Volleyball
Sm’Aesch-Trainer Timo Lippuner: «Ich fühle mich schon wie zu Hause»

Mit Nationaltrainer Timo Lippuner soll bei Sm’Aesch Pfeffingen langfristig geplant werden. Nach einem durchzogenen Saisonstart peilen die Birstalerinnen die Playoff-Plätze an.

Olivier Winistörfer
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Die Playoffs im Visier: Timo Lippuner hat beim neuen Arbeitgeber klare Vorstellungen.

Die Playoffs im Visier: Timo Lippuner hat beim neuen Arbeitgeber klare Vorstellungen.

OW

Der Transferknaller, den Sm’Aesch Pfeffingen am Montag verkünden konnte, kam wohl für viele überraschend: Der bisherige Assistenztrainer des Schweizer Meisters Volero Zürich, interimistische Nationaltrainer der Schweiz und Leiter der Zürcher Jugendabteilung wechselt per sofort ins Baselbiet. Auch wenn der Entscheid kurzfristig kam, sei er gut durchdacht gewesen und soll Nachhaltigkeit bringen, wie Sm’Aesch-Präsident Werner Schmid erklärte. «Wir freuen uns sehr, dass wir Timo Lippuner zu uns holen konnten, da er unsere Klub-Philosophie teilt und mit dem Engagement bei der Schweizer Nationalmannschaft und bei Volero Zürich viel Erfahrung mitbringt», fügt der Präsident an.

Zwischenmenschliche Spannungen

Zur Entlassung des Trainerduos Lodi-Buser sei es wegen divergierenden Ansichten gekommen: «Es stimmte zwischenmenschlich einfach nicht und als ich erfahren habe, dass sich Timo Lippuner ein Engagement bei einem NLA-Verein vorstellen könne, der auf Jugendarbeit und Schweizer Spielerinnen setzt, habe ich ihn natürlich gleich kontaktiert.»

Für den 33-jährigen Solothurner sei bei seiner Entscheidung auch die vereinsinterne Nachwuchsakademie ein wichtiger Pluspunkt gewesen: «Da ich wusste, dass in der Nachwuchsabteilung von Hannes Nowotny ein ausgezeichneter Job gemacht wird und die Zusammenarbeit zwischen den Stufen sicher gut klappen würde, wie ich es von der Juniorennationalmannschaft weiss, war ich auch überzeugt bei Sm’Aesch Pfeffingen das Traineramt zu übernehmen.»

Sm’Aesch ist kein Abstieg

Der Solothurner zeigt sich auch erfreut über seine neue Aufgabe bei den Birstalerinnen: «Es ist eine spannende und neue Herausforderung für mich als Headcoach eines NLA-Teams. Ich bin mir sicher, dass der sechste Rang und somit die Playoffs als ein realistisches Ziel ist.» Lippuner sieht den Wechsel vom Spitzenreiter aus Zürich ins Baselbiet dann auch nicht als sportlichen Abstieg: «Ich finde, dass der Fokus bei den beiden Teams einfach unterschiedlich gelegt wird. Sm’Aesch ist in erster Linie ein Ausbildungsverein für junge Schweizer Spielerinnen, was jedoch für mich einen besonderen Reiz hat.»

Kein Unbekannter

Am Dienstag wurde Lippuner dem Team noch offiziell vorgestellt, obwohl er durch seine Tätigkeiten in Voleros Jugendabteilung und bei der Schweizer Nationalmannschaft viele der Spielerinnen bereits kannte. Mit einem traurigen und lachenden Gesicht verpasste er deshalb das Champions-League-Spiel des Voleros in Polen: «Durch die vielen Reisen und die enge Zusammenarbeit mit einigen Spielerinnen des Teams entstand schon eine besondere Bindung. Dies machte es nicht einfach von Volero wegzugehen. Jedoch wurde ich bei Sm’Aesch Pfeffingen so herzlich empfangen, dass ich mich schon wie zu Hause fühle und mich nun auf die Arbeit mit diesem Team freue.» Der Solothurner werde seine Funktion als Leiter Nachwuchs bei Volero bis Ende Saison weiterführen und so ein Bindeglied zwischen Zürich und Basel sein.

«Schätze ihn als Trainer»

Sm’Aesch-Captain und Nationalspielerin Laura Tschopp freut sich über den neuen Mann an der Seitenlinie: «Ich kenne Timo seit mehr als sieben Jahren, auch durch die Nationalmannschaft, und schätze ihn sehr als Trainer. Er wird uns nützliche Inputs geben, da bin ich mir sicher.» Das ganze System könne und wolle Lippuner aber nicht verändern, wie er abschloss: «Jetzt alles über den Haufen zu werfen, würde nichts bringen. Da wir am Samstag in Düdingen gleich auf den nächsten direkten Konkurrenten um die Playoffs treffen, wollen wir uns nun gut vorbereiten und auf unseren Stärken aufbauen.»

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