Radsport
René Lang gewinnt erstes Dienstagabendrennen der Saison in Möhlin

57 Fahrer schrieben sich für die 2013er Premiere des traditionellen Dienstagabendrennen ein, welches bis am 7.Mai wöchentlich stattfindet. Die Veranstaltung soll gerade jungen Fahrern Rennerfahrung im Vergleich mit Elitefahrern ermöglichen.

Patrick Pensa
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Beim Zwischensprint nach sechs Runden führte Reto Stäuble (links) vor dem späteren Sieger René Lang, der bereits den GP Osterhas gewann. Foto: Pensa

Beim Zwischensprint nach sechs Runden führte Reto Stäuble (links) vor dem späteren Sieger René Lang, der bereits den GP Osterhas gewann. Foto: Pensa

Vor einer Woche wurden die Anwohner informiert, dass nun jeweils am Dienstag ab 19.00 Uhr wieder die Radfahrer tief fliegen. Am Nachmittag ging noch ein Wischfahrzeug der Gemeinde über den 3,4 Kilometer langen Rundkurs. 15 Minuten vor dem Start fahren Andreas Wild, Präsident, und Beat Vogel, Sportpräsident von Swiss Cycling beider Basel, den Kurs ab und prüfen, ob jeder Streckenposten besetzt ist. Danach ist das Rennen freigeben.

Grosse Namen fehlten

Insgesamt 57 Fahrer und Fahrerinnen haben sich zum ersten von fünf Rennen eingeschrieben. Beim Auftakt fehlten die ganz grossen Namen. Am Start war aber zum Beispiel René Lang vom VMC Liestal, der an Ostern den GP Osterhas gewonnen hatet, oder der Riehener Mountainbiker Pascal Schmutz, der am Wochenende in Schaan beim Auftakt des BMC Racing Cups am Start war. Daneben waren viele junge Fahrer und Amateure eingeschrieben. Und dies ist das Hauptziel der Abendrennen: Ambitionierten Fahrern eine Startgelegenheit bieten.

Rennhärte für den Nachwuchs

«Die jungen Fahrer profitieren extrem. Sie sammeln Rennerfahrung und können sich an das Tempo der Elite herantasten», sagte Romain Cottens, der Chef Leistungssport des Regionalen Radsportzentrums Nordwest, der am Streckenrand stand und seine Fahrer beobachtete. Er wollte sehen, ob die besprochene Taktik umgesetzt wird. «Ein paar dürfen sich im Feld verstecken, andere sollen vorne Tempo machen», sagte der 25-Jährige.

Kurze Runde vereinfacht das Beobachten

Tatsächlich tauchten einige Fahrer mit dem bekannten Jenzer-goldwurst.ch-Trikot an prominenter Position auf. Die eher kurze Runde in Möhlin hat den Vorteil, dass die Fahrer häufig beim Ziel durchfahren. Die Elite, die das Rennen als Training mit hoher Intensität schätzt, absolvierte neun Runden. «Wir fixieren die Rennlänge abhängig von Wetter- und Temperaturbedingungen», erklärte Andreas Wild. Normal sind zehn bis 13 Runden.

René Lang erster Sieger

Bis zum ersten Zielsprint nach drei Runden hielt sich das Feld grösstenteils zusammen, ehe sich an der Spitze das Duo Patric Kottmann und René Lang absetzen konnte. Am Ende war es Lang, der nach dem GP Osterhas auch die erste Ausgabe des Abendrennens gewinnen konnte. Das Spitzenduo erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp unter 39 Stundenkilometern.

Rohrspatz und Kettenriss

Da es beim wöchentlichen Rennen aber nicht unbedingt ums Siegen, sondern um die Erfahrung geht, seien an dieser Stelle auch Schülersieger Jérôme Heinis aus dem Elsass erwähnt, der im Ziel wie ein französischer Rohrspatz fluchte, oder Fabian Müller, dem bereits 200 Meter nach dem Start die Kette riss.

Nächster Start: 16. April

Weiter geht es am 16. April. Dann vielleicht bei besserem Wetter. Wobei es am Dienstag trotz bedrohlich grauem Himmel exakt bis zur Zieldurchfahrt trocken blieb.

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