Super League
Mit riesigem Dusel zum versöhnlichen Abschluss: Der FCB siegt in Luzern

Der FC Basel gewinnt das letzte Spiel 2020 in Luzern mit 2:1 und überwintert trotz 19 Verlustpunkten auf Rang 2. Gegen die Innerschweizer lässt der FCB zwar ganze 32 Abschlüsse zu, rettet die Führung aber mit Einsatz, Glück und Heinz Lindner über die Zeit.

Jakob Weber
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Die Luzerner sind nach dem Schlusspfiff bitter enttäuscht.
19 Bilder
Schaub trifft aus zwei Metern das leere Tor nicht.
Die Basler haben in mehreren Szenen viel Glück.
Von Moos sorgt für Entlsatung.
Kasami jubelt über sein Traumtor.
Es ist bereits der sechste Treffer des Neuzugangs.
Cabral entwischt Emini.
Der Brasilianer erzielt die Führung per Hacke.
Der FCB jubelt in Luzern zur Pause.
Cabral und Kasami erzielen zwei wunderbare Treffer.
Luzern-Torhüter ist konsterniert, die Basler feiern.
Cabral setzt seinen Körper ein.
Der Brasilianer jubelt.
Padula kämpft um den Ball.
Schürpf verpasst die Führung für das Heimteam.
Von Moos darf sich von Anfang an beweisen.
Widmer bringt eine scharfe Flanke in die Mitte.
Cabral schirmt den Ball gekonnt ab.
Sforza ist vor dem Spiel zuversichtlich.

Die Luzerner sind nach dem Schlusspfiff bitter enttäuscht.

Freshfocus

Der Weihnachtsmann des FC Basel heisst Pajtim Kasami. Sein Geschoss ins Lattenkreuz des Luzerner Tores setzt dem schwierigen Jahr 2020 gestern Abend immerhin eine wunderschöne Krone auf. Aus rund 25 Metern zieht er in der 36. Minute einfach mal ab. Der Ball zischt wie am Faden gezogen in den rechten oberen Torwinkel.

Kasamis Urschrei, der nach seinem Traumtor durchs Stadion hallt, soll sagen: «Seht her, so geht das.» Und es soll vielleicht auch sagen: Wer solche Tore schiesst, muss nicht immer mit letzter Konsequenz verteidigen. Das hatte sein Trainer Ciriaco Sforza vorher immer wieder lautstark moniert. Kasamis Kollegen sehen es ähnlich wie der Torschütze. Sie huldigen dem FCB-Heilsbringer mit überschwänglichen Glückwünschen in der Jubeltraube. Mit seinem sechsten Saisontor zieht Kasami in der internen Torschützenliste wieder mit Arthur Cabral gleich. Der Brasilianer hatte in der 23. Minute einen Schuss von Julian von Moos zur 1:0-Führung ins Tor verlängert. Natürlich per Hacke, wie schon zuletzt gegen Sion.

Die Luzerner haben zwar mehr Spielanteile, doch der FCB verteidigt ungemein solidarisch und lässt erst nach dem Seitenwechsel gute Torchancen zu. In der 55. Minute lehnt Luzerns Louis Schaub das FCB-Geschenk zum Anschlusstreffer noch ab. Fahrlässig schiebt er den Ball aus zwei Metern am leeren Tor vorbei. Doch elf Minuten später macht es Pascal Schürpf besser. Den dritten gefährlichen Abschluss innert weniger Sekunden stochert der Basler in Diensten der Luzerner im Getümmel zum 1:2 über die Linie.

Lindner rettet mit einem Weltklasse-Save den Sieg

Was folgt ist eine Zitterpartie. Luzern powert und hat noch 14 weitere Abschlüsse. Doch weil FCB-Goalie Heinz Lindner einen Kopfball von Lucas mirakulös von den Linie kratzt und Luzern lieber neben als auf den Kasten ballert, bleibt es am Ende beim doch etwas glücklichen 2:1 für Rotblau.

Damit ist das FCB-Jahr 2020 Geschichte. Direkt nach Abpfiff beginnen die verdienten Ferien. Zwei Wochen Erholung stehen an, ehe Sforza seine Mannen am 6. Januar zum Trainingsauftakt bittet. Am 23. Januar kommt dann der FCZ zum ersten Ernstkampf im neuen Jahr ins Joggeli. Dann hat auch Sforza keine Ausreden mehr. Die angekündigte Siegesserie sollte nicht allzu lang auf sich warten lassen. Auch Kasami will dann mit weiteren wichtigen Toren helfen, den Rückstand auf YB zu verringern. Denn nichts wünscht sich der FC Basel für 2021 so sehr, wie noch einmal ins Meisterrennen eingreifen zu können.

Luzern – Basel  1:2 (0:2)

SR Bieri. – Tore: 23. Cabral (von Moos) 0:1. 36. Kasami (Zhegrova) 0:2. 66. Schürpf 1:2.

Luzern: Müller; Sidler (72. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek; Schulz, Emini (73. Ndiaye), Ugrinic; Schaub (84. Alounga); Sorgic, Schürpf.

Basel: Lindner; Widmer, Cömert, Klose, Padula; Kasami, Frei; Zhegrova (73. Marchand), Van Wolfswinkel (86. Van der Werff), Von Moos (79. Pululu); Cabral.

Bemerkungen: Luzern ohne Alabi, Binous, Burch, Ndenge (alle verletzt) und Carbonell (nicht berücksichtigt), Basel ohne Jorge, Isufi, Petretta, Stocker und Xhaka (alle verletzt). – Verwarnungen: 38. Kasami (Foul). 50. Emini (Foul).

Die SRF-Highlights vom Spiel: