Volleyball NLA
Sm'Aesch Pfeffingen verliert: Taktisches Geplänkel vor den Playoffs

Sm’Aesch Pfeffingen verliert nach gutem Start gegen Franches Montagnes mit 1:3-Sätzen. Headcoach Timo Lippuner geht im letzten Heimspiel der Qualifikationsphase grosses Risiko und stellt sein Team komplett um, ohne Erfolg.

Paul Ulli
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Anu Ennok von Sm'Aesch Pfeffingen.

Anu Ennok von Sm'Aesch Pfeffingen.

Uwe Zinke

Aesch. Sm’Aesch Pfeffingen-Headcoach Timo Lippuner ging im letzten Heimspiel der Qualifikationsphase gegen Hotel Cristal Franches Montagnes grosses Risiko und stellte sein Team komplett um. Roxana Wenger am Pass, Madlaina Matter und Capitaine Barbara Duarte als Mittelblockerinnen, Samira Sulser, Ralitsa Vasileva und Anu Ennok über den Aussenangriff, sowie Alexandra Lorenz auf der Libera-Position.

Eine Aufstellung, die so noch nie in ein Pflichtspiel gegangen war. Doch diese neu zusammengestellte Mannschaft zeigte im Startsatz nicht nur guten Volleyballsport, sondern überzeugte auch kämpferisch. Sie liess sich auch durch einen zwischenzeitlichen 12:16-Rückstand nicht irritieren, glich zum 22:22 aus und machte danach mit drei Punkten in Folge den Sack zu und ging damit satzmässig in Führung.

Doch die Freude währte nicht lange, denn im zweiten Satz lief nichts mehr zusammen und das neu zusammengewürfelte Team wurde gleich mit 25:9 vom Feld gefegt. Zu viele Annahmefehler und eine gegenüber dem Startsatz schwache Blockabwehr öffneten den Gästen aus dem Jura Tür und Tor. Nach der Pause zeigten sich die Gastgeberinnen, ab Mitte des Satzes mit Stammzuspielerin Tess von Piekartz, wieder verbessert und boten denen den Sieg zwingend brauchenden Gästen wieder mehr Paroli. Trotzdem ging auch dieser Durchgang relativ klar zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Romeu Filho aus.

Ralitsa Vasileva spielte im Aussenangriff.

Ralitsa Vasileva spielte im Aussenangriff.

Giuseppe Esposito

Im vierten, ausgeglichenen Satz, kam dann auch noch Nachwuchsspielerin Selina Wehrle für Ennok zum Einsatz. Doch nach dem 12:12 hatte die Bulgarin Vasileva einen Black-Out und verschenkte mit zwei Annahmefehlern und zwei völlig misslungenen Angriffen gleich vier Punkte in Folge. Danach lief beim Heimteam nicht mehr viel zusammen (12:18) und Franches Montagnes durfte wenig später einen nicht budgetierten 3:1-Sieg bejubeln.

Eine Niederlage die ziemlich sicher Sinn macht

Verlieren ist nie schön, wenn aber eine nicht um jeden Preis verhinderte Niederlage in den Playoffs zum Vorteil werden kann, ist dies allemal zu verkraften. Fakt ist nämlich, dass dank diesem Sieg Franches Montagnes auf dem dritten Platz verbleibt und Neuchâtel UC hinter sich lässt. Das heisst im Klartext, dass Sm’Aesch Pfeffingen nach einem erfolgreichem Playoff-Viertelfinal im Halbfinal auf die Jurassierinnen treffen würde.

Und in den bisherigen Partien in Meisterschaft und Cup hatte Franches Montagnes gegen die Stammformation der Baselbieterinnen jeweils keine Chance. Diese Vorgaben spielten natürlich auch in den Ueberlegungen von Trainer Lippuner eine nicht unwichtige Rolle:“ Ich wollte zeigen, dass es auch unsere jungen Schweizerinnen absolut drauf haben. Zudem haben wir bei einem Vergleich in maximal drei Spielen gegen den heutigen Gegner mit unseren Stammkräften sicher die besseren Karten.“

Telegramm

Sm’Aesch Pfeffingen – Hotel Cristal Franches Montagnes 1:3

Löhrenacker. – 220 Zuschauer. – SR Stanisic/Dzankovic

Sätze: 25:22, 9:25, 15:25, 18:25

Sm’Aesch Pfeffingen: Matter, Vasileva, Wenger, Ennok, Duarte, Sulser, Lorenz (Libera); von Piekartz, Künzler, Storck, Smitalova, Wehrle.

Franches Montagnes: Buchwalder, Edelman,Squyres, Sciarini (Libera), Kronenberg, Zaloznik, Busquets; Gerber, Rebetez, Castiglione, Vuilleumier, Donzé (Libera).

Bemerkungen: Sm’Aesch Pfeffingen ohne Deprati (geschont)

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