1.-Liga-Unihockey
Unihockey Basel Regio gewinnt das erste Spiel des Playoff-Finals

Unihockey Basel Regio gewinnt auswärts in Fribourg die erste Partie der Playoff-Finalserie (best-of-three) in extremis mit 5:4 nach Verlängerung. Die Basler lagen in dieser verrückten Partie bereits nach nur fünf Minuten mit 0:3 im Rückstand und erzielten erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 4:4.

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Die Basler haben nun zwei «Matchbälle» zum Einzug in die Aufstiegsplayoffs gegen einen der NLB-Playout-Verlierer.

Die Basler haben nun zwei «Matchbälle» zum Einzug in die Aufstiegsplayoffs gegen einen der NLB-Playout-Verlierer.

Zur Verfügung gestellt

Nach knapp drei Minuten in der Overtime war es dann Doppeltorschütze Jaakko Levola (FIN), welcher die weisse Plastikkugel irgendwie noch über die gegnerische Torlinie und die über 500 Fribourger Zuschauer endgültig zum verstummen brachte. Verantwortlich für den Ausgleich wie auch den Assist zum Siegestreffer war der erneut überragend aufspielende Patrick Mendelin.

In der vollen Ste.-Croix-Halle in Fribourg erwischten die Saanestädter eindeutig den besseren Start und die Nordwestschweizer sprichwörtlich auf dem falschen Bein. Die Gäste waren zu Spielbeginn wohl überwältigt von der grossartigen Kulisse und nicht zu hundert Prozent auf dem Platz. Schon nach 55 Sekunden war es E. Aerschmann, der das Heimteam in Führung und die Halle das erste Mal zum Beben brachte. Kurz darauf erhöhten Kaeser und Weibel mit schönen Toren bis zur fünften Minute auf 3:0.

Basel hinten wieder solider

Bereits im Hintertreffen bevor das Spiel eigentlich so richtig begonnen hatte, entschied sich das Trainergespann um Head-Coach Haller, sein Timeout zu nehmen. Ein weiterer solcher Spielverlauf und die Partie wäre für die Basler wohl bereits nach dem ersten Drittel vorbei gewesen. Diese Massnahme schien auch augenblicklich Wirkung zu zeigen. Basel Regio stand nun hinten solider und konnte den Fribourger Paradespielzug vermehrt verhindern. Für den Rest war Torhüter Kramer besorgt. Auch in offensiver Hinsicht kamen die Basler nach dem Timeout immer besser ins Spiel. Sie vermochten nun vermehrt eigene Chancen zu kreieren und tauchten immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Torhüter Stern auf. Eine solche Chance nutzte Levola dann nach zwölf Minuten und erzielte den ersten Treffer für die Gäste.

Eine Überzahlsituation aufgrund einer unerklärliche Strafe, die der Basler D. Mendelin kurz vor Ablauf des Startdrittels kassierte, nutzte Fribourg in der 21. Minute zur 4:1-Führung und dem erneuten Drei-Tore-Vorsprung. Basel Regio liess sich davon aber weder beeindrucken noch beirren, sondern rackerte weiter und versuchte sukzessive, das Handicap aus den ersten Minuten wettzumachen. Immerhin reichte es zu einem weiteren Tor im Mitteldrittel durch Kallion zum 2:4. Zwei Powerplays für die Basler verstrichen in dieser Phase aber ungenutzt. Die Fribourger Defensive (inkl. Schlussmann) erwies sich auch mit einem Mann weniger als zu solide.

Mit dem Rücken zur Wand

Erst im Schlussdrittel reüssierten die Basler nach zunächst kurzem doppeltem Überzahlspiel im 5 gegen 4 und erzielten den so herbeigesehnten Anschlusstreffer. Als kurz vor Schluss immer noch ein Tor fehlte, um die Verlängerung zu erzwingen, wurde der Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt und alles nach vorne geworfen. Mit dem Rücken zur Wand liessen die Gäste den Ball geschickt zirkulieren und suchten Abschlusspositionen. Eine solche nutzte P. Mendelin 45 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit und wuchtete den Ball ins entfernte hohe Eck. Das Momentum des Spiels war nun ganz klar auf der Basler Seite. Das Blatt hatte sich komplett gewendet. Fribourg wiederum zeigte sich geschockt und entsprechend verunsichert, hatten sie doch vor knapp 40 Minuten ihr letztes Tor geschossen. Die Aufholjagd der Basler zahlte sich dann in der Verlängerung verdientermassen aus.

Basel Regio gewinnt also das erste Finalspiel und hat nun zwei «Matchbälle» zum Einzug in die Aufstiegsplayoffs gegen einen der NLB-Playout-Verlierer. Die erste Chance bietet sich am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Möslibachhalle in Ettingen.

Matchtelegramm:

Unihockey Fribourg - Unihockey Basel Regio 4:5 n.V. (3:1, 1:1, 0:2, 0:1)

Ste. Croix, Fribourg. – 531 Zuschauer. – SR Betrisey/Bosia.

Tore: 1. Aerschmann 1:0. 4. Kaeser (Köstinger) 2:0. 5. Weibel (Jungo) 3:0. 12. Levola (Mendelin) 3:1. 21. Aerschmann (Müller) 4:1. 35. Kallion (Mendelin) 4:2. 52. Mendelin 4:3. 60. Mendelin (Kramer) 4:4. 63. Levola (Mendelin) 4:5.

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Unihockey Fribourg. 1 mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio.

Aufstellung: Tim Kramer (T), Christian Coray (T), Martin Mendelin, Matthias Reist, Tiziano Conti, Michael Kehrli (C), Kaspar Kallion, Patrick Mendelin, Nicolas Schwob, Cédric Mendelin, Simon Best, Stephan Hänggi, Patrick Schaffter, Tobias Rudin, Valentin Schmid, Dennis Kramer, Moritz Eggmann, Jaakko Levola, Dominik Mendelin, Tanel Kasenurm.

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