chance. Hier lässt er sich nicht von Assan Ceesay (l.) beirren, wagt in der ersten Halbzeit gleich mehrere Schüsse auf das Zürcher Tor.
Ebenfalls neu in der Startelf, ebenfalls bis jetzt überzeugend: Samuele Campo (l.), hier im Duell mit Gregory Sertic (r.).
FC Zürich - FC Basel (03.04.2019)

Der Jubel ist gross: Samuele Campo, Eray Cömert, Albian Ajeti und Ricky van Wolfswinkel (v.l.n.r.) nach dem 2:0 Sieg gegen den FC Zürich.

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Das Spiel: Basel sündigt im Abschluss - und gewinnt dennoch

Keine zehn Minuten sind im Klassiker gespielt, da müsste der FC Basel bereits mit 2:0 führen. Erst scheitert Ricky van Wolfswinkel aus bester Position mit einem Lupfer-Versuch kläglich an FCZ-Keeper Yannick Brecher, der im Verlauf der Partie noch so manche Grosschance vereiteln, sollte, dann verpasst Eray Cömert per Kopf nach einer Ecke.

Die Startphase, sie ist sinnbildlich für den Auftritt des Tabellenzweiten im Zürcher Letzigrund. Das Team von Marcel Koller ist spielbestimmennd und verzeichnet die besseren Chancen - geht damit jedoch bisweilen fahrlässig um. So findet auch der FC Zürich langsam in die Partie und gestaltet diese mit fortschreitender Spieldauer ausgeglichen.

Kurz nach der Pause geht die Magnin-Elf dann beinahe selbst in Führung: Ceesay wird herrlich von Khelifi lanciert. FCB-Hüter Jonas Omlin reagiert am schnellsten und wirft sich in Ceesays Abschluss. Eine Minute später jubelt der FCB: Eray Cömert schlägt einen Zuckerpass über das halbe Feld direkt auf den linken Fuss von Samuele Campo. Der Ball segelt über den chancenlosen Yannick Brecher hinweg in die Maschen. Ein Gedicht.

In der Folge verpasst der FCB gleich mehrfach das 2:0, kommt aber ungeschoren davon. Der zur Pause eingewechselte Albian Ajeti sorgt mit seinem Tor in der 89. Minute für die Entscheidung.

Der Beste: Samuele Campo

Bereits am 3. April erzielt er das Tor des Monats. Und nicht nur an sein Traumtor wird sich Samuele Campo gerne erinnern. Der Basler Nummer 10 gelingt nach zuletzt schwierigen Wochen ein solider Auftritt. Durch seinen Treffer verdient sich Campo, der eigentlich just vor dem Tor hätte ausgewechselt werden sollen, eine halbe Stunde Extra-Spielzeit. Zdravko Kzmanovic muss zunächst weiter auf der Bank warten. Kurz vor Schluss muss Campo dann doch noch raus - unter Krämpfen und von Beifall der mitgereisten FCB-Fans begleitet.

Das gab zu reden: Ersatzgeschwächte Zürcher verlernen das Siegen

Dem Team von Ludovic Magnin läuft es momentan einfach nicht. Seit November gewann der FCZ nur noch drei Ligaspiele - gegen die Kellerkinder GC (zweimal) und Xamax. Ein Grund für die FCZ-Baisse ist die lange Verletztenliste. Alleine mit Winter, Kololli und Odey fehlen den Zürchern momentan 29 Pflichtspieltore. Immerhin: Gegen Basel gab Verteidiger PA Modou sein Comeback. Auch ihn vermisste man in Zürich zuletzt schmerzlich.