Beachsoccer
Sandkarussell im Schweizer Beachsoccer dreht sich

Abgänge und Zuzüge bei den Schweizer Beachsoccer Teams mischen die Landschaft der Suzuki Swiss League ordentlich durch. Die Saison startet in Liestal mit vier neuen regionalen Teams.

Patrick Pensa
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Nationalspieler Stephan Leu (links) verlässt den Schweizer Meister Scorpions Basel in Richtung Bern.ZVG/Joss

Nationalspieler Stephan Leu (links) verlässt den Schweizer Meister Scorpions Basel in Richtung Bern.ZVG/Joss

Stephan Leu, der wertvollste Spieler des letzten Jahres (MVP), wechselt von den Scorpions Basel zu den Bern Sable Dancers. Nationalspieler und Spielertrainer Stephan Meier geht von Liestal nach Emmen, dafür kommt der Torschützenkönig des letzten Jahres zu den Chargers. GC gründet eine Mannschaft. Das Team von Basiléia spielt neu in der höchsten Liga und der FC Basel hat einen neuen Trainer. Herzlich willkommen zur neuen Saison der Suzuki Swiss Beach Soccer League.

Kein Winterschlaf

Beachsoccer ist vielleicht eine Sommersportart, einen Winterschlaf kennen die Sandfussballer aber definitiv nicht. Neben den Nationalspielern, die auf der ganzen Welt im Einsatz standen und gerade aktuell zu einem Grossteil als Söldner an der Klub-WM in São Paulo sind, herrschte auch im Hintergrund reges Treiben.

Ausser den Grasshoppers, die neben dem FC Basel als zweites Super-League-Team nun eine Beachsoccer-Mannschaft stellen, gibt es ein neues Gesicht aus der Region, das sich um einen Startplatz in der höchsten Liga beworben hat – noch immer wird die Liga aufgestockt, einen eigentlichen Aufsteiger gibt es nicht. «Wir haben uns Ende Saison zusammengesetzt und überlegt, ob wir eine Teilnahme in der Suzuki League finanziell bewältigen können», sagt Manuel Degen, der bei Basiléia als Marketingleiter aufgeführt ist. «Zusammen mit den Sponsoren sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir es versuchen wollen.»

Ambitionierte Ziele

Basiléia hat die letztjährige Qualifikation in der zweithöchsten Liga auf dem zweiten Platz beendet und wurde am Finalturnier schliesslich Vierter. «In diesem Jahr wollen wir uns im Mittelfeld klassieren», sagt Degen, der nach erfolgreichen Testspielen gegen La Côte und Solothurn sicher ist, dass dies möglich ist.

Basiléia setzt dabei vor allem auf die Dienste von Captain Michael Misev, Rasenfussballer des FC Laufen, der als auffälligster Spieler der Summer League der letzten Jahre gilt und entsprechend viele Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch hatte – aber sich gleich für fünf weitere Jahre an Basiléia gebunden hat. Ein Zeichen, dass der hauptsächlich aus dem Laufental stammende Klub langfristige Ambitionen hat.

Scorpions mit vier Nati-Spielern

Dem jungen Team Basiléia, das laut Degen einen Altersschnitt von 21 Jahren hat, stehen in der höchsten Liga mit den Chargers Baselland, dem FC Basel und den Scorpions Basel gleich drei erfahrene regionale Mannschaften gegenüber. Die stacheligen Titelverteidiger müssen mit dem Wegzug des wertvollsten Spielers der Liga, Stephan Leu klar kommen. Das Team stellt mit den drei Jäggy-Brüdern und Dominik Ziegler aber immer noch vier Nati-Spieler und gehört damit zum engsten Favoritenkreis. Zudem hält sich das Gerücht, dass der ehemalige Profispieler Oumar Kondé bei den Scorpions mitspielen könnte.

Der FC Basel tritt in diesem Jahr wieder mit vielen Rasenfussballern an. Es stellt sich also auch in diesem Jahr die Frage, ob diese Spieler gegen Ende der Saison Zeit für Sandfussball haben oder bei Testspielen bei ihren Stammvereinen eingesetzt werden. Nationalspieler Philipp Borer wechselt wie Stephan Leu zu den Bern Sable Dancers. Neu ist bei den Baslern der Trainer. Es handelt sich um Boris Zimmermann, der bis Ende 2010 den FCLaufen trainierte. Prognose: vorderes Mittelfeld.

Fixe Grösse

Bleiben die Chargers Baselland. Der Klub aus Liestal hat es mit vorbildlicher Arbeit geschafft, eine fixe Grösse im Schweizer Beachsoccer zu werden. Das letztjährige Finalturnier fand in der schmucken Arena statt und in diesem Jahr organisiert der Klub den dreitägigen Auftaktevent.

Die Chargers verlieren zwar mit Nati-Spieler Stephan Meier ihren Star, können aber andere Verstärkungen vermelden. Der letztjährige Torschützenkönig Marcio Correa da Silva konnte ebenso verpflichtet werden wie Nationaltorhüter Nico Jung, der zudem als Assistenztrainer amtet. Eine genaue Prognose will Chargers-Präsident Goran Abt nicht abgeben: «Viele Vereine scheinen sich gut verstärkt zu haben. Am Wochenende gibt es bereits die eine oder andere spannende Paarung. Danach wissen wir vielleicht etwas mehr. Grundsätzlich denke ich, dass in diesem Jahr bis zu acht Teams um den Titel mitreden können.»

In Liestal werden drei Runden ausgetragen. Morgen und am Wochenende finden die Spiele der Suzuki League statt, am Freitag ein Nachwuchsevent. Falls es je einen Winterschlaf gegeben hat, morgen ist er definitiv vorbei.

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