Eishockey
So wollen die Basel Sharks nach der Katastrophensaison zum Erfolg zurück

Die Basel Sharks nehmenam 2. Mai das Sommertraining auf. Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen seit Wochen auf Hochtouren, damit die kommende Saison besser wird.

Jonas Burch
Drucken
Kyle Greentree (links) ist einer der beiden neuen Ausländer der Sharks.

Kyle Greentree (links) ist einer der beiden neuen Ausländer der Sharks.

GEPA

EHC-Geschäftsführer Pascal Suter freut sich über die Herausforderung und gibt über sechs zentrale Aspekte Auskunft:

• Die neuen Ausländer: «Mit Brandon Buck und Kyle Greentree von Medvešcak Zagreb haben wir unsere Wunschausländer verpflichten können. Der Kontakt zu den beiden entstand kurz nach unserem Saisonende über deren Agenten. Nach intensiven Videoanalysen haben wir das Duo in Kroatien getroffen und waren auf Anhieb überzeugt, dass die Kanadier auch menschlich gut in unser Team passen. Buck, der uns bereits in der Schweiz besucht hat, wird als Spielmacher agieren, Greentree übernimmt wegen seiner Masse mehr das Image des ‹Bad Guys›.»

• Die Nachwuchsförderung: «Es freut uns, dass wir mit Torhüter Andrin Kunz und Stürmer Raoul Seiler zwei Eigengewächse in der
ersten Mannschaft begrüssen dürfen. Seiler ist der talentierteste Sharks-Junior und damit so etwas wie der Prototyp unserer Nachwuchsbemühungen. Im Verhandlungsgespräch hat er mehrfach betont, dass er gewillt ist, alles für die Sharks zu geben. Dass er das nötige Talent dazu hat, steht ausser Frage, jetzt gilt es, dies auch auf dem Eis zu zeigen.»

• Die Partnerschaft mit Bern: «Unser neuer Trainer Dino Stecher pflegt seit jeher regelmässigen Kontakt zur Berner Führungsetage. Entsprechend wurde nun die Zusammenarbeit mit dem Meister intensiviert. Vor allem im Junioren-Bereich. Es ist gut möglich, dass unsere Young Sharks ab und an beim SCB-Nachwuchs trainieren oder sogar für die Berner Junioren-Auswahl auflaufen. Bei der Intensivierung der Partnerschaft hatten sicher auch die Transfers von Dan Weisskopf und Michaël Loichat einen wesentlichen Einfluss, die beide fix von Bern übernommen wurden. Trotzdem haben wir noch eine B-Lizenz für die Spieler, es kann also durchaus sein, dass die beiden noch ein paar Mal für uns auflaufen werden. Ansonsten zeigt sich der SCB gewillt, gewisse Akteure an uns abzugeben. Aktuell haben wir noch einen Platz im Team unbesetzt.»

• Das neue Trainer-Duo: «Mit Dino Stecher haben wir ebenfalls unseren Wunschkandidaten verpflichtet. Im Gegensatz zu Vorgänger Dany Gélinas spricht Stecher fliessend Deutsch, das erleichtert vieles. Obwohl Stecher damals bei der Bekanntgabe noch in Biel assistierte, war er immer an allen Kader-Sitzungen der Sharks dabei. Wir haben keinen Transfer, keine Entscheidung ohne ihn getroffen. Seit der Verpflichtung habe ich mit ihm fast täglich Kontakt, er macht einen enorm professionellen Eindruck. Dominik Schär war für Stecher Kandidat Nummer eins auf der Assistenten-Position. Als Trainer im Erstliiga-Team von Basel/KLH hat er jedenfalls einen super Job gemacht, insofern kann ich diese Entscheidung nur begrüssen.»

• Lehren aus der Vorsaison: «Eine solche Saison wie die letzte wollen wir natürlich nie mehr erleben. Rückblickend haben wir zu spät reagiert: als die Krise ihren Höhepunkt erreicht hatte. Auch die Kommunikation mit dem Trainer war nicht immer optimal. Ein weiterer Punkt war die Kaderzusammenstellung, die zu wenig aufeinander abgestimmt war. Deswegen konnten wir nie eine Serie hinlegen. Allerdings muss auch gesagt werden, dass viele Schlüsselspieler unter ihrem Niveau agierten. In persönlichen Gesprächen haben wir ihnen deutlich gemacht, dass wir in der kommenden Saison eine klare Steigerung erwarten.»

• Ausblick auf die neue Saison: «Das definitive Saisonziel bestimmt der Verwaltungsrat nach der abgeschlossenen Kaderplanung. Fakt ist, dass wir einen Schritt machen müssen. Mein Wunsche wäre es, vorne mitzuspielen. Seit dem Erfolg des FC Basel will die ganze Stadt Gewinnerteams sehen. Wenn wir so spielen wie bisher, wird auch der Zuschauerschnitt nicht steigen.»

Aktuelle Nachrichten