Volleyball NLA
Sm’Aesch mit Steigerungslauf zu drei Punkten

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen bezwingen ihren Angstgegner. Gegen Franches Montagnes resultiert ein souveräner 3:1-Heimsieg

Paul Ulli
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NLA-Finalrunde: Sm'Aesch Pfeffingen - Franches Montagnes
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Die Aescherin Laura Tschopp gegen Nicole Koolhaas.
Finalrundenspiel Sm'Aesch Pfeffingen - Franches-Montagnes
Die Aescherin Mira Todorova (11) gegen Methot Murray (2).
Die Aescherinnen Jovana Gogic (9) und Mira Todorova (11) strecken sich.
Die Aescherin Laura Tschopp gegen Nicole Koolhaas.

NLA-Finalrunde: Sm'Aesch Pfeffingen - Franches Montagnes

Roland Schmid

Die Chancen auf einen Sieg für Sieg für Sm’Aesch Pfeffingen standen vor Beginn des Spiels denkbar schlecht. Coach Timo Lippuner wähnte sich seit ein paar Tagen mehr in einem Lazarett, denn in einem Volleyballteam. Die Bulgarin Gergana Dimitrova konnte wegen einer schweren Grippe schon gar nicht in die Löhrenackerhalle kommen, Laura Künzler, Madlaina Matter und Passeuse Jovana Gogic schafften es trotz Fieber immerhin bis aufs Spielfeld.

Es lag aber im verlorenen Startsatz nicht am Gesundheitszustand einiger Spielerinnen, sondern vor allem an der mangelnden Effizienz im Angriff und einer miserablen Blockarbeit. Diese Offerte nahmen die Gäste aus dem Jura dankend an. Allen voran ihre holländische, 197 cm grosse Topscorerin Nicole Kohlhaas, die praktisch als Alleinunterhalterin fungierte und sowohl bei ihren Angriffen, als auch am Block nach Belieben punktete.

Zwar konnte das Heimteam nach einem 4-Punkte-Rückstand nochmals zum 19:19 ausgleichen, doch sechs (!) Fehler in Folge brachte Franches Montagnes die auf Grund der Begleitumstände nicht unerwartete Satzführung. Wie verwandelt spielte Sm’Aesch dann im zweiten Satz. Der Block stand plötzlich wie eine Mauer und Capitaine Kerley Becker (total 21 Punkte) und Laura Tschopp punkteten bis zur klaren 15:5-Führung.

Starke Maja Storck

Fünf Annahmefehler und steigende Nervosität bei den jungen Gastgeberinnen brachte den Favoriten zwar nochmals bis auf einen Punkt (23:22) heran, doch Mira Todorova und Lucija Mlinar machten den Sack schliesslich noch zu und Sm’Aesch konnte satzmässig ausgleichen. Jetzt war das gutgelaunte Publikum gespannt, wie sich diese irgendwie komische, aber spannende Partie weiterentwickeln würde.

Diese Frage war im dritten Satz relativ rasch beantwortet. Nach einem kleinen Kaltstart (4:5) steigerte sich Sm’Aesch und ging mit 19:9 in Führung. Und hinter dieser und dem wenig später gewonnen Satz stand vor allem ein Name: Maja Storck. Die 16-jährige liess sich an diesem Spätnachmittag von rein gar nichts aufhalten und machte total gleich 18 Winnerpunkte.

Die Schülerin zog auch im äusserst engen vierten Satz ihr Ding durch und es war dann ausgerechnet VFM-Teamleaderin Kohlhaas, die den Ball matchentscheidend ins Aus smashte. «Ich kann es kaum fassen. Als ich Mitte des ersten Satzes ins Spiel kam, klappte fast alles und meine Mitspielerinnen unterstützten mich sensationell. Ich bin einfach nur happy» sagte die eigentliche Matchwinnerin Storck nach dem Sieg.

Sm’Aesch Pfeffingen – Franches Montagnes 3:1 (19:25, 25:23, 25:17, 26:24)

Löhrenacker. – 250 Zuschauer. – SR Fonio/Grieder

Sm’Aesch: Becker, Mlinar, Deprati (Libera), Gogic, Todorova, Künzler, Tschopp; Storck, Koch, Sacher, Widmer, Matter.

VFM: Murray Methot, Buchwalder, Viela Porto, Kohlhaas, Sciarini (Libera), Fernandez, Busquets; Gysin, Michalski, Rebetez, Boillat.

Bemerkungen: Sm’Aesch ohne Topscorerin Dimitrova (krank).

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