Beachsoccer
Strandsaison dauert ein halbes Jahr

Die Meisterschaft wurde verlängert und die Liga vergrössert. Geblieben sind die Titelanwärter: Drei regionale Teams gehören dazu, nämlich die BSC Scorpions, FC Basel und Chargers Baselland

Patrick Pensa
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Die Scorpions wollen ihren Meistertitel von 2010 verteidigen.

Die Scorpions wollen ihren Meistertitel von 2010 verteidigen.

Zur Verfügung gestellt

Seit der Einführung 2006 hat sich die Schweizer Beachsoccer Liga ständig weiterentwickelt. Nun ist der Moment für einen weiteren Schritt Richtung Professionalisierung gekommen, wie auch der Präsident des Cupsiegers 2010, Goran Abt von den Chargers aus Liestal, findet: «So verliert die Meisterschaft den Hobbycharakter. Die Teams müssen sich langsam entscheiden, der Spagat mit der Rasensaison ist fast nicht mehr möglich.»

Längere Saison, breitere Kader

Damit spricht Abt einen entscheidenden Punkt an. Die Verlängerung der Meisterschaft von Mai bis zum Finalturnier Ende September in Liestal bringt eine grössere Überschneidung mit den normalen Fussballmeisterschaften mit sich. Teams wie der FC Basel, der sein Kader in erster Linie aus 1.-Liga-Spielern rekrutiert, oder auch die Scorpions, die viele Kicker vom SC Binningen in ihren Reihen haben, müssen Lösungen suchen. Gerade der FCB musste in der letzten Saison schmerzlich erfahren, was die Überschneidung der zwei Meisterschaften bedeuten kann. Als Leader reiste er ans Finalturnier, das parallel zur ersten Runde der 1.Liga stattfand, und scheiterte gleich im ersten Spiel, weil einige Stammspieler fehlten.

FCB-Trainer Reto Baumgartner und auch sein Kollege vom Schweizer Meister BSC Scorpions, Dominik Ziegler, haben reagiert und ihre Kader verbreitert. Die Scorpions, die gleich fünf Nationalspieler stellen, sind eine Zusammenarbeit mit dem Team Futbaloco eingegangen, die den eigenen Meisterschaftsbetrieb für ein Jahr aussetzen. Ursprünglich wollten die Teams gar fusionieren, dies war aber kurzfristig nicht möglich. Ziegler hofft nun, dass man im Verlauf der Saison, die neuen Spieler gut integrieren kann und dann im Spätsommer, wenn sich die Meisterschaften überschneiden, über ein breites, ausgeglichenes Kader verfügt. Die Chargers als reiner Beachsoccer-Klub, der auch über eine Juniorenabteilung und eine Frauenmannschaft verfügt, indes haben praktisch keine Rasenspieler und sind so unabhängig.

Unterbruch für die WM

Die «Suzuki Swiss Beach Soccer League» wird neun Events umfassen und von einer eigenen TV-Sendung im Schweizer Sportfernsehen begleitet. Da im September die Beachsoccer-Weltmeisterschaften stattfinden, gibt es vor dem Finalturnier in Liestal eine mehrwöchige Pause.

Die Meisterschaftsfavoriten sind trotz der Vergrösserung der Liga auf 14 Teams die gleichen geblieben. Neben den drei regionalen Klubs sind dies die Havana Shots Aargau, das Team Zürich sowie die Bern Sable Dancers, welche das Eröffnungsturnier vom Wochenende ausrichten werden. In der ersten Partie trifft Schweizer Meister Scorpions auf die Winterthur Panthers und im zweiten Spiel kommt es gleich zum Derby zwischen den Chargers Baselland und dem FC Basel.

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