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Mathias Frank erholt sich nach zwei Etappensiegen in Österreich

An der Österreich-Rundfahrt holte Mathias Frank zwei Etappensiege und die Auszeichnung als Glocknerkönig. Zeit für etwas Relax, bevor der Radprofi das Training für die Polen-Rundfahrt und die WM wieder voll aufnimmt.

Claudine Müggler
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Seltenes Bild: Lange hält es der 26-jährige Mathias Frank nicht ohne sein Velo aus.

Seltenes Bild: Lange hält es der 26-jährige Mathias Frank nicht ohne sein Velo aus.

Claudine Müggler

«Aua», sagt Mathias Frank und springt auf, als er sich barfuss auf den Weg in den Garten machen will für das Foto. «Ich bin in eine Biene getreten», erklärt er mit besorgter Miene. «Das letzte Mal stach mich eine Biene direkt zwischen die Augenbrauen. Am nächsten Tag konnte ich die Augen nicht mehr öffnen.»

An der Rundfahrt in Österreich ist ihm dies zum Glück nicht passiert. Zwei Etappensiege und die Auszeichnung als Glocknerkönig (Sprinttitel innerhalb der Etappe auf der Grossglockner-Hochalpenstrasse). Mit dieser erfolgreichen Ausbeute kehrt der Radprofi in die Heimat zurück.

«Mir war gar nicht bewusst, dass erst ein Schweizer vor mir Glocknerkönig wurde», sagt Frank. «Für mich war das ein schöner Bonus zu den zwei Etappensiegen. Aber ich wusste nicht, dass dieser Titel in Österreich so eine grosse Bedeutung hat. Es wurde ein riesen Hype darum gemacht.»

Doch das eigentliche Ziel des gebürtigen Rogliswilers, der jedoch mittlerweile in Lausen zu Hause ist, war der Start an der Tour de France. Nach der Nicht-Selektionierung für die Tour, entschied er sich mehr oder weniger spontan zum Start an der Österreich-Rundfahrt. «Für die Fans ist die Tour natürlich das Grösste, allerdings gibt es für einen Radprofi nicht nur dieses eine Ziel. Es stehen viele andere Highlights an während einer Saison», sagt der 26-Jährige.

Dass es ein grosses Ziel in seiner Karriere ist, einmal die Tour de France zu fahren, will er allerdings nicht leugnen. «Ich war ja schon einmal am Start, allerdings stürzte ich damals im Prolog. Die ganze Tour fahren zu können, steht sicherlich auf meinem Karriereplan.» Diese Saison fokussiert er sich aber auf den Start an der Polen-Rundfahrt. Anschliessend wird er nach Amerika fliegen, um in Colorado ein Rennen zu absolvieren. Im September gilt es dann in Florenz an der WM ernst.

Davor gönnt er sich allerdings noch ein paar Tage Urlaub. Lange hält er es ohne sein Velo jedoch nicht aus. «Nach der Rundfahrt blieb ich noch ein paar Tage in Wien. Wir haben die Stadt besichtigt und eine Kollegin besucht. Daher war ich drei Tage nicht auf dem Velo. Jetzt muss ich mich aber heute unbedingt noch aufs Rad schwingen. Es fehlt mir sonst etwas. Man kann es schon fast als Sucht bezeichnen», sagt er schmunzelnd. Auch wenn er während der kommenden zwei Wochen Ferien hat, und entsprechend keine Rennen auf dem Programm stehen, wird er trotzdem trainieren.

«Im Moment investiere ich sehr viel ins Zeitfahren. Ich habe meine Trainings diesbezüglich etwas umgestellt, damit ich bei kleineren Rundfahrten wie einer Tour de Suisse beispielsweise vorne mitfahren kann», erklärt Frank. «Ich habe die Intensität gesteigert und die Umfänge eher etwas reduziert.»

Mit der Planung für die nächste Saison hat sich der 26-Jährige noch nicht allzu gross auseinandergesetzt. Sein Vertrag beim Team läuft allerdings am Ende des Jahres aus. Es würden zwar Verhandlungen laufen, jedoch könne er zu diesem Zeitpunkt noch nichts Konkretes sagen, wie es in Zukunft weitergeht.

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