FCB-Zahl der Woche

Trotz Corona-Debakel: Der FC Basel gehört europäisch noch immer zu den Top 10

Tomas Vaclik ist der einzige der letzten fünf ehemaligen FCB-Spieler, welcher sich in einer grossen Liga hat durchsetzen können.

Tomas Vaclik ist der einzige der letzten fünf ehemaligen FCB-Spieler, welcher sich in einer grossen Liga hat durchsetzen können.

Laut einer internationeln Statistik des CIES ist der FC Basel noch immer einer der Top-Klubs Europas. Dann nämlich, wenn es darum geht, von welchen Klubs die meisten Spieler den Sprung in eine grosse Liga schaffen.

In einer Woche, in der sich Vereinsleitung und Spieler des FC Basel öffentlich anfeinden, um Geld zanken und auf erschreckende Art und Weise offen legen, dass jeder nur noch auf sein Wohl achtet, da gehen Meldungen wie jene des «CIES Football Observatory» fast unter. Dabei ist es eine bemerkenswerte Zahl, welche das CIES nach ihren Analysen darlegt. In ihrem wöchentlichen Bericht kümmert sich die Recherche-Gruppe, welche sich auf statistische Analysen im Fussball spezialisiert, dieses Mal um sogenannte stepping-stone-clubs. Um Klubs also, von welchen man am besten den Sprung in eine der Top-5-Ligen Europas schaffen kann.


Wenig überraschend thront an der Spitze das Überraschungs-Team der letztjährigen Champions-League-Kampagne, Ajax Amsterdam. Die Holländer geniessen seit Jahren einen exzellenten Ruf bezüglich Ausbildung von Nachwuchsspielern. Ganze 22 Spieler, die aktuell in den grossen fünf Ligen aktiv sind, entstammen der Ajax-Schule. Nur ein Akteur weniger hat den Sprung von Lissabon, genauer gesagt von Benfica aus, geschafft. Komplettiert wird das Führungstrio von RB Salzburg, von wo aus 20 Spieler den Sprung in die Top 5 schafften.

Die Top-Ten der stepping-stone-clubs ist ein Who-is-Who der grössten Ausbildungsvereine. Und zu diesen darf sich auch immer noch der FC Basel zählen. Insgesamt 15 Spieler, die in Ihrer Karriere einst rotblau trugen, spielen momentan in England, Spanien, Deutschland, Italien oder Frankreich. Dass von den letzten fünf Abgängen von FCB-Spielern in eine grosse Liga - Ajeti zu West Ham, Suchy zu Ausgburg, Elyounoussi zu Southampton, Vaclik zu Sevilla und Lang zu Gladbach - einzig einer reüssieren und sich einen Stammplatz ergattern konnte, kann dem FCB egal sein. Es ist keine schöne Statistik, in jener des CIES aber irrelevant.

Und dass jüngst mit Noah Okafor das grösste Talent zu Salzburg abwanderte, ist unschön und ein Anzeichen einer Trendwende. Aber mit 15 mehr oder minder erfolgreichen Exporten bleibt Basel eine der grossen Adressen als Sprungbrett-Klub in Europa. Und in der Schweiz sowieso. Zum Vergleich: Nur je sechs ehemalige YB- und Sion-Akteure kicken aktuell in einer Top-5-Liga.

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