Basketball
Starwings unterliegen Lugano und müssen um Playoffplatz bangen

Die Starwings verlieren in Lugano mit 70:86 (29:35). Die dezimierte Basler Mannschaft hatte den Luganesi wenig entgegenzusetzten. Die «Wings» müssen nun weiterhin um die vorzeitige Playoff-Qualifikation bangen.

George Küng
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Mit einem Sieg gegen Massagno könnten sich die Starwings alle Rechnereien schenken.

Mit einem Sieg gegen Massagno könnten sich die Starwings alle Rechnereien schenken.

zVg

Dass die «Wings», in dieser Verfassung (alle Akteure sind angeschlagen) und mit einem Minimal-Kader (der neunte eingetragene Mann war Teammanager Jonas Lutz), beim «Grande Lugano», das in diesem Jahrzehnt neun Titel gewann, nicht jenen Sieg erringen würde, den es braucht, um aus eigener Kraft Rang zu sichern, war zu erwarten.

Die Partie war ein Vergleich zwischen einem Klub, der sich sechs ausländische Top-Profis leisten kann und nie Gefahr lief, die Partie zu verlieren. Allerdings stand es nach 34 Minuten plötzlich nur noch 70:65 – doch zwei Dreier der Luganesi und ein Baselbieter Ballverlust führten zuletzt zum klaren und auch logischen Verdikt respektive Endresultat.

Nach der Partie gab es eine gute Nachricht und zwei schlechte Neuigkeiten. Positiv für die Starwings, dass SAM Massagno in Lausanne eine Abfuhr erlitt. Somit können die Tessiner nicht mehr Rang 6 erreichen – und sind am Sonntag in Birsfelden zu Gast. In jenem Vergleich müssten die Starwings siegen – dann sind alle Rechnereien Makulatur und das Birstaler Kombinat hat Platz 6 und die Playoffs auf sicher. Sieht man den aktuel­len Zustand der Equipe und die Klubmöglichkeiten, ist dies eine grosse Leistung.

Playoffplatz längst nicht gesichert

Die schlechten News waren, dass Central Luzern das Schlusslicht Zürich diskussionslos mit 68:53 bezwang. Die Zürcher hatten vor einer Woche gegen die Starwings unerwartet mit 88:69 gewonnen und 35 Punkte mehr erzielt. Dies wirft Fragen auf.

Nicht sehr günstig lief es für die Starwings, dass Boncourt beim dezimierten Leader Monthey sensationell siegte. Und damit können die Innerschweizer mit drei Siegen die Starwings punktemässig über­flügeln. Oder, was ebenso fatal wäre, Boncourt siegte zuhause gegen Lugano und in Lu­zern – und die Starwings verlieren gegen SAM, Fribourg und Genf, so dass es zu einer Triplette käme. Mit der Quintessenz, dass die Starwings nur noch Achter werden.

Damit diese vielen Evantualitäten, die durchaus realistisch sind, nicht passieren, gibt es eine Lösung: Am Sonntag siegen und dann muss niemand mehr rechnen. Dazu bedarf es aber einer physisch gesunden Mannschaft, die intensiver verteidigen kann und vor allem unter den Körben mehr punktet und mehr Wasserverdrängung aufweist.

Telegramm

Lugano Tigers – Starwings 86:70 (35:29)

 

Istituto Elvetico. - 350 Zuschauer. - SR: Stojcev/De Martis/Ferrone.

Lugano: Everett (15), Stockalper (10), Carey (20), Aw (11), Williams (16); Louissaint (7), West (5), Mussongo (2); Lukic, Otoga.

Starwings: Jones (17), Fuchs (2), Sager (9), Brown (18), Vinson (10); Herrmann (5), Schoo (4), Verga (5); Lutz.

Bemerkungen: Lugano ohne Steinmann (rekonvaleszent). - Starwings ohne Carrara, Hauri, Pavlovic und Thélémarque (alle verletzt). - Viertelsresultate: 17:15, 18:14 (35:29); 27:23 (62:52) und 24:18 (86:70). - Fouls: Lugano 17, Starwings 14.

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